Margeriten schneiden und richtig überwintern

Rosa MargeritenMargeriten sind je nach Art kurzlebige oder ausdauernde sowie krautige Stauden, die zu den Korbblütlern gehören. Ihre langen, kahlen Stängel können bis zu einem Meter hoch werden. Die im Garten oder Kübel kultivierten Arten wachsen in der Regel strauchartig. Zudem gibt es Margeriten als Hochstämmchen, die ebenfalls im Kübel gehalten werden. Einige Arten sind ausreichend winterhart, sodass sie draußen überwintern können, die meisten sind jedoch sehr frostempfindlich, sodass sie frostfrei überwintert werden müssen. Die einfachen oder gefüllten Blüten sind meist weiß, mittlerweile aber auch gelb, rot oder rosafarben.

Kurzer Steckbrief:
  • Margerite gehört zu den Korbblütengewächsen.
  • Sie ist eine typische Wiesenblume.
  • Sie erreicht je nach Art Wuchshöhen zwischen 20 und 100 cm.
  • Wächst strauchartig oder als Hochstamm.
  • Ihr Wuchs ist aufrecht.
  • Blütezeit je nach Art von Mai bis Oktober.
  • Blüten meist weiß, seltener auch gelb, rot oder rosafarben.
  • Blätter sind zungenförmig, wechselständig, gelappt oder grob gezahnt.

Ausgepflanzte winterharte Margeriten schneiden

Um sich so lange wie möglich an den strahlenden Blüten der Margerite erfreuen zu können, benötigt sie zum einen ausreichend Wasser und Nährstoffe aber auch der richtige Schnitt ist ein wichtiger Teil der Pflege. Zunächst sollte man verwelkte Pflanzenteile regelmäßig entfernen, diese sind nicht nur optisch unansehnlich, sie entziehen der Pflanze auch unnötig Kraft. Das kann teilweise einmal wöchentlich erforderlich werden.

Margeriten-WieseDanach zeigen sich relativ schnell neue Blattaustriebe, die auch wieder neue Blüten treiben. Die vertrockneten Blütenstände werden mit einer möglichst scharfen Schere unterhalb des Blütenkelchs abgeschnitten. Vertrocknete Blätter können einfach von der Pflanze abgezupft werden. Lässt der Blütenflor etwa ab August nach, kann man die Pflanzen um 3-5 cm einkürzen, wonach die Margerite neue Blütenansätze entwickelt. Verkahlen die Margeriten, können sie bereits nach der ersten Hauptblüte im Juli um etwa ein Drittel zurückgeschnitten werden.

Im Herbst, vor der den ersten Frösten, sollte bei der winterharten Gartenmargerite der Hauptschnitt erfolgen. Dabei werden die Stängel etwa eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten. Über den Winter zieht sich die Pflanze dann in die Erde zurück und treibt im Frühjahr wieder aus.

Margeriten im Kübel verschneiden

Strauchmargeriten im Kübel sollte man vor der Überwinterung möglichst nicht verschneiden, weil sie dann stark dazu neigen, zu vertrocknen. Sie sollten besser im Frühjahr, wenn sie wieder nach draußen können, etwa um ein Drittel eingekürzt werden.

Bei Margeriten-Stämmchen, die in der Regel auch im Kübel gehalten werden, sollte der Hauptschnitt im Herbst, am besten direkt vor der Überwinterung, vorgenommen werden. Dabei wird die Pflanze nicht komplett zurückgeschnitten, sondern die Triebe nur etwa um ein Drittel eingekürzt.

Wenn die Pflanze im Frühjahr wieder nach draußen gestellt werden kann, sollte nochmals ein Korrekturschnitt erfolgen, indem man alle nach innen wachsenden Zweige sowie störende und aus der Form geratene Triebe entfernt. Dann können sie in ein frostfreies aber trotz allem


kühles und helles Winterquartier umziehen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermeiden werden, da sie eine vorzeitige Blüte zur Folge hätte.

  Es ist empfehlenswert, vor allem junge Pflanzen öfter zu verschneiden, sodass sie dichter und buschiger wachsen. Man schneidet sie mindestens 6 cm über der verholzten Strauchkrone zurück.

