Buchenhecke pflanzen - Zeitpunkt, Pflanzabstand & Co

BuchenheckeBuchen sind beliebte Heckenpflanzen. Geeignet sind sowohl Rot-, als auch Hainbuchen. Hainbuchen sieht man öfter, die Pflanzen sind etwas härter im Nehmen und kommen auch mit ungünstigen Standorten und Böden besser klar. Ein Nachteil der Buchenhecken ist, dass sie im Herbst doch Laub verlieren, obwohl sie häufig als ganzjährig blickdicht angeboten werden. Zwar bleibt einiges Laub haften, aber man kann trotzdem durchblicken. Ansonsten gehört auch der Schnitt zu den Schwachstellen der Gehölze. Beide wachsen recht stark und müssen mindestens einmal, besser zweimal pro Jahr geschnitten werden. Gepflanzt werden kann die Hecke recht leicht, wenn man sich an ein paar Regeln hält.

Steckbrief zu den Buchenpflanzen

Rotbuche (Fagus sylvatica)
  • Gattung der Buchen
  • Rötliche Färbung des Holzes (Name)
  • Einzige in Mitteleuropa heimische Buche
  • Bis 30 m hoch, bis 2 m Stammdurchmesser
  • Flachwurzler
  • Erster Austrieb zwischen April und Mai
  • Blüht ab einem Alter von 30 bis 50 Jahren
  • Bildet Bucheckern
  • Es existieren zahlreiche Zierformen
  • Sehr windbeständig
  • Benötigen recht viel Wasser
Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Gattung der Hainbuchen
  • Familie der Birkengewächse
  • Nicht näher verwandt mit Rotbuche
  • Bis 25 m hoch, bis 1 m Stammdurchmesser
  • Bildet tiefe Herzwurzeln
  • Erster Austrieb im Mai
  • Leuchtend gelbe Herbstfärbung
  • Bildet kleine Nüsse

Buchenhecke pflanzen

Steckbrief zur BucheEine Buchenhecke ist nicht schwierig zu pflanzen. Bei einer langen Hecke kann es aber dauern. Gute Vorbereitung ist hilfreich. Wichtig sind gesunde Pflanzen, ein passender Standort und entsprechendes Pflanzsubstrat. Gepflanzt wird am besten im Herbst, an einem windstillen und bedeckten Tag. Wind und Sonne bedeuten Stress für die frisch gesetzten Gehölze. Zu bedenken sind die Pflanzabstände zu den Nachbarn, bzw. zur Straße oder zum Fußweg. Beim Standort sind sowohl Rot- als auch Hainbuchen nicht sehr anspruchsvoll. Rotbuchen haben ihren Fuß nur gern im Schatten. Hainbuchen haben auch recht wenige Wünsche an den Boden. Rotbuchen sind etwas anspruchsvoller. Beim Pflanzen selbst ist eine gute Bodenvorbereitung empfehlenswert, am besten schon Monate vor der Pflanzung. Hilfreich ist dann, eine Schnur zu spannen, damit die Hecke auch gerade wird. Die Gehölze müssen ausreichend gewässert werden. Die Wurzeln sollen sich richtig vollsaugen.

Tipp - Keinesfalls die beiden Gehölze bei der Heckenpflanzung mischen. Die Rotbuche wächst stärker und würde die Hainbuche deutlich verdrängen. Auch die Wurzeln passen nicht gut zusammen.

Auswahl der Pflanzen

Für eine Heckenpflanzung werden am besten Pflanzen ohne Ballen verwendet: Wurzelnackte Buchen sind deutlich preiswerter und ebenso gut wie solche im Container. Allerdings müssen sie nach dem Kauf möglichst schnell in die Erde gebracht werden. Die Pflanzen sind in der Regel etwa 60 cm hoch und werden ohne Laub geliefert. Der Anblick ist nicht toll, aber der ist auch nicht entscheidend. Wichtig ist, dass keine Verletzungen zu erkennen sind. Bis zum Pflanzen müssen die Gehölze feucht gehalten werden, auch solche im Container. Außerdem sollten sie geschützt aufbewahrt werden und bei Plustemperaturen. Geheizte Räume sind aber ungeeignet. Günstig ist ein unbeheizter Schuppen.
  • Am günstigsten sind wurzelnackte Buchen
  • Containerpflanzen sind ebenfalls geeignet, nur teurer
  • Nur unbeschädigte Ware kaufen

Geeigneter Standort

Hainbuchen sind recht anspruchslos, was den perfekten
  • Beide vertragen Sonne, Halbschatten oder gar Schatten
  • Für Rotbuchen ist ein beschatteter Boden empfehlenswert. Die „Köpfe“ können ruhig in die Sonne ragen.
  • Tiefer Schatten ist für beide Arten ungünstig

Pflanzsubstrat

Buchenhecke schneidenHainbuchen sind anspruchslos, was das Pflanzsubstrat betrifft. Rotbuchen sind da deutlich anspruchsvoller. Allerdings sollte der Boden frühzeitig auf die Pflanzung vorbereitet werden, am besten schon Monate zuvor. Er wird umgegraben. Dabei kann Kompost oder auch Pferdemist eingearbeitet werden. Wird kurze Zeit später gepflanzt, keine Nährstoffe einarbeiten!

