Dolomitkalk - Zusammensetzung von Magnesiumkalk für den Garten

dolomitkalkEin sattgrüner Rasen, prachtvolle Gehölze und eine reiche Gemüseernte resultieren vornehmlich aus einer ausgewogenen Nährstoffversorgung. Im Zier- und Nutzgarten deckt konventioneller Dünger den Nährstoffbedarf nicht lückenlos ab.  Erst in Kombination mit Kalk erzielen die Pflanzen ihr Optimum, weil der Zugang zu den Düngemitteln entscheidend abhängt von der Qualität des Bodens. Für Ihre Pflanzen mit hohem Anspruch auf Magnesium empfehlen wir speziellen Dolomitkalk. Erfahren Sie hier, woraus das Naturprodukt konkret besteht. Profitieren Sie von unseren Hinweisen zur richtigen Anwendung von Magnesiumkalk in Ihrem Garten.


Zusammensetzung

  • Dolomitkalk wird gewonnen aus Dolomitgestein
  • Hauptkomponente: 50-60 Prozent Calciumcarbonat (CaCO3)
  • Calciumcarbonat: Eine der häufigsten Verbindungen der Erde
  • Trivialname: kohlensaurer Kalk
  • Nebenkomponente: 35-40 Prozent Magnesiumcarbonat (MgCO3)
  • Magnesiumcarbonat: Das wichtigste Magnesium-Mineral neben Dolomit
  • Weitere Bezeichnung: Magnesit
Die herausragende Eigenschaft beider Komponenten von Dolomitkalk besteht in der Säureregulierung. Dieser Umstand wird unter anderem in der Medizin genutzt, um Arzneimittel gegen eine zu hohen Magensäure herzustellen. Häufige Anwendung findet die Mineralstoff-Kombination als Bau- und Füllstoff sowie in der Landwirtschaft, um der Versauerung des Bodens entgegenzuwirken.

Vorteile

Mit Dolomitkalk kaufen Sie einen kohlensauren Kalk, der zusätzlich angereichert ist mit dem Nährstoff Magnesium. Das ergibt ein Gesamtpaket mit folgenden Vorteilen für Ihren Garten:
  • Ein zu niedriger pH-Wert wird auf das richtige Maß angehoben
  • Das enthaltene Magnesium fördert ein sattes Blattgrün, da der Aufbau von Chlorophyll unterstützt wird
  • Das Bodenleben wird vitalisiert, sodass eine gute Krümelstruktur entsteht
  • Dünger wird optimal aufgenommen für ein besseres Wachstum und eine üppige Blüte
In erster Linie profitieren Rasenflächen und Koniferen von einer regelmäßigen Versorgung mit Magnesiumkalk. Sinkt der pH-Wert zu stark ab, breiten sich auf Grünflächen Moos und andere Verfilzungen aus. Die Edelgräser verlieren ihre sattgrüne Farbe, da zugleich die Zufuhr von Magnesium behindert wird. Ähnlich ergeht es Koniferen, da auch hier im zu sauren Boden das für die Chlorophyll-Bildung wichtige Magnesium festgelegt wird und die Nadeln verbräunen.

Tipp: Die Gabe von Kalk erhöht den Bedarf an Humus. Arbeiten Sie daher im gekalkten Boden zusätzlich Dünger ein, wie Kompost und Hornspäne, um den gesteigerten Nährstoffverbrauch auszugleichen. Frischer Stallmist sollte nicht zeitgleich eingearbeitet werden, sondern in einem Abstand von 10 bis 14 Tagen.

