NPK-Dünger - Zusammensetzung, Preise und Anwendung


Rasen düngenNPK bedeutet nichts anderes, als Stickstoff, Phosphor und Kalium. Es sind die drei Hauptbestandteile von Voll- oder Mehrstoffdünger. Dieser wird von fast allen Pflanzen benötigt, allerdings in unterschiedlicher Menge, weshalb es auch so viele verschiede NPK-Dünger gibt. Für viele Gartenbesitzer ist Düngen ein großes Mysterium, dabei ist es gar nicht kompliziert. Wichtig ist, nicht zu viel zu düngen, weshalb organische Dünger eine bessere Wahl sind, aber auch sie haben nicht nur Vorteile. Wie NPK-Dünger zusammengesetzt sind, wie sie angewendet werden und was sie kosten, haben wir für sie zusammengetragen. Lesen Sie weiter!

NPK-Dünger – Zusammensetzung
Die Konzentration eines Düngers wird inzwischen immer in dieser Reihenfolge angegeben. Es folgt eine Zahlenangabe, der man entnehmen kann, in welcher Konzentration der jeweilige Dünger enthalten ist. NPK-Dünger ist ein so genannter Volldünger.  
N – Stickstoff
P – Phosphor
K – Kalium
Diese Nährstoffe werden in größerer Menge benötigt, als alle anderen, die noch enthalten sein können. Es gibt feste und flüssige NPK-Dünger. Neben den drei eben aufgeführten Hauptnährstoffen, benötigen Pflanzen für das Wachstum und die Bildung von Biomasse noch weitere wichtige Nährstoffe, z.B. Kalzium, Magnesium, Schwefel sowie Spurenelemente wie Kupfer, Zink, Eisen usw. Diese Stoffe kommen aber nur in untergeordneter Menge vor.

Wozu werden die Nährstoffe benötigt?

Stickstoff
  • Wird besonders für das vegetative und generative Wachstum gebraucht.
  • Der für das Wachstum verantwortliche grüne Farbstoff wird ohne nur unzureichend gebildet
  • Ohne Stickstoff können Proteine und viele Vitamine nicht gebildet werden.
  • Mangelversorgung lässt die Pflanzen nur spärlich wachsen
  • Verlangsamtes Wachstum der Seitensprossen
  • Blätter, Stängel und Früchte sind kleiner
  • Blätter oft heller oder sogar gelblich
  • Bei akutem Mangel vertrocknen die Blätter und fallen ab
  • Schränkt Fruchtbildung ein, reduziert den Ertrag und die Qualität
  • Kann zum kompletten Absterben der Pflanze führen
  • Überversorgung lässt sie dagegen ins Kraut schießen. Die Stängel sind dünn und kraftlos, die ganze Pflanze wirkt schwach.
Phosphor
  • Verantwortlich für Blüten- und Fruchtbildung
  • Fördert Spross- und Wurzelbildung
  • Wichtig für die Bildung von Chlorophyll
  • Fördert die Winterhärte
  • Beschleunigt ihre Entwicklung und Reifung
  • Stimuliert die Fruchtbildung
  • Gut für das Wurzelwachstum
  • Erhöht die Dürreresistenz
  • Mangel verzögert Wachstum und Reifung der Pflanze
  • Reduziert Erträge und Qualität
  • Zu erkennen an Blättern – an den Rändern und später über das gesamte Blatt verteilt blau grüne bis grau-grüne, violette oder rot-violette Färbungen
Kalium
  • Stärkt die Widerstandskraft der Pflanze durch Stärkung der Zellwände
  • Erhöht die Frost- und Dürreresistenz
  • Sorgt für allgemeines Wohlbefinden
  • Regt den Pflanzenstoffwechsel an
  • Hält die erforderliche Wasserbalance der Pflanzen
  • Reduziert Krankheitsanfälligkeit
  • Mangel hemmt die Entwicklung von Früchten, Knospen und Blütenknospen
  • Blattränder werden braun, Ränder und Spitzen wirken wie angebrannt

Welche NPK-Düngemittel gibt es?

Unterschieden werden:
  • Organische NPK-Dünger
  • Mineralische NPK-Dünger
  • Organisch-mineralische NPK-Dünger
Sie können nach der Zusammensetzung sehr unterschiedlich sein, je nachdem, was mit dem Dünger erreicht werden soll. Das Mischungsverhältnis ist immer ausschlaggebend.

  Um zu wissen, ob Nährstoffe im Boden enthalten sind und wie viele, ist eine Bodenanalyse sinnvoll. Man nimmt eine Bodenprobe und schickt sie ein. Man erfährt genau, wie der Boden beschaffen ist. Wie man das richtig macht, erfahren Sie unter: www.raiffeisenservice.de/bodenprobe.htm. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wo man die Proben untersuchen


lassen kann, z.B. in einem Gartencenter (vor allem im Frühjahr), im Wertstoffhof der Gemeinde oder dem Bauhof (an bestimmten Tagen im Frühjahr oder Herbst) oder in zahlreichen Labors von Forschungsinstituten, Landwirtschaftskammern oder dem Raiffeisenservice.

