Shubunkin - Infos zu Kauf, Haltung und Vermehrung/Paarung

Shubunkins im AquariumShubunkin sind Zierfische aus Japan, sehr dekorativ und deutlich kleiner als Koi. Die zu den Goldfischen gehörenden Tiere benötigen nicht so ein großes Becken wie die Zierkarpfen. In der Pflege sind sie ebenfalls deutlich anspruchsloser als Koi, deshalb sind Shubunkin auch für Anfänger geeignet. Günstig ist auch der Anschaffungspreis, zumindest von Jungtieren. Kleine Exemplare (4 bis 7 cm) bekommt man schon ab 1 €, 20 bis 25 cm lange Shubunkin kosten etwa 30 Euro. Alles in allem sind sie sehr zu empfehlen für Teichbesitzer, die etwas Besonderes in ihrem Gewässer wünschen, aber keine Koi halten möchten. Was es über Kauf, Haltung und Vermehrung der Shubunkin zu wissen gibt, erfahren Sie im nachfolgenden Text.

Steckbrief
  • Shubunkin bedeutet scharlachrot gemusterter Goldfisch
  • Zierteichfisch aus Japan
  • Zweifarbig, typischerweise rot und bläulich-Perlmuttfarben
  • Schwarze Tupfen über der Grundfärbung
  • Imposante Schwanzflosse, kann bis zu 50% der Körperlänge betragen
  • Mehrere Zuchtstandards in verschiedenen Farben
  • London-, Bristol-, Japanischer und Amerikanischer Shubunkin
  • Besonders begehrt ist die blaue Zuchtvariante
  • Im Teich bis zu 30 cm Länge
  • Besondere Eigenschaften im Aussehen werden nur teilweise vererbt
  • Unter den Nachkommen können auch normale Goldfische sein

Kaufen

Der Shubunkin braucht Gesellschaft. Die Fische dürfen nicht einzeln gehalten werden, 5 sollten es mindestens sein, besser mehr. Allerdings sorgen sie meist recht schnell für Nachwuchs, so dass sich das Problem selbst auflöst. Die Fische kann man beim Züchter, im Zooladen oder im Internet kaufen, es werden jede Menge angeboten. Empfehlenswert ist, verschiedene Angebote zu vergleichen, denn es gibt häufig recht große Preisunterschiede. Der Preis ist aber nicht alles. Ein erfahrener Fachmann in der Nähe, der einem im Problemfall weiterhelfen kann, ist mehr wert, als eine Kostenersparnis von ein paar Euros im Markt um die Ecke oder im Internet.
  • Brauchen Gesellschaft – mindestens 5 Shubunkin zusammen
  • Auf gesunde, unverletzte Tiere achten
  • Die Haut darf weder Verletzungen, noch Veränderungen aufweisen
  • Fische direkt vom Züchter werden nur einmal umgesetzt, was deutlich besser für sie ist
  • Bei Fischen im Zoohandel weiß man nie, woher sie kommen, wie oft sie gewechselt haben und wieviel Stress sie ausgesetzt waren

Haltung

Shubunkin brauchen viel Bewegung und Gesellschaft. Sie sollten keinesfalls in einem zu kleinen Teich gehalten werden. Als Grundregel kann man davon ausgehen, dass jeder Fisch mindestens 1 Kubikmeter Wasser (1000L) zur Verfügung haben sollte. Außerdem ist die Tiefe des Teiches oder Beckens ausschlaggebend, zum einen, für kühles Wasser im Sommer und zum anderen für nicht zu kaltes und durchgefrorenes Wasser im Winter. Besonders bei der Überwinterung ist einiges zu beachten, schließlich ist das Ziel, die schönen Fische gesund durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Beim Futter sind Shubunkin recht anspruchslos. Viel muss nicht zugefüttert werden, die Fische versorgen sich recht gut allein.

Das Becken

shubunkin im TeichDie Größe und vor allem die Tiefe sind entscheidend für die Haltung der Shubunkin. Nur bei ausreichender Tiefe können die Temperaturen im Sommer und Winter so eingehalten werden dass sich die Fische wohlfühlen.
  • Becken sollte mindestens 1 m tief sein, besser 1,5 m – wichtig für Überwinterung
  • Wichtig auch für Wassertemperatur, die
  • Die Sonnenstrahlen können nicht bis in die Tiefe durchdringen
  • Ideal ist eine halbschattige bis schattige Lage des Teiches
  • Auch mit Wasserpflanzen wie großblättrigen Seerosen lässt sich die Wasseroberfläche beschatten
  • Wichtig ist eine gute Sauerstoffversorgung – Teichbelüfter oder Umwälzpumpe
  • Vor allem bei sonniger Teichlage wichtig, denn bei steigenden Temperaturen nimmt die Sauerstoffversorgung ab
  • Außerdem gute Wasserqualität
  • Deshalb Filtersystem empfehlenswert, vor allem bei hohem Besatz
  • Gröbere Verunreinigungen von Hand entfernen (Laub, abgestorbene Pflanzenteile, tote Tiere)
Tipp - Die ideale Wassertemperatur beträgt etwa 20°C, auch wenn die Fische kurzzeitig mal bis zu 30°C aushalten können.