Margeriten überwintern

Pflanzen auf die Überwinterung vorbereiten
  • Weisse MargeritenBereits Ende August/Anfang September das Düngen komplett einstellen.
  • So können die Triebe bis zum ersten Frost noch auszureifen.
  • Vor dem Umzug ins Winterquartier die Pflanzen etwas zurückschneiden.
  • Ein stärkerer Rückschnitt ist nicht empfehlenswert.
  • Diesen sollte man lieber auf das Frühjahr verschieben.
  • Die Pflanzen gründlich ausputzen.
  • Dazu alle vertrockneten Blätter, Pflanzenteile und Samenstände entfernen.
  • Auch verletzte und kranke Teile der Pflanze sollten komplett entfernt werden.
  • Die Margerite intensiv auf einen möglichen Schädlingsbefall kontrollieren.
  • Liegt ein Befall vor, diesen vor dem Umzug ins Winterquartier beseitigen.

Im Garten überwintern

Arten, die ausreichend winterhart sind, benötigen in der Regel im Winter keinen zusätzlichen Schutz. In besonders kalten Lagen ist es trotz allem sinnvoll die Margerite mit Tannenreisig, einem Jutesack, einem Gartenvlies oder einer Schicht trockenem Laub abzudecken, um sie auch vor besonders strengen Frösten zu schützen.

Bei im Garten ausgepflanzten winterharten Exemplaren sollte man besonders darauf achten, dass sie im Winter nicht vernässen, das überstehen die Margeriten in der Regel nicht. Natürlich dürfen sie während dieser Zeit auch nicht vertrocknen.

Möchte man nicht winterharte, im Garten ausgepflanzte Margeriten sicher über den Winter bringen, kann man diese problemlos vor dem ersten Frost ausgraben, in einen Topf oder Kübel pflanzen und in einem frostfreien Quartier überwintern.

  Um die im Garten ausgepflanzte Margerite von vorneherein vor strengen Frösten zu schützen, ist es sinnvoll sie bereits an einen geschützten Standort zu pflanzen, möglichst in der Nähe einer Hauswand.

Überwinterung im Kübel

Nach dem Rückschnitt im Herbst, um etwa ein Drittel oder maximal die Hälfte, muss die Margerite nicht sofort in ihr Winterquartier umziehen. Ganz im Gegenteil, Margeriten im Kübel sollten so lange wie möglich draußen bleiben. Sobald sich die ersten Nachtfröste ankündigen, was bis in den Spätherbst hinein dauern kann, können Margeriten draußen stehen.

Hat sich der erste Nachtfrost angekündigt, können die Kübelpflanzen trotz allem tagsüber draußen stehen und sollten dann vorsichtshalber abends immer ins Haus geholt werden, wo sie vor Frost geschützt sind. Je nach Witterung holt man sie dann etwa Mitte/Ende Oktober endgültig

ins Winterquartier. Dort sollte die Margerite hell aber nicht in voller Sonne stehen. Zudem sollte für ausreichend frische Luft gesorgt werden, um einem Pilzbefall vorzubeugen und die Temperaturen sollten nicht unter 5 Grad fallen aber auch nicht über 15 Grad ansteigen.

Margeriten-Hochstamm überwintern

Auch das Margeritenbäumchen sollte vor dem Umzug ins Winterquartier noch verschnitten werden. Wie auch bei der Strauchmargerite schneidet man zunächst alle verdorrten und teilweise verdorrten Blüten ab. Dann werden alle Blütentriebe, an denen Blüten saßen, bis zum Stammtrieb abgeschnitten.
Stammtrieb und Blühtriebe unterscheiden sich durch ihre Stärke, denn der Stammtrieb ist etwas dicker und in der Regel

auch stabiler als ein Blühtrieb. Alle anderen Triebe werden maximal um die Hälfte eingekürzt. Dieser Rückschnitt ist wichtig, um die Wasserverdunstung während der Überwinterung so gering wie möglich zu halten.

Die Überwinterung des Margeritenbäumchens sollte ebenso wie bei anderen Kübelpflanzen auch, vor allem hell und kühl sein, mit Temperaturen zwischen 5 und 12 Grad. Ebenso wie bei der Strauchmargerite sollte auch hier direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden und eine gute Luftzirkulation und eine hohe Luftfeuchtigkeit gewährleistet sein.

