Letzter Rasenschnitt vor dem Winter - wann Rasen mähen?

Rasen im Herbst mähenIm feucht-kalten Herbst ist die fachgerechte Rasenpflege kein Kinderspiel. Nur selten kann die Grasfläche noch regelmäßig geschnitten werden. Gleichwohl wächst der Rasen konstant weiter, solange es nicht friert. Somit verwundert es wenig, dass alljährlich unter Hobbygärtnern die Frage kursiert: Wann wird der Rasen letztmalig vor dem Winter gemäht? Der Blick auf den Kalender hilft hier nicht weiter, da kein fester Termin zu nennen ist. Stattdessen weisen eindeutige Signale auf den bestmöglichen Termin hin. Lesen Sie hier, wann der letzte Rasenschnitt erfolgen sollte. So entlassen Sie Ihre grüne Visitenkarte perfekt gepflegt in den Winter.


Letztmaliges Rasenmähen

Während die Pflanzen im Zier- und Nutzgarten längst ihr Wachstum eingestellt haben, strecken sich die Gräser des Rasens unbeeindruckt weiterhin in die Höhe. Im Vergleich zum Frühling und Sommer verläuft der Zuwachs zwar mit reduziertem Tempo; dennoch kann der Rasenmäher sein Winterquartier noch nicht beziehen. Unter diesen Voraussetzungen mähen Sie die Grünfläche zum letzten Mal im Jahr:
  • Im Anschluss an die erste Frostnacht erfolgt der letzte Rasenschnitt
  • Die Grünfläche ist nicht vollständig vernässt
  • Es herrscht kein praller Sonnenschein
hoher RasenStellen Sie den Rasenmäher bitte ein auf die Schnitthöhe von 50 mm. Auf diese Weise bewahrt die Grünfläche ein gepflegtes Erscheinungsbild und ist für die Strapazen des Winters bestens gerüstet. Vermeiden Sie eine darüber hinausgehende Grashöhe, da unter Schneedruck der Rasen eingedrückt wird, was Pilzsporen einen idealen Nährboden bietet. Einzige Ausnahme stellt Schattenrasen dar, den Sie idealerweise mit einer Höhe von 90 mm in die Winterpause schicken.

Tipp: Mähen Sie stets mit hoher Drehzahl und scharfen Messern. Nutzen Sie die Winterpause nach dem letzten Rasenschnitt, um den Mäher zu warten und die Sichelmesser frisch zu schärfen. So beugen Sie ausgefransten Gräsern und einem ungleichen Schnittbild wirksam vor.

Häufige Fehler beim Rasenmähen vermeiden

Wenngleich der Rasen nach dem ersten Frost seinen letzten Pflegeschnitt erhält, sollten Sie jetzt nicht die gärtnerischen Zügel schleifen lassen. Ihre Grünfläche steht vor strapaziösen Wochen und Monaten, denen sie nicht aufgrund von Versäumnissen geschwächt ausgesetzt werden sollte. Daher haben wir im Folgenden die häufigsten Fehler beim Rasenschnitt für Sie zusammengetragen mit Tipps zu deren Vermeidung:
  • Falsch: Schnittgut liegen lassen; Richtig: Mähen mit Auffangkorb oder Schnittgut abkehren
  • Falsch: Zu kurz gemäht; Richtig: Die empfohlene Schnitthöhe von 50 mm nicht unterschreiten
  • Falsch: Rasenmähen vorzeitig einstellen; Richtig: Weitermähen im normalen Rhythmus bis zum ersten Frost
  • Falsch: Ungemähten Rasen betreten; Richtig: Mindestens 1 Stunde vor dem Mähen das Gras nicht nieder niedertreten
Ein weit verbreiteter Fehler rund um das Rasenmähen schleicht sich erst im Frühjahr ein. Abhängig von der Witterung während des Winters, hat Ihr Rasen im Januar/Februar sichtlich an Höhe gewonnen.

Rasen mit Moos und FilzVerständlicherweise will dieser herausgewachsene Haarschnitt in Form gebracht werden. Wer jetzt zu früh zum Rasenmäher greift, fügt der Grünfläche erheblichen Schaden zu. Bitte gedulden Sie sich nach dem Winter mit dem ersten Schnitt, bis die Temperaturen die 10-Grad-Marke überschritten haben und des Nachts nicht mehr unter den Gefrierpunkt fallen.

Tipps zur herbstlichen Rasenpflege

Der finale Rasenschnitt im Herbst markiert den Abschluss eines fachgerechten Pflegeprogramms. Damit Ihre grüne Visitenkarte den Belastungen der


kalten Jahreszeit standhält, leisten folgende Maßnahmen im Vorfeld einen wichtigen Beitrag:
  • Vermoosten Rasen im September vertikutieren
  • Anschließend kalken mit Vitalkalk oder speziellem Rasenkalk und wässern
  • Nach einer Wartezeit von 3-4 Wochen düngen und wiederum durchdringend sprengen
  • Erst wieder mähen, wenn sich alle Düngerkörner aufgelöst haben
Bis zum letzten Rasenschnitt mähen Sie bitte kontinuierlich weiter. Je regelmäßiger die Grünfläche geschnitten wird, desto kompakter entwickelt sich die Narbendichte. Stabile Gräser sind resistenter gegenüber Belastungen durch Witterung, Krankheiten und Schädlingen.

Tipp: Ermitteln Sie die perfekte Schnitthöhe mithilfe der Ein-Drittel-Regel, anstatt die Grashalme nachzumessen. Kürzen Sie Ihren Rasen grundsätzlich um ein Drittel ein, haben Sie es richtig gemacht. Wird hoch gewachsener Rasen nach dem Winter oder dem Urlaub nach dieser Methode etappenweise gemäht, bleiben Vitalität und Narbendichte erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Welches ist der richtige Herbstdünger für meinen Rasen?

RasenschnittDie Rasenpflege im Herbst verfolgt das Ziel, die edlen Gräser auf die Belastungen des Winters vorzubereiten. Statt eines konstanten, dichten Wachstums, steht jetzt die Förderung der Frosthärte im Fokus. Der optimale Herbstdünger für Ihren Rasen enthält somit weniger Stickstoff und mehr Kalium. Dieser Nährstoff stärkt die Zellwände und senkt im Zellsaft den Gefrierpunkt. Produkte, wie Patentkali, Kalimagnesia oder Thomaskali sind für diesen Zweck eine gute Wahl. Greifen Sie beim Kauf des Düngers auf Produkte zurück mit einer NPK-Formulierung von 6+3+10 oder ähnlich.

Kann ich das Herbstlaub auf dem Rasen liegen lassen?

Im Zier- und Nutzgarten fungiert Herbstlaub als wertvoller Mulch für Ihre Pflanzen. Auf dem Rasen wirkt sich eine Schicht aus Blättern indes schädlich aus. Vornehmlich droht unter dem organischen Belag die Bildung von Fäulnis und Pilzen, weil hier ideale Rahmenbedingungen für Krankheitserreger aller Art vorherrschen. Rechen Sie das Laub im Herbst bitte konsequent ab.

Wie werden Rasenlücken im Herbst repariert?

Damit entstandene Lücken im Rasen während des Winters nicht von Moos und Klee erobert werden, sollten sie rechtzeitig vor dem Winter geschlossen werden. Da bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius Rasensamen kaum noch keimen, lösen Sie mit Rollrasen-Pflaster das Problem im Nu. Nachdem Sie den Rasen frisch gemäht haben, lockern Sie den Boden an den Schadstellen auf, um ihn anzureichern mit Kompost, Sand und Torf. Darauf wird das grüne Pflaster verlegt, mit einem scharfen Messer zurecht geschnitten, gewalzt und ausgiebig gewässert.



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