Obstgarten

Erntezeit von Heidelbeeren: Blaubeeren im Wald ernten

Waldheidelbeeren

Heidelbeeren aus dem Wald werden immer noch von vielen Menschen den Gartenheidelbeeren vorgezogen. Dies hat auch seinen Grund, denn sie schmecken besser. Die Ernte wird jedoch dadurch erschwert, dass es nicht überall Heidelbeeren gibt und es schwierig ist, herauszufinden, wann sich ein Waldspaziergang lohnt.

Die Erntetechnik ist kinderleicht und kommt ohne schwierige Anleitung aus. Entweder die Beeren werden von Hand gepflückt oder mit einem Beerenpflücker. Trotzdem gibt es einige wenige Dinge zu beachten, wenn man Heidelbeeren im Wald pflücken möchte.

Richtiger Zeitpunkt

Einen genauen Zeitpunkt, wann die Heidelbeeren im Wald reif sind, gibt es nicht. Zum einen ist das vom Standort und den jeweiligen Wachstumsbedingungen abhängig und zum anderen werden nicht alle Blaubeeren gleichzeitig reif. Die Erntezeit reicht von Ende Juni bis Ende Augst, kann sich jedoch auch verschieben. Es lohnt sich, mehrere Spaziergänge einzuplanen.

Reife Beeren erkennen

Waldheidelbeeren Waldheidelbeeren sind kräftig blau gefärbt, wenn sie reif sind. Sind die Beeren noch rötlich, sind sie noch unreif. Selbst dann, wenn es sich nur um Stellen rund um den Stielansatz handelt. Heidelbeeren reifen nach der Ernte nicht nach, sie müssen also vollreif geerntet werden.

Tipp: Lassen sich die Beeren leicht vom Strauch pflücken, sind sie reif.

Richtiges Erntewetter

Beeren, die Regen abbekommen haben, sind weniger aromatisch als solche, die bei Sonnenschein geerntet werden. Besser ist es also, zur Ernte im Wald, einen sonnigen Tag auszusuchen oder zumindest einen trockenen.

Hinweis: Ist es längere Zeit trocken, bleiben die Früchte klein und reifen nicht aus. Eventuell schmecken die Heidelbeeren weniger süß.

Erntetechniken

Heidelbeeren werden einfach von Hand gepflückt, dafür braucht es nicht einmal eine Anleitung. Die Beeren landen in einem Eimer oder einer Schüssel, wo sie davor bewahrt werden, während des Transportes zerdrückt zu werden.

Als weitere Erntetechnik gibt es so genannte Heidelbeerkämme. Diese bestehen aus Holz oder Plastik und besitzen dichte Zinken, die ein “kämmen” der Beerensträucher ermöglichen. Dabei werden alle Beeren gleichzeitig abgepflückt. Diese Erntetechnik erscheint auf den ersten Blick zeitsparend, hat jedoch einige Nachteile:

  • “kämmen” der Sträucher nicht überall erlaubt, vorher kundig machen notwendig
  • es werden gleichzeitig reife, faule, überreife und unreife Beeren geerntet
  • es landen Stöckchen und Blätter im Erntegut, Nachsortieren notwendig

Geerntete Waldheidelbeeren Wichtig bei beiden Möglichkeiten:

  • festes Schuhwerk
  • lange Kleidung schützt nicht nur vor Kratzern, sondern auch vor Zecken
  • Behälter sollten verschließbar sein
  • je nach Waldgesetz kann es Beschränkungen geben, wie viel geerntet werden darf, unproblematisch sind meist haushaltsübliche Mengen
  • Beerensträucher und andere Waldpflanzen sollten nicht zerstört werden

Fuchsbandwurm
Wenn Früchte in der Natur geerntet werden, besteht immer die Gefahr, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren. Dieser kann zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Beeren erst ab Hüfthöhe ernten (bei Blaubeeren kaum möglich)
  • Heidelbeeren vor dem Verzehr gut waschen
  • abkochen ist am sichersten

Häufig gestellte Fragen

Kann die Waldheidelbeere auch im Garten gedeihen?
Wenn die Voraussetzungen die Richtigen sind, gelingt die Kultur der Waldheidelbeere auch im Garten. Dazu gehören zum Beispiel ein feuchter Standort und saurer Boden. Einige Gärtnereien bieten Waldheidelbeeren in ihrem Sortiment an.

Wie werden Waldheidelbeeren gelagert?
Am besten lagern sie in einer flachen Schale im Kühlschrank. Allerdings sollten sie dort höchstens einen Tag liegen. Besser ist es, sie sofort nach der Ernte zu verarbeiten. Sollen sie länger haltbar gemacht werden, können sie getrocknet, eingefroren oder eingekocht werden.

Wofür werden Waldheidelbeeren verwendet?
Am häufigsten wird das Obst beim Backen verwendet. Getrocknete Beeren eignen sich auch für Müslimischungen.

Was ist der Unterschied zwischen Waldheidelbeere und Gartenheidelbeere?
Waldheidelbeeren sind kleiner und aromatischer. Ihr Fruchtfleisch ist im Gegensatz zu den Gartenheidelbeeren komplett blau durchgefärbt.

Related posts
Obstgarten

Obstbäume unterpflanzen: was passt zu Apfel, Kirsche & Co.?

Das Laub beschattet den Boden, in der Erde machen sich Wurzeln breit. Dennoch können unter…
Read more
Obstgarten

Welche Pflanzen vertragen sich mit Himbeeren?

Schon seit vielen Jahren halten Himbeersträucher Einzug in die heimischen Gärten. In Mischkultur…
Read more
Obstgarten

Wann sollte man Erdbeeren umpflanzen?

Der Zeitpunkt für das Umpflanzen von Erdbeeren (Fragaria) sollte ideal gewählt sein. Nur so lässt…
Read more
Obstgarten

Erdbeeren umpflanzen: so gelingt das Umsetzen

Einmal angewachsene Erdbeerpflanzen werden nur in Ausnahmefällen umgesetzt. Gewöhnlich bleiben sie…
Read more
Obstgarten

Olivenbaum: Wassertriebe am Stamm abschneiden?

Olivenbäume gehören zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Auch in deutschen Vorgärten sind die…
Read more
Newsletter
Gartenkalender per Mail

Erhalten Sie einmal im Monat unseren aktuellen Gartenkalender mit Aussaat- und Pflanzkalender, Pflanzideen und Wissenswertem für Ihren Gartenalltag.

In Kürze verfügbar