Das richtige Winterquartier

  • Margeriten umtopfenNicht jede Räumlichkeit eignet sich als Winterquartier für diese Pflanzen.
  • Kellerräume, Dachböden ohne Fenster oder Garagen sind gänzlich ungeeignet.
  • Diese Räumlichkeiten sind als Winterquartier zu dunkel.
  • Dort würde die Margerite lange, dünne und hellgrüne Triebe bilden.
  • Derartige Triebe sollten unbedingt immer abgeschnitten werden.
  • Auch ein Platz auf der Fensterbank ist kein geeigneter Platz zum Überwintern.
  • Das Gleiche gilt fürs Wohnzimmer, das ist einfach zu warm.
  • Für die Überwinterung benötigt die Margerite einen frostfreien Raum.
  • Zum Beispiel ein leicht beheizbares Gewächshaus oder ein ungeheizter Wintergarten.
  • Ein Platz im Treppenhaus in der Nähe eines Fensters ist ebenfalls geeignet.
  • Auch ein nicht beheiztes Schlafzimmer kann zur Überwinterung genutzt werden.

Pflege im Winterquartier

Nach dem Umzug ins Winterquartier sollte man sowohl die strauchig wachsenden Arten als auch das Stämmchen so lange trocken halten, bis sie ihr komplettes Laub verloren haben. Bleiben die Blätter auf dem Substrat liegen, könnte es während der Überwinterung zu Fäulnis kommen.

Der Wasserbedarf im Winter ist aufgrund dessen, dass die Pflanze das Wachstum während dieser Zeit nahezu einstellt, entsprechend gering. Dementsprechend sollte nur sehr wenig gegossen werden und immer nur so viel, dass das Substrat nicht komplett austrocknet. Das kann je nach Winterquartier einmal alle zwei Wochen oder einmal im Monat sein. Grundsätzlich gilt, je kälter das Winterquartier, desto weniger muss gegossen werden.

Solange das Substrat noch etwas feucht ist, sollte nicht gegossen werden. Erst im Frühjahr, wenn sich der neue Austrieb zeigt, wird wieder etwas mehr gegossen. Neben gelegentlichem, mäßigem Gießen sollte man die Margerite auch ab und zu mit handwarmem Wasser besprühen.

Was auch zur Pflege gehört, ist die regelmäßige, gründliche Schädlingskontrolle, denn gerade im Winter sind die Pflanzen aufgrund der veränderten Licht- und Temperaturverhältnisse besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Auch während der Überwinterung welkende oder abgefallene Blätter sollten auf einen Schädlingsbefall kontrolliert und immer entfernt werden.

  Wenn möglich sollte man die Margerite während der Überwinterung ausschließlich mit Weichem, Kalkfreien, also mit Regenwasser gießen. Treibt die Pflanze während der Überwinterung aus, liegt das an zu viel Feuchtigkeit. Demzufolge muss die Gießmenge noch weiter reduziert werden.

Margeriten zwischen Winter und Frühjahr

Beim Überwintern der Margerite kann natürlich auch einiges schiefgehen. So kann die Pflanze beispielsweise durch zu starkes Gießen an Fäulnis eingehen oder zu früh austreiben oder sie vertrocknet, weil zu wenig oder gar nicht gegossen wurde. Nichtsdestotrotz ist auch der längste Winter irgendwann vorbei und die Margeriten können bald wieder nach draußen.

Allerdings sollte man sie erst langsam an die wärmeren Temperaturen gewöhnen und nicht zu schnell nach draußen stellen. Ab März können sie an einen etwas wärmeren und helleren Platz ohne direkte Sonne gestellt, wieder etwas mehr gegossen und erstmals wieder gedüngt werden. Aber auch jetzt sollte man sowohl das Gießen als auch das Düngen nicht übertreiben, denn sonst treiben die Pflanzen zu schnell aus. Ins Freie kann die Margerite dann ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.

Häufig gestellte Fragen

Ist es normal, wenn das Laub während der Überwinterung braun wird?
Dass das Laub braun wird und vertrocknet, ist ganz normal, das gehört zum Überwitterungsprozess. Wichtig ist, dass man die abgefallenen Blätter nicht auf dem Substrat liegen lässt, sondern immer wieder entfernt, ansonsten kann dies u.a. einen Pilzbefall begünstigen. Wichtig ist, dass die Pflanze jetzt nicht zu warm steht.

Kann ein Margeriten-Hochstamm draußen überwintern?
In der Regel sind Margeriten Saisonpflanzen, d.h., dass man sie immer wieder neu kaufen muss. Gerade das Margeritenstämmchen ist sehr frostempfindlich, sodass es im Winter nicht draußen bleiben kann und unbedingt frostfrei überwintert werden muss, beispielsweise in einem unbeheizten Wintergarten oder einem frostfreien Gewächshaus. Zuvor muss alles Verwelkte und Abgestorbene entfernt und die Pflanze um etwa ein Drittel zurückgeschnitten werden.