Das Futter

Bei einem idealen Becken muss kaum gefüttert werden. Shubunkin ernähren sich von Wasserpflanzen, Pflanzenresten und Kleintieren. Bei einem ausreichend großem Teich versorgen sich die Tiere weitestgehend selbst. Wird reichlich zu gefüttert, vermehren sich die Fische meist stark. Es geht ihnen so gut, dass sie häufig mehrmals Nachwuchs produzieren. Schnell ist der Teich überbevölkert und gerät aus dem Gleichgewicht.
  • Wenn zugefüttert wird, nur hochwertiges Futter verwenden (Flocken-, Granulatfutter oder Futtermischungen für Shubunkin)
  • Weniger ist mehr
  • Nicht genutztes Futter verunreinigt den Teich
  • Füttern bei fallenden Temperaturen einstellen
  • Shubunkin fallen in Winterstarre

Überwinterung

Wenn der Teich tief genug ist, bereitet die Überwinterung in der Regel keine Probleme. Bei entsprechender Tiefe friert der Teich nicht komplett zu und die Fische haben unten genug Platz zum Überleben, vorausgesetzt, es ist genug Sauerstoff vorhanden. Bei hohem Bestand ist es besser, wenn die Teichoberfläche zumindest teilweise offen bleibt, damit der anfallende organische Abfall und die damit einhergehenden Faulgase entweichen können.
  • Eis nicht aufschlagen, da dies die empfindlichen Kiemen schädigen kann
  • Besser vorsorgen und das Zufrieren verhindern
  • Schilf oder ähnliche Pflanzen ansiedeln, durch sie gelangt auch bei einer dichten Eisdecke genug Sauerstoff ins Wasser
  • Günstig ist auch ein Eisfreihalter auf der Teichoberfläche
  • In kalten Wintern kann helfen, eine Plane über den Teich zu legen.
  • Ist der Teich zugefroren, mit kochendem Wasser Loch auftauen
  • Durchlüftersteine sorgen für Sauerstoff
Tipp - Im Winter nicht mit Umwälzpumpe arbeiten, da diese das kalte Wasser von der Oberfläche in die Tiefe transportiert. Die Wassertemperatur im Boden des Beckens darf nicht unter 4°C sinken, sonst wird es für die Shubunkin lebensbedrohlich.

Vermehrung

Shubunkin FischShubunkins sind recht vermehrungsfreudig. Allerdings fressen die Fische auch häufig die Eier oder Jungtiere, die deshalb Schutz benötigen. Am besten werden die frisch geschlüpften Jungen abgefischt und in ein Aquarium umgesetzt. Dort sollten sie verbleiben, bis sie etwa 4 cm groß sind.

Der Shubunkin ist ein Goldfisch und die sind dafür bekannt, dass sie sich stark vermehren. Im April und Mai ist Paarungszeit. Dass es soweit ist, kann man daran erkennen, dass die Männchen kleine weiße Tüpfelchen an den Kiemen und an den Vorderflossen bekommen. Das signalisiert die Paarungsbereitschaft. Sie jagen die Weibchen durch das Wasser, um sie zur Eiablage zu zwingen.
  • Laich sieht aus wie weißliche, silbrig glänzende Raupen. Diese kleben häufig nicht fern der Wasseroberfläche an der Teichfolie oder an Steinen.
  • Jungfische schlüpfen nach ca. 1 Woche
  • Sie sind 1 bis 2 mm groß
  • Jungfische sind fast alle erst einmal dunkel,
  • Es gibt allerdings auch Fische, die sich schon nach wenigen Tagen farblich verändern.
  • Goldfische fressen ihre Jungen, deshalb Jungfische herausfangen und anderweitig unterbringen
  • Alternativ größere Flachwasserzone einrichten und so bepflanzen, dass die jungen Fische gut geschützt sind.
  • Nach 6 bis 12 Monaten haben sie eine passable Größe erreicht
  • Erst in den Teich zurücksetzen, wenn sie etwa 4 cm groß sind
Häufige Fragen

Wie kommt es, dass der Nachwuchs der Shubunkin aussieht, wie von einem normalen Goldfisch?

Das kann passieren, wenn normale Goldfische im Teich leben. Den Shubunkin ist egal, mit wem sie sich paaren. Sie machen keinen Unterschied zwischen den Sorten. Außerdem kann es passieren, dass die ursprüngliche Art wieder durchschlägt. Der Shubunkin ist ja eigentlich nur ein weiterentwickelter Goldfisch. In dem Fall hat er sich rückentwickelt.

Ab wann sind die Fische in der Lage, Nachwuchs zu produzieren?

Goldfischmännchen, zu denen die Chubunkin ja gehören, sind ab dem zweiten Lebensjahr zeugungsfähig. Die Weibchen brauchen ein Jahr länger.