Gefahren

Der Dünger darf nicht auf die Blätter und das Wurzelwerk gegeben werden, sonst kann es zu Verbrennungen und bei der Wurzel zur Übersäuerung kommen. Nicht bei Sonnenschein ausbringen, sonst kann gleiches passieren. Bei zu massiver Düngung kommt es zu einer Überdüngung des Bodens. Viele Pflanzen bzw. deren Wurzeln vertragen das nicht.
  • Nicht auf Blätter und Wurzelwerk
  • Nicht bei Sonne und großer Hitze düngen
  • Nicht zu viel düngen, vor allem bei mineralischen Düngern

Vorteile

Wenn die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe zu den jeweiligen Pflanzen passt, gibt es zahlreiche Vorteile, vorausgesetzt, es wird exakt dosiert.
  • Dient zur Grundversorgung von PflanzenRasendünger
  • Erträge und Blüten- und Fruchtbildung werden gesteigert
  • Mineralischer Dünger steht den Pflanzen sofort zur Verfügung, muss nicht umgewandelt werden
  • Einfache Handhabung
  • Einmalige Düngeranwendung möglich
  • Optimale Verhältnisse der Nährstoffe

Nachteile

Ein großer Nachteil ist, dass sich das Verhältnis der enthaltenen Nährstoffe von dem der benötigten unterscheidet. Nicht alle Pflanzen haben die gleichen Ansprüche. Man ist also recht häufig gezwungen, entweder einen Teil der Erträge zu opfern oder in Kauf zu nehmen, dass zu viele Nährstoffe eingebracht werden.
  • Nachteile meist bei Überdüngung
  • Die Energieleistung zur Herstellung, besonders bei mineralischen Düngern ist recht hoch
  • Je nach Sorte und Hersteller recht teuer

Anwendung NPK-Dünger

Das Gute an fertig gemischtem NPK-Dünger ist, dass schon mehrere Nährstoffe in verschiedener Konzentration vorliegen. Egal ob im flüssigen Dünger oder in den Düngekörnern, sie lassen sich gut und gleichmäßig über die gewünschte Fläche verteilen. Die Nährstoffe liegen in hoch wasserlöslichen Formen vor. Das sichert eine schnelle Pflanzenverfügbarkeit. Besonders sinnvoll ist Volldünger also im Frühjahr. Die Nährstoffverfügbarkeit im Boden wird durch Kälte und Nässe im Winter stark eingeschränkt. Den Pflanzen stehen, wenn auch nur vorübergehend, nicht alle Nährstoffe zur Verfügung. Zudem haben die Gewächse am Vegetationsbeginn auch eine geringere Wurzelmasse. Sie haben wenig Boden erschlossen und verfügen nur über ein geringes Nahrungsangebot. Diese Mangelsituationen können mit Voll- oder NPK-Dünger schnell abgestellt werden. Sie verschaffen den Pflanzen einen Wachstumsvorsprung.
  • Wichtig ist der Termin der Anwendung.
  • Die meisten Pflanzen werden im Frühjahr erstmalig mit Nährstoffen versorgt – Startdüngung
  • Bei Langzeitdüngern reicht dann meist eine Nachdüngung im Juni.
  • Normaler NPK-Dünger wirkt nicht so lange, es muss früher und öfter nachgedüngt werden.

  Nicht zu spät düngen. Die meisten Pflanzen werden

Anfang Juli letztmalig gedüngt. Das ist wichtig, damit der Neuzuwachs vor dem Winter noch ausreifen kann. So werden Erfrierungen vermieden. Wenn später gedüngt wird, dann mit Kalidünger, der die Winterhärte und Widerstandskraft der Pflanzen stärkt. Viele lehnen diese Düngung als überflüssig ab, ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, gerade bei Sommerflieder, Hibiskus, Hortensien und Rosen.

Beispiele, wann gedüngt wird
  • RasenRasen – März/April, Juni und August/September
  • Obstgehölze und Beerensträucher – März/April
  • Rosen und Stauden – März/April und Juli/August
  • Erdbeeren – April

    und Juli/August
  • Balkon- und Kübelpflanzen – von Mai bis September
  • Tomate, Kürbis, Gurke, Zucchini – Mai und Juli
  • Rhododendron, Heide, Azaleen – März und Juni
  • Koniferen und Tannen März/April
  • Kletterpflanzen – März/April

  Nie auf den trockenen Wurzelballen Düngen, das kann zu schweren Verbrennungen führen. Kunstdünger niemals überdosieren!!!


  • Wichtig bei der Anwendung ist, sich an die Angaben des Herstellers zu halten. Die Menge sollte exakt abgemessen werden.
  • Einfacher ist das Ausbringen von Flüssigdünger. Dieser wird einfach dem Gießwasser beigegeben und beim Gießen mit verteilt.
  • Rasendünger mit dem Düngewagen verteilen, das wird gleichmäßiger.
  • Möglichst nicht über die Blätter gießen, sondern auf den Boden um die Wurzel herum.
  • Düngerkörner werden ausgewogen. Diese Mühe sollte man sich machen, um eine Überdüngung zu vermeiden.
  • Die Körner werden auf die Erde um den Stielansatz verteilt und vorsichtig in den Boden eingearbeitet.
  • Wichtig ist, die Wurzeln, die oft sehr nah an der Oberfläche verlaufen, nicht zu beschädigen.
  • Günstig nach der Verabreichung der Düngekörner ist das Wässern.
  • Ich dünge immer erst, wenn Regen angesagt ist, so spare ich mir das Gießen danach.

Preise NPK-Dünger

Es gibt enorm viele verschieden NPK-Dünger auf dem Markt. Als Kunde ist man oft überfordert. Leider sind es auch viele Verkäufer. Besser ist, man informiert sich vorher und weiß, was genau man haben will. Der teuerste Dünger ist nicht automatisch der Beste, genauso wie Dünger aus dem Discounter nicht  unbedingt schlecht sein muss. Wenn man mal beides nebeneinander versucht, zeigen sich nicht immer Unterschiede. Dünger ist lange haltbar. Oft lohnt es sich, einen größeren Posten zu kaufen, da der Kilopreis dadurch deutlich geringer ausfällt. Man kann den Dünger aufbewahren, oder man teilt sich mit Nachbarn, Kollegen, Freunden, Familie rein.

Rasen düngenSo habe ich einen NPK-Dünger gefunden (15+15+15), da kosten 25 kg 21,45 Euro. Er war besonders für Rasen empfohlen. Da kommt man eine Weile mit hin. Grundsätzlich lohnt ein Preisvergleich, wenn sich einem Laien die Unterschiede in der Qualität auch oft nicht erschließen. Am besten, man sucht vor dem Kauf nach Erfahrungswerten anderer Nutzer, das ist ja, dem World Wide Web sei Dank nicht schwierig.

Für Rasen gibt es besonders viel Auswahl an NPK-Düngern.
  • Rasendünger (12-12-17) 25 Kg auch für 25 Euro erhältlich. Ich habe sogar Preise von unter 20 Euro gefunden, aber auch von 50 Euro, dann vom Markenhersteller. Das ist aber immer noch deutlich weniger, als wenn man das 3kg Paket kauft. Das kostet etwa 12 Euro. Bei 25 kg wären das 100 Euro.
  • Ein gutes Beispiel für NPK-Dünger unter: www.unkrautvernichter-shop.de/NPK-Duenger-13916-47-Vollduenger-25-kg.html. Nicht nur der Preis ist gut, es ist unten in der Tabelle auch aufgeführt, wie viele Nährstoffe die einzelnen Pflanzen benötigen. Die benötigte Düngermenge muss zwar noch berechnet werden, aber das ist einfach.
  • Organischer NPK-Dünger – z.B. Neudorff Baum-, Strauch- und Heckendünger – 5 kg etwa 15 Euro
  • Fast alle organischen Dünger liegen beim Kilopreis zwischen 3 und 5 Euro.

Häufige Fragen

Ist es nicht effektiver, Einzeldünger zu verwenden und diese genau zu dosieren?
NPK-Dünger machen es dem Verbraucher einfach. Er hat weniger Arbeit. Oft reichen zwei Düngungen im Jahr und dabei wird auch möglichst noch das Unkraut vernichtet. Das hat oft zur Folge, das die Kosten steigen. Wer rechnen muss, ist oft besser dran, die Dünger einzeln zu erwerben. Allerdings gibt es meist nur große Packungen, also 25 Kilosäcke und noch größere. Man muss also Platz zum Lagern haben (frostfrei und trocken) oder Leute, die teilen.

Welche Konzentration ist bei den NPK-Düngern am günstigsten?
Das kann man nicht pauschal beantworten: Das kommt auf die Pflanzen an, die behandelt werden sollen. Allgemein gesagt, kann man diese Werte als Grundlage nehmen:
  • Grünpflanzen – 7-3-6, 14-8-20, 15-5-20 Bei den höheren Werten wird weniger Dünger benötigt
  • Blühpflanzen – 7-8-6, 6-8-7, 8-8-8-
Wie kann man einen NPK-Dünger selbst herstellen?
Unter www.conatex.com/mediapool/betriebsanleitungen/BAD_2022407.pdf wird das sehr gut und verständlich beschrieben. Es ist für Schüler der 8 bis 10 Klasse gedacht und lässt sich gut nachvollziehen. Allerdings benötigt man etwas Zeit, denn der Text ist recht umfangreich.