Gemüsegarten

Gurken Jungpflanzen werden braun und gehen ein

Gurken-Jungpflanzen werden braun

Ob im Garten, Gewächshaus oder auf dem Balkon – wo auch immer Sie Gurkenpflanzen anbauen, die anspruchsvollen Gewächse benötigen optimale Pflege. Im schlimmsten Fall werden schon die Gurken-Jungpflanzen braun und gehen ein.

Jungpflanzen gehen ein: Ursachen

Die möglichen Ursachen, dass bereits erst vor kurzem gepflanzte Gurken-Jungpflanzen braun werden und eingehen, lassen sich in aller Regel in der Pflege finden. Denn Gurken sind sehr anspruchsvoll, was dies betrifft. Stimmen Düngergaben und Wassermenge nicht, kann es schnell zum Vertrocknen kommen. Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden:

  • zu wenig Wasser geben
  • zu viel gießen
  • falsche oder zu wenig Nährstoffe verabreichen

Hinweis: Beginnt die Jungpflanze braune Blätter zu bilden, dann ist es in der Regel meist zu spät, um sie noch zu retten.

Optimale Wachstumsbedingungen schaffen

Frisch geerntete Gurken in Hand

Wer eine reichhaltige Gurkenernte wünscht, muss den Pflanzen ein Umfeld bieten, in dem sie sich wohlfühlen. So können Sie einem frühen Absterben bereits von Anfang an vorbeugen.

Auf Bodenbeschaffenheit achten

Die Erde rund um die Gurke muss nicht nur die benötigten Nährstoffe enthalten. Wichtig ist hierbei vor allem ihre Beschaffenheit:

  • locker
  • durchlässig
  • harte lehmige Erde auflockern
  • Sand oder Kies untermengen
  • ideal ist gute Blumenerde aus dem Handel

Färben sich die Blätter braun, können Sie verdichtete Erde rund um Gurken-Jungpflanzen nachträglich noch auflockern. Um das Gemüse eventuell noch zu retten, sollten Sie zudem alle braunen Blätter entfernen.

Boden um Gurkenpflanzen herum auflockern

Hinweis: Ist der Boden zu sehr verdichtet, dann kann die Gurkenpflanze über ihre Wurzeln weder das benötigte Wasser noch die Nährstoffe in ausreichender Menge aufnehmen und vertrocknet. Sorgen Sie deshalb immer für lockeren Boden.

Richtig gießen

Gurken benötigen viel Wasser, um saftige Früchte ausbilden zu können. Doch auch bei den Wassergaben ist Verschiedenes zu beachten:

  • Erde sollte immer feucht sein
  • an heißen Tagen besonders gut wässern
  • in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden
  • bei Topfexemplaren Staunässe vermeiden

Sowohl bei zu trockener Erde als auch bei Staunässe können die Wurzeln nicht mehr genügend Wasser aufnehmen. Denn zu viel Wasser lässt die Wurzeln faulen und die Pflanze vertrocknet.

Gurkenpflanze im Topf

Tipp: Um Staunässe im Topf zu verhindern, legen Sie am besten eine Drainage aus ein paar Zentimetern Blähton sowie einem Vlies an.

Optimal düngen

Gerade jungen Gurkenpflanzen können schnell an einer Wachstumsstörung leiden, wenn sie Blüten oder die ersten Früchte ausbilden. In diesem Fall färben sich Blätter und Triebe aufgrund von Nährstoffmangel schnell braun und die Pflanze stirbt. Das gilt es beim Düngen zu beachten:

  • Gurken sind sogenannte Starkzehrer, d. h. sie benötigen viele Nährstoffe
  • bereits vor dem Pflanzen Kompost und Hornspäne unterheben
  • nach erstem Wachstumsschub nochmal Kompost nachlegen
  • regelmäßig Hornspäne unterheben
  • aufgrund des hohen Salzgehalts auf mineralische Dünger verzichten
Eine Hand voller Hornspäne
Hornspäne versorgen Gurkenpflanzen mit dringend benötigten Nährstoffen.

Pilzkrankheiten vorbeugen

Gurken sind leider sehr anfällig für Pilzkrankheiten jeder Art. Wurde die Pflanze davon befallen, dann ist sie meist nicht mehr zu retten. Daher ist wichtig, die Gurkenpflanzen vor den häufigsten Pilzkrankheiten, etwa Mehltau, effektiv zu schützen. Hier heißt es vor allem vorbeugend zu handeln:

  • resistente Gurkensamen aus dem Handel wählen
  • Pflanzen genügend Platz bieten
  • Blätter dürfen nicht feucht bleiben
  • mit Brennnesseljauche Pflanzen zusätzlich stärken
  • Staunässe und zu hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus vermeiden

Litten die Gurken bereits im Vorjahr an einer Pilzinfektion, ist es ratsam, die gesamte Erde im Gewächshaus oder Gartenbeet auszutauschen. Denn die Pilzsporen überwintern hier.

Falscher Mehltau an Gurkenpflanzen
Falscher Mehltau

Hinweis: Mit Pilzerregern verseuchte Erde, sollten Sie auf keinen Fall wiederverwenden, sondern entsorgen. Kleine Mengen können hierbei in den Restmüll.

Häufig gestellte Fragen

Was kann ich gegen einen Pilzbefall tun?

Wenn die Junggurke bereits von einem Pilzerreger befallen wurde, dann haben Sie meist keine Chance mehr, diese zu retten. Am besten Sie entsorgen sie frühzeitig, damit nicht noch weitere Pflanzen befallen werden. Bedenken Sie bei einem gemeinsamen Beet auch, dass die Erde rund um die befallene Pflanze ebenfalls abtragen wird. Alles, Erde und Pflanze müssen Sie in den Restemüll geben.

Warum werden die Blüten an den Gurkenpflanzen braun?

Werden die Blüten braun, wässern und zeigen sich die braunen Flecken auch auf dem Rest der jungen Gurkenpflanze, dann liegt in den meisten Fällen ein Kalziummangel vor, den Sie mit einer gezielten Düngung beseitigen könne. Ist der pH-Wert des Bodens jedoch normal, dann kann es auch daran liegen, dass im Dünger zu viel Salz enthalten war. Dann sollten Sie schnell handeln, die Erde austauschen und reduzierter düngen.

Muss meine Gurkenpflanze nach oben ranken?

Dass die Pflanzen nach oben ranken können, ist wichtig. Denn bleiben sie auf dem Boden und ranken hier über die Erde, dann faulen sie schnell, die Blätter werden braun und schon die jungen Pflanzen gehen ein. Daher sollten Sie den Jungpflanzen bereits beim Einsetzen eine Rankhilfe anbieten, an denen sie nach oben wachsen können.

Kann ich eine Gurkenpflanze noch retten, wenn falsch gegossen wurde?

Stand die Pflanze zu trocken, sollten Sie sie täglich, zunächst ausgiebiger, danach reduzierter, gießen. Vertrocknete Blätter müssen Sie allerdings entfernen, damit die Pflanze weiterwachsen kann. Leidet eine Gurkenpflanze im Topf dagegen unter Staunässe, dann sollten Sie diese dem Topf entnehmen, sämtliche Erde von den Wurzeln entfernen und die verfaulten Wurzeln abschneiden. Jetzt lassen Sie den Wurzelballen trocknen, bevor Sie die Gurke in frisches Substrat setzen und weniger gießen.

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