Hainbuche
  • Normale Gartenböden
  • Humus- und nährstoffreich
  • Kann neutral, sauer oder kalkhaltig sein
  • Verträgt recht trockene Substrate
  • Feuchte (nicht nasse) Böden und hohe Grundwasserstände sind kein Problem
  • Keine verdichteten Böden
Rotbuche
  • Lockerer, durchlässiger, etwas feuchter Boden
  • Ideal ist, wenn er etwas kalkhaltig und nährstoffreich ist
  • Kommt auch mit schwach sauren und wenig nährstoffreichen Böden klar
  • Lehmanteil im Unterboden ist günstig
  • Kein toniger Boden
  • Staunässe wird nicht vertragen, auch keine Schwankungen des Grundwasserspiegels

Pflanzabstände

zu Nachbarn
Um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden, müssen die Pflanzabstände zur Grundstücksgrenze eingehalten werden. In jedem Bundesland sind Grenzen für die Bepflanzung festgelegt. Die Stadt- oder Gemeindeverwaltung ist ein Ansprechpartner, wenn man nicht weiß, wie diese Abstände genau lauten.

Pflanzabstände zu Nachbarn unbedingt einhalten, das spart Ärger.

Pflanzabstand
Beim Pflanzabstand ist entscheidend, ob man die Gehölze in einer Reihe oder in einer gestaffelten Doppelreihe setzt. Bei der Reihenpflanzung werden 2 bis 4 Buchen genutzt, bei der Doppelreihe 4 bis 6, bei sehr kleinen Pflanzen auch bis zu 7.
  • Pro Meter 2 bis 4 Pflanzen bei einer Pflanzreihe
  • Bis zu 7 Pflanzen bei gestaffelter Doppelreihe

Pflanzzeit

Die beste Zeit, um eine Buchenhecke zu pflanzen ist der Herbst. Vor dem ersten Frost sollte die Arbeit getan werden. Ideal ist die Zeit von Mitte Oktober bis Ende November. Im Frühjahr können die Heckenpflanzen so gleich richtig durchstarten. Alternativ ist auch eine Pflanzung im Frühjahr möglich, dann im März oder April. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Boden frostfrei ist. Außerdem sollte an einem windstillen und bedeckten Tag gepflanzt werden.
  • Beste Pflanzzeit Herbst – Mitte Oktober bis Ende November
  • Alternativ Frühjahr – März/April

Das Pflanzen

Buchenhecke im HerbstDas Pflanzen erfordert eine gute Vorbereitung. Das betrifft nicht nur den Boden,
  • Boden auflockern, am besten großflächig und ordentlich tief
  • Bei schweren Böden eine Drainage einbringen, den Staunässe ist unbedingt zu vermeiden!
  • Damit die Hecke gerade gepflanzt wird, ist es sinnvoll, eine Schnur zu spannen, an welcher entlang die Pflanzlöcher ausgehoben werden.
  • Besser als einzelne Pflanzlöcher ist ein Pflanzgraben. Dieser sollte einen halben
  • Das Pflanzloch muss doppelt so breit und tief sein, wie der Wurzelballen der Buche.
  • Reichlich Wasser in das Pflanzlich bzw. den Graben lassen
  • Wurzelballen in Wasser stellen, damit er sich richtig vollsaugen kann
  • Wurzeln und Triebe etwas einkürzen
  • Rotbuchen nicht zu tief pflanzen, sie sind Flachwurzler
  • Löcher bzw. Graben mit dem Aushub auffüllen und leicht andrücken
  • Gut wässern (einschlämmen), unterirdische Hohlräume müssen verschwinden
Tipp - Günstig ist, einen kleinen Hügel genau an der Pflanzstelle zu bilden, auf welchen die Wurzel gestellt wird. So können alle Wurzeln fein säuberlich ringsherum drapiert werden. So werden sie gut vor Beschädigungen und Knicken bewahrt.

Tipp - Wenn alles Wasser abgelaufen ist, empfiehlt sich bei der Herbstpflanzung den Boden um das Stämmchen der Buche zu mulchen. Der Mulch schützt die Wurzel, verhindert das schnelle Austrocknen des Bodens und unterdrückt Unkraut. Geeignet ist Rindenmulch, aber es können auch Blätter oder Rasenschnitt genutzt werden.

Häufige Fragen

Sollte beim Pflanzen gleich Dünger mit ins Pflanzloch gegeben werden?

Bei der Herbstpflanzung wird in der Regel auf Dünger verzichtet. Die Wurzeln sollen erst einmal anwachsen. Es wird dann erst zur Austriebszeit im Frühjahr gedüngt. Wenn der Pflanztermin recht spät liegt und es schon sehr kühl ist, können Hornspäne mit eingearbeitet werden. Bei kalten Temperaturen verarbeiten die Mikroorganismen den Dünger nicht mehr, erst, wenn im Frühjahr die Temperaturen wieder steigen. Der Dünger kommt so zum richtigen Zeitpunkt zur Wirkung.

Sollte die Hecke beim Pflanzen auch gleich geschnitten werden?

Es ist günstig, die zu langen Trieben etwas einzukürzen. Einen richtigen Schnitt muss man nicht durchführen, nur etwas an der Form feilen, damit die Pflanzen in etwa gleiche Größe und Form haben. Sie wachsen ja nicht von Natur aus absolut gleichförmig. Es sollte in einheitliches Bild herauskommen.

Woran liegt es, dass die Hecke nicht anwächst?

Meist ist es fehlendes Wasser, welches zum Absterben der jungen Hecke führt. Sind nur einzelne Pflanzen betroffen, kann es mehrere Gründe geben, beispielsweise kranke Pflanzenware, Schädlinge, Krankheiten, Wildschäden und einige andere. Stirbt die gesamte Hecke, kann das an zu trockenen oder aber dauernassem Boden liegen.