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Hunde vertreiben: 10 Hausmittel zur sanften Hundeabwehr

Hund im Garten

Betritt ein fremder Hund ungebeten das eigene Grundstück, womöglich noch regelmäßig, bleibt Ärger selten aus. Doch wie lässt er sich abschrecken und auf Dauer fernhalten? Wir nennen geeignete Hausmittel, um Hunde zu vertreiben.

Zaun

Kann ein Grundstück von Hunden betreten werden, weil es nicht eingezäunt ist, sollte schleunigst ein Zaun her. Zumindest wenn sich das Hundeproblem häufig wiederholt und dabei Zerstörung oder unschöne Hinterlassenschaften zur Folge hat. Sicher ist die Einzäunung zunächst mit Kosten und Arbeitsaufwand verbunden. Auf langer Sicht relativiert sich das. Denn ist der Zaun einmal fertiggestellt, kann er unerwünschten Hundebesuch viele Jahre fernhalten. Damit er seine Funktion als Hundeabwehr voll erfüllen kann, gilt für den Zaun:

  • mind. 1,5 m hoch
  • Löcher zeitnah reparieren
  • Eingangspforte stets geschlossen halten
Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris)
Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris)

Tipp: Umzäunen Sie doch Ihr Grundstück statt mit Metallstäben mit einer dichten, hohen Hecke aus fruchttragenden Sträuchern wie Berberitze oder Hundsrose. Dadurch wird das Grundstück attraktiver und die heimische Vogelwelt freut sich über Nahrung und Nistplätze.

Hundebesitzer ansprechen

Ist es immer wieder der eine bestimmte Hund, der Ihre Gartengrenze übertritt, sollten Sie Ausschau halten nach seinem Herrchen. Er ist meist nicht weit anzutreffen. Denn solche Grenzübertritte passieren, weil der Hund in der Nachbarschaft wohnt oder gerade Gassi geht. Sprechen Sie das Problem an und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn leider ist nicht jeder Hundebesitzer ein umgänglicher Zeitgenosse.

Tipp: Zeigt sich der Hundebesitzer uneinsichtig, machen Sie ihm klar, dass er für die Schäden haftet, die sein Hund auf Ihrem Grundstück anrichtet, und dass Sie notfalls bereit sind, rechtlich dagegen vorzugehen. Das dürfte manchen Hundebesitzer noch zur Einsicht bringen.

Vier unangenehme Düfte

Mit ihrer empfindlichen Nase können Hunde schon aus weiter Entfernung kleinste Duftspuren erschnuppern. Handelt es sich dabei um einen Duft, den sie nicht mögen, nähern sie sich der Duftquelle nicht weiter an. Deswegen können Sie Hunde mit den “richtigen” Düften ganz einfach vertreiben.

  • ideal sind Lavendel und Pfefferminze
  • ätherisches Öl verwenden
  • Pflanzen duften zu schwach
  • auch zerkleinerte Mottenkugeln riechen unangenehm
  • Duftmaterial lückenlos entlang der Grundstücksgrenze verteilen
  • Duftmarken alle paar Wochen erneuern
Flasche Essigessenz

Mit Essig können Sie ebenfalls Hunde abschrecken. Doch Essig säuert den Boden an und sollte nicht auf Erde und Pflanzen versprüht werden. Außerdem verfliegt sein Duft schon nach wenigen Tagen oder gar Stunden. Er eignet sich daher für Anwendung auf Zäunen und Mauern bzw. punktuell an Stellen, an denen Hunde wiederholt urinieren.

Pfeffer

Ein gutes Hausmittel, das garantiert in jedem Haushalt zu finden ist, ist Pfeffer, der in gemahlenem Zustand entlang der Grundstücksgrenze oder an bestimmten Problemstellen ausgestreut wird. Er reizt die Schleimheute des Vierbeiners und provoziert Niesen. Der Hund sucht das Weite, um nicht noch mehr davon einzuatmen. Da die Wirkungsweise dieser Hundeabwehr für den Vierbeiner nicht angenehm ist, sollte sie nur zum Einsatz kommen, wenn er sich durch Düfte und andere Hilfsmittel nicht fernhalten lässt.

Backpulver

Duftmarken von Hunden, die andere Hunde anziehen, können Sie mit trockenem oder leicht mit Wasser verdünntem Backpulver neutralisieren. So wird ihre Anziehungskraft geschmälert. Sie sollten jedoch ergänzend einen der vier Düfte zum Abschrecken einsetzen.

Backpulver als Löffel
Backpulver ist ein sehr vielseitig einsetzbares Hausmittel.

Störende Geräusche

Ein Hund riecht nicht nur gut, er verfügt auch über ein gutes Gehör. Unangenehme Geräusche, mit denen er permanent beim Betreten des Grundstücks konfrontiert wird, können ihn dauerhaft vergrämen. Der Handel bietet spezielle Ultraschalgeräte, die unangenehme Geräusche erzeugen. Leider lässt sich nicht jeder Hund davon vertreiben. Greifen Sie besser zu einem Hausmittel, zum Wohle auch ihres Geldbeutels. Lässt sich der Hund blicken, haben Sie folgende Wahl:

  • Dosen oder Flaschen mit Steinen oder Kronkorken befüllen
  • in die Nähe des Hundes werfen
  • mit Ratschen Krach erzeugen
  • raschelnde Beutel mit Ruck von oben nach unten bewegen (Knalleffekt)

Tipp: Raschelnde Beutel, die an Hecken und Zäunen befestigt werden, erzeugen an windigen Tagen von allein Geräusche, die Hunde vergrämen.

Sprinkleranlage

Gerät ein Hund unter einer Sprinkleranlage, die ihn nass macht, läuft er fort. Damit die Sprinkleranlage genau dann anspringt, wenn der Hund sich nähert, sollte sie noch an einen Bewegungsmelder angeschlossen werden. Doch folgende Nachteile, die mit dieser Hundeabwehr verbunden sind, sollten nicht unerwähnt bleiben:

  • manche Hunde werden von der Wasserberieselung angezogen
  • häufiges Auslösen eines Bewegungsalarms kann zu Staunässe führen
  • Bewegungsmelder kann auch von Bewohner ausgelöst werden
  • alternativ muss er regelmäßig ausgeschaltet werden
Hunde mit Wassersprinkler vertreiben

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich einen aggressiven Hund am besten vertreiben?

Bedrängen Sie den Hund nicht, da er unberechenbar reagieren kann. Lebensgefährliche Körperverletzungen sind nicht auszuschließen. Lässt sich das Herrchen nicht zeitnah blicken, um den Hund wieder einzufangen, sollten Sie sich an die Polizei wenden.

Was reagiere ich bei einem verletzten oder herrenlosen Hund am besten?

Gehen Sie nicht zu nah an den Hund heran, da er aus reinem Selbsterhaltungstrieb aggressiv reagieren kann. Behalten Sie das Tier im Blick und informieren Sie eine Tierklinik, einen Tierarzt oder das Tierheim vor Ort und befolgen Sie dann deren Anweisungen.

Wie kann ich die anlockende Wirkung unserer läufigen Hündin reduzieren?

Baden Sie in dieser Zeit Ihre Hündin öfter. Auch die Gabe von Chlorophyll-Tabletten, die den Körpergeruch auf ein Minimum absenken, haben sich als hilfreich erwiesen. Die beste Wirkung entfalten sie, wenn sie ihr kurz vor dem Beginn der Läufigkeit verabreicht werden.

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