Tipps für die Anwendung

dolomitkalk streuenIn der Anwendung von Dolomitkalk wird unterschieden nach einer Gesundungskalkung und einer Erhaltungskalkung. Deuten Symptome, wie ein vermooster Rasen oder verbräunende Koniferen auf einen Mangel an Kalk und Magnesium hin, ist eine höher dosierte Gesundungskalkung erforderlich. Um Ihre Zier- und Nutzpflanzen vor einer Unterversorgung zu bewahren und die Bodenqualität zu sichern, werden Sie lediglich alle 2 bis 3 Jahre Magnesiumkalk kaufen müssen. Über den tatsächlichen Bedarf gibt ein pH-Wert-Test aus dem Gartencenter letzten Aufschluss. Werden die folgenden Richtwerte unterschritten, bringen Sie den Garten mit Kalk wieder ins Lot:
  • Lehmboden: Bester pH-Wert 6,8 bis 7,0
  • Lehmboden mit leichtem Sandgehalt: Bester pH-Wert 6,3 bis 6,8
  • Sandboden mit minimalem Lehmanteil: Bester pH-Wert 5,8 bis 6,3
Wichtig zu beachten ist, dass Dolomitkalk nur dann erforderlich ist, wenn die Idealwerte unterschritten werden. Weist das Test-Ergebnis auf einen alkalischen Wert größer 7,5 hin, kalken Sie den Boden bitte auf keinen Fall. Jetzt sind Maßnahmen gefragt, die den pH-Wert absenken und nicht zusätzlich in die Höhe treiben.

Tipp: Der Zweck einer Kalkung bestimmt


die Aufwandmenge. Für eine Gesundungskalkung bringen Sie zwischen 400 und 800 Gramm je Quadratmeter aus. Im Rahmen einer Erhaltungskalkung empfehlen wir für einen leichten bis mittleren Boden 200 bis 250 Gramm und für einen schweren Boden 150 bis 200 Gramm je Quadratmeter.

Bester Zeitpunkt ist im Herbst

Haben Sie einen Mangel an Kalk und Magnesium diagnostiziert, ist das ideale Zeitfenster im Herbst geöffnet, um Ihren Rasen zu kalken. Auf diese Weise ist die Grünfläche für die Strapazen des Winters bestens gerüstet. Wer diesen Termin verpasst, versorgt die Pflanzen im zeitigen Frühjahr mit Dolomitkalk, rechtzeitig vor dem Beginn des Wachstums. Die Fläche sollte trocken sein, wenn Sie den Kalk ausbringen. Wählen Sie bitte einen Tag mit bedeckter Witterung, denn unter direkter Sonneneinstrahlung fügt der Kalk den Pflanzen Verbrennungen zu. Erst im Anschluss wird gewässert, damit die Mineralstoffe vollständig aufgenommen werden.

Dolomitkalk optimiert den Kompost

Rasen im Herbst kalken mit dolomitkalkSammeln sich auf Ihrem Kompost im Laufe des Jahres größere Mengen an Rasenschnitt und Herbstlaub an, beugen Sie einer unerwünschten Versauerung ganz einfach vor. Zu diesem Zweck streuen Sie ab und zu eine Schicht Magnesiumkalk auf dem Komposthaufen aus. Auf diese Weise bleibt der pH-Wert in dem organischen Dünger im Gleichgewicht. Eine Dosierung von 1 Kilogramm je Quadratmeter sollte indes nicht überschritten werden.

Häufig gestellte Fragen

Welche Pflanzen vertragen keinen Magnesiumkalk?

Da der zentrale Effekt von Gartenkalk in der Regulierung und Anhebung des pH-Wertes im Boden besteht, dürfen Pflanzen mit einem Bedarf nach saurer Erde nicht gekalkt werden. Hierzu zählen Heidepflanzen, wie Erika (Erica) oder die Besenheide (Calluna vulgaris). Ebenso vertragen Blütenschönheiten, wie die meisten Lilien (Lilium) oder Frauenschuh-Orchideen (Cypripedium) keinen Kalk. Insbesondere wollen Moorbeetpflanzen, wie Azaleen, Rhododendron und Hortensien nicht mit Kalk behelligt werden.

Wie kann die Aufnahmebereitschaft für Dolomitkalk im stark vermoosten Rasen erhöhen?

Mit Blick auf einen vermoosten Rasen bestehen berechtigte Zweifel, dass der Kalk tatsächlich bis an die Wurzeln gelangt. Wenn Sie die Grünfläche zunächst im Schachbrettmuster vertikutieren, trägt diese Maßnahme zu einer verbesserten Aufnahme von Kalk maßgeblich bei. Haben Sie den Kalk in der richtigen Dosierung ausgebracht, sollte der Rasen ausgiebig gewässert werden.