Schädlinge

Maikäfer: so sehen die Engerlinge aus | Bilder der Larven


Adulter Maikäfer auf Blatt

Maikäfer tragen die botanische Bezeichnung Melolontha und gehören zur Familie der Blatthornkäfer. Der Ursprung des Namens basiert auf dem Monat, in dem die Käfer scheinbar wie aus dem nichts erscheinen. Da der Nachwuchs des Maikäfers sein komplettes Larvenstadium im Boden verbringt, ist dieser oft nicht sofort ersichtlich. Wenn es sich nur um wenige der Schädlinge handelt, ist deren Vorkommen nicht bedrohlich für die Gartenpflanzen. In den meisten Fällen ist eine schnelle Regeneration der Gewächse möglich, wenn diese angefressen wurden. Allerdings kann eine zu große Population zu massiven Problemen führen.

Maikäfer-Larven erkennen

Maikäfer kommen regional in bestimmten Zyklen in einer besonders großen Anzahl vor. Diese Zeitabstände hängen von der Entwicklungsgeschwindigkeit der Larven ab, den sogenannten Engerlingen. Extrem warme Witterungsverhältnisse führen in manchen Gegenden zu verkürzten Zyklen. Wenn die Zahl der Käfer zu hoch ist, kommt es anschließend zu einer wahren Plage. Mit dem Begriff Engerlinge werden nicht nur die Larven der Maikäfer bezeichnet. Vielmehr tragen alle Larven der Blatthornkäfer diese Bezeichnung. Dazu sehen sich sowohl die Käfer als auch die Engerlinge ähnlich. Bei genauerem Vergleich können aber auch Laien Unterschiede bei der Größe und Form erkennen. Der Nachwuchs von Maikäfern befindet sich in vielen Gärten der hiesigen Breitengrade. Oft leben sie lange unbemerkt im Erdboden. Deshalb ist es ratsam, bei den ersten Anzeichen den Erdboden gründlich auf einen Befall zu untersuchen.

  • Larve des MaikäfersEngerlinge erreichen Länge von etwa 5-7 cm
  • Körper hat eine cremeweiße Farbe (siehe Bild)
  • vorne und hinten etwa gleich dick
  • sehr lange und kräftige Beine am Kopf
  • Beine weisen gelenkförmige Knickstellen aus
  • verfügen über kräftige Beißwerkzeuge am Kopf
  • Beißwerkzeuge tragen ebenfalls die Bezeichnung Mandibeln
  • Schädlinge leben im Boden, im Wurzelwerk der Pflanzen
  • siedeln sich in warmen Monaten einige Zentimeter unter der Erde an
  • graben sich im Winter in eine Tiefe von bis zu 90 cm
  • entwickeln sich in 3-4 Jahren vom Larvenstadium zum Käfer
  • verlassen im Anschluss den Erdboden und fliegen davon

Hinweis: Da sich der Engerling des Maikäfers nur von lebenden Wurzeln ernährt, kommt er so gut wie nie im Komposthaufen vor.

Sind Engerlinge gefährlich?

Die ausgewachsenen Maikäfer ernähren sich durch Blattfraß und richten aufgrund der geringen Lebenserwartung nur minimale Schäden an. Dagegen suchen und finden die Maikäferlarven ihre Nahrung unter der Erde, dort kommt es häufig zu massiven und folgenschweren Schäden. Aufgrund des relativ langen Larvenstadiums von mehreren Jahren vertilgen die Schädlinge viel an lebender Pflanzenmaterie. Wenn die Wetterverhältnisse stimmen und es angenehm warm ist, kann sich der Nachwuchs der Käfer zu einer echten Ungezieferplage entwickeln. Dagegen hält sich die Population in kühlen und regnerischen Jahren mit extrem kalten Temperaturwerten im Winter in Maßen. Speziell im Rasen und im Obstbau kann eine zu große Anzahl von Engerlingen schwere Folgen nach sich tragen. Deshalb ist eine Bekämpfung der Schädlinge zum Schutz der Pflanzen ratsam, wenn sich die ersten Anzeichen bemerkbar machen.

  • Larven des Maikäfers in der ErdeMaikäfer legen ihre Eier zuhauf im Erdboden ab
  • sandige und leichte Bodenbedingungen ideal für Eiablage
  • im Anschluss kommt es zum Schlüpfen von Engerlingen
  • Nachwuchs ernährt sich überwiegend von Pflanzenwurzeln
  • hauptsächlich im zweiten Lebensjahr sehr gefräßig
  • entstandene Fressschäden schwächen Pflanzen massiv
  • Gewächse können im Anschluss keine Nährstoffe mehr aufnehmen
  • lebenswichtige Wasseraufnahme dadurch ebenfalls unterbunden
  • betroffene Pflanzen verenden häufig durch zu starken Befall
  • deshalb sind Maikäferlarven im Garten gefährlich
  • starker Befall führt zu irreparablen Schäden bei Gartenpflanzen
  • Grünflächen erholen sich danach oft nicht mehr

Tipp: Die Larven der Maikäfer sind eine proteinreiche Delikatesse für viele Wildtiere aus dem Wald. Diese können ganze Gärten bei der Suche nach ihnen verwüsten, deshalb lohnt sich bei Grundstücken am Waldrand das Aufstellen von Zäunen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Unterscheidungsmerkmale der diversen Engerlinge?

Beim ausgewachsenen Käfer sind bei einem Vergleich sofort die Größenunterschiede sichtbar. Dagegen variiert der Nachwuchs im Larvenstadium optisch gesehen nur kaum. Das Erkennen und Auseinanderhalten ist durch die Fortbewegung möglich, da sich Maikäferlarven in einer Seitenlage in Schlangenlinien fortbewegen.

Welche Pflanzen sind im Garten durch das Ungeziefer gefährdet?

Maikäferlarven lieben vor allem Jungpflanzen, Erdbeeren, Graspflanzen, Kartoffeln, Rüben, Salat und Zierpflanzen, die ganz weit oben auf dem Speiseplan der Schädlinge stehen.

Wie gestaltet sich die Entwicklung vom Larvenstadium zum erwachsenen Käfer?

Im dritten Lebensjahr zieht sich der Engerling in eine Tiefe von bis zu 60 Zentimeter in den Boden zurück, dort verpuppt er sich im Anschluss. Der erwachsene Käfer schlüpft noch im selben Jahr unterhalb der Erdoberfläche. