Milchstern, Ornithogalum Dubium - Pflege-Anleitung

Gelber Milchstern im TopfDer Orangefarbene Milchstern ist eine beliebte Zwiebelpflanze. Seine zart duftenden Blüten, die an leuchtend orangefarbene Sterne erinnern, erscheinen an langen Stängeln. Die aus Südafrika stammende Blühpflanze wird meist im zeitigen Frühjahr angeboten und kann dann nur im Zimmer kultiviert werden. Den Sommer verbringt sie aber gern im Freien. Die Pflege ist recht einfach, wenn ein paar Dinge berücksichtigt werden. Der Milchstern ist recht genügsam und robust, wenn Standort und Pflanzsubstrat stimmen und nicht zu viel gegossen wird. Wie die Pflanze gepflegt wird, erfahren Sie im Folgenden. Lesen Sie weiter!

Kurzer Steckbrief zum Milchstern
  • Stammt aus Südafrika, aus der Kap-Region 
  • Ornithogalum dubium ist GIFTIG und kann bei Haustieren und auch beim Menschen, besonders bei Kindern, Vergiftungserscheinungen hervorrufen
  •  Wuchshöhe 15 bis 30 cm 
  • Blütendurchmesser 20 bis 25 mm 
  • Blüten öffnen sich nur am Tag und schließen sich nachts
  • Blüten halten sich in Blumensträußen oft wochenlang 
  • Blüte in natürlichem Umfeld von Juni bis September, also im südafrikanischen Winter 
  • Ornithogalum dubium gehört zur Familie der Hyazinthengewächse 
  • Die Pflanze ist nahezu krankheitsresistent und recht unempfindlich gegenüber Schädlingen
  • Zwiebel ist nicht winterhart, muss recht warm überwintert werden

Die Pflege des Milchsterns

Die Pflege ist zwar nicht sonderlich kompliziert, aber es ist etwas Glückssache, ob die Pflanze in der nächsten Saison blüht oder nicht. Einige treiben aus, andere nicht, auch wenn sie völlig gleich behandelt wurden. Die Ursache dafür ist noch nicht gefunden. Wichtig für den Milchstern ist, dass er das richtige Substrat erhält und sehr hell steht. Keinesfalls darf er zu viel gegossen werden, denn das führt schnell zu Knollenfäulnis. Zu wenig Wasser ist aber auch nicht gut, das sorgt dafür, dass die Blüte schnell durch ist. Es ist also etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Ansonsten ist die Pflanze recht robust und wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Die Vermehrung erfolgt mit Hilfe von Samen oder Pflanzenzwiebeln.

Standort

Milchsternpflanze im TopfDer Milchstern stammt aus dem südlichen Afrika und benötigt deshalb viel Licht und Wärme. Heiß muss es allerdings nicht sein. Leider verblühen im Handel erworbene Milchsterne oft schnell, weil sie nicht richtig platziert wurden. Da sie vorgezogen werden, vertragen sie die Außentemperaturen nicht und müssen im Haus oder der Wohnung weiterkultiviert werden. Dort werden sie häufig zu dunkel platziert oder über der Heizung. Beides ist nicht ideal. - Ideal ist ein heller und warmer Platz, bei Temperaturen um die 20°C - Höhere Temperaturen sind klein Problem - Wichtig ist viel Licht, weshalb eine helle Fensterbank ideal ist - Sehr gut sind ein Gewächshaus oder ein Wintergarten - Während der Sommermonate steht der Milchstern gern im Freien - Er sollte langsam an die  Sonne gewöhnt werden

Pflanzsubstrat und Pflanzgefäß

Das Pflanzsubstrat ist entscheidend, damit sich ein Milchstern wohl fühlt. Wichtig ist, dass es locker und durchlässig ist. Der Boden darf keinesfalls zu feucht sein. An das Pflanzgefäß stellt der Milchstern keine besonderen Anforderungen. Beachten muss man nur, dass die Knolle genügend Platz zum Nachbarn benötigt. - Durchlässig und locker - Sollte mineralische Anteile enthalten - Kakteenerde


ist akzeptabel - Besser ist eine Mischung aus 2 Teilen Blumenerde und je ein Teil Sand und Bimskies - Günstig ist auch eine Spezielerde aus dem Sukkulentenhandel, eine Lehm-Lava-Mischung - Benötigt kein besonderes Pflanzgefäß

Pflanzen

Das Pflanzen des Milchsterns ist einfach. Meist wird nach der Ruhephase sowieso nur die Knolle eingetopft. Beim Einpflanzen im Freien und von mehreren Knollen ist auf ausreichend Pflanzabstand zu achten. Der ist wichtig. Wird er nicht eingehalten, blühen die Milchsterne häufig nicht oder nur sehr spärlich.
  • Eine Drainage im Topfboden ist günstig, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.
  • Am besten jedes Jahr neue erde verwenden, damit erspart man sich auch das Düngen, denn Nährstoffe sind in der neuen Erde schon enthalten

  Wenn die Knolle nach der Ruhephase eingetopft wird, ist es wichtig, dass nicht gleich gegossen wird, wie das sonst der Fall ist. Man wartet, bis die ersten grünen Spitzen erscheinen!

  • Kann ausgepflanzt werden, wenn die Knollen im Winter aus dem Boden genommen werden
  • Wichtig ist, ausreichend Pflanzabstand einzuhalten, mindestens 15 cm, besser 20 cm
  • Bei nicht ausreichendem Pflanzabstand können sich die Milchsterne nicht richtig entfalten
  • Knolle nur wenig mit Erde bedecken, egal ob im Topf oder ausgepflanzt

Gießen und Düngen

Der Milchstern muss bis zur Blüte und solange sie dauert ausreichend mit Wasser versorgt werden. Die Pflanze benötigt aber nicht viel und darf keinesfalls zu feucht oder gar nass stehen. Nach der Blüte werden die Wassergaben reduziert. Die Blätter vergilben dann mit der Zeit.
  • Oranger Milchstern Nicht zu viel Wasser
  • Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen lassen.
  • Sie sollte aber nicht austrocknen.
  • Keine Staunässe! Die führt schnell zu Fäule.
  • Ruhende Knollen einmal pro Monat mit sehr wenig Wasser versorgen
  • Neu erstandene und frisch umgetopfte Pflanzen im ersten Jahr nicht düngen
  • Wer jährlich umtopft, nie düngen
  • Pflanzen in alter Erde bis zur Blütenöffnung monatlich düngen (Flüssigdünger für Blühpflanzen)
  • Am besten ist ein stickstoffbetonter Dünger. Für die Blüte ist aber auch Phosphor wichtig.

Schneiden

Der Milchstern muss nicht geschnitten werden, es sei denn, man möchte Blütenstängel für die Vase schneiden. Die Pflanze stirbt nach der Blüte oberirdisch ab. Die Blätter vergilben und können am Ende, wenn alle vertrocknet sind, einfach entfernt werden. Ein kleiner Ruck am Blattende zieht dieses aus der Erde.

Überwintern

Wenn die Blätter vergilbt und entfernt sind, beginnt die Ruhephase der Pflanze.  Die Zeiten richten sich nach dem Blühzeitpunkt. Die Ruhezeit über können die Knollen im Topf bleiben. Dieser wird dunkel untergebracht, bei

Temperaturen zwischen 9 und 11°C. Einmal im Monat erhalten die Knollen ein paar Tropfen Wasser. Es reicht, sie zu besprühen. Im Spätsommer oder Herbst wird umgetopft. Der Zeitpunkt richtet sich danach, wann der Milchstern geblüht hat. Das Gefäß wird warm und hell gestellt. Sobald sich die ersten Blattspitzen zeigen, kann man mit Gießen beginnen.

  Wenn man die Pflanze im Topf läst und diesen hell und warm auf der Fensterbank stehen lässt, kann es passieren, dass die Pflanze im Winter noch einmal blüht. Diese zweite Blühte fällt dann aber spärlicher aus.

Vermehren

Die Vermehrung des Milchsterns kann durch Aussaat oder die Abtrennung von Zwiebeln erfolgen. Bei der Aussaat ist es wichtig, nur frischen Samen zu verwenden. Älterer Samen treibt nicht mehr zuverlässig aus. Bei den Tochterzwiebeln gibt es unterschiedliche Meinungen. Leider habe ich diesen Milchstern noch nicht vermehrt und kann nur wiedergeben, was ich bei der Recherche erfahren habe. Nahansicht eines orangen MilchsternsDie Pflanzen bilden Tochterzwiebeln. Ich habe gelesen, dass sie zur Vermehrung genutzt werden, aber auch, dass sie nicht blühen würden. Ich kann nur raten, es einmal auszuprobieren. Nur dann weiß man, was nun stimmt.

Krankheiten und Schädlinge

Der Orangefarbene Milchstern ist sehr robust und fast resistent gegenüber Viren und Bakterien zu nennen. Er wird auch nur äußerst wenig von Schädlingen befallen. Zu viel Wasser bringt die Milchsterne allerdings schnell um und da gibt es nichts zu retten. Erste faule Stellen an der Knolle führen dazu, dass sich diese Erscheinung ausbreitet und die Pflanze stirbt. -Blattläuse können auftreten, sind aber recht selten. Sie können einfach mit Wasser abgespült werden. Im Freien übernehmen gern Marienkäfer die Entsorgung der Schädlinge. Nur wenn die Läuse in Massen auftreten, muss nachgeholfen werden. -Ansonsten sind Schädlinge wirklich sehr selten -Krankheiten ausschließlich durch Pflegefehler -Keine artspezifischen Krankheiten bekannt Häufige Fragen Woran kann es liegen, wenn der Milchstern krank aussieht? Das kann mehrere Ursachen haben. Wenn die Pflanze krank aussieht und nicht blüht, liegt das meist an falscher Pflege. Meist ist zu viel Wasser Schuld, aber auch der falsche Standort und Nährstoffmangel kommen in Frage. -Geilwuchs – kommt meist von Lichtmangel. Durch zu wenig Licht bilden sich lange und schwache Triebe und Blühstängel. Ein hellerer Platz schafft meist Abhilfe. -Kümmerwuchs – liegt meist an Nährstoffmangel. Dünger, insbesondere Stickstoffdünger hilft. -Blühfaulheit – ist auf ungünstige Bodenbeschaffenheit, Platzmangel oder fehlenden Dünger zurückzuführen. Am besten topft man um, setzt die Pflanzen einzeln im Topf oder weiter auseinander im Beet und düngt mit einem Phosphordünger, der die Blüte fördert.

Häufig gestellte Fragen

Der Milchstern wird blühfaul. Woran kann das liegen?
Ältere Milchsterne können mit den Jahren blühfaul werden. Meist ist das allerdings bei ausgepflanzten Exemplaren der Fall und rührt von zu geringem Pflanzabstand her. Am besten pflanzt man noch einmal neu und in größerem Abstand. Dabei sollten auch gleich Nebenzwiebeln entfernt werden, denn diese bringen keinen Blüten hervor, schwächen aber die Hauptzwiebel. Auch trockene Blätter müssen dabei entfernt werden.

Kann man Ornithogalum dubium durch Tochterzwiebeln vermehren?
Bei den einen Pflanzenliebhabern scheint es zu funktionieren, bei den anderen nicht. Man muss es ausprobieren und auf sein Glück setzen. Warum nicht alle Pflanzen gleichermaßen austreiben, auch wenn sie gleich behandelt werden, das weiß niemand zu sagen. Wahrscheinlich ist Ornithogalum dubium doch eine kleine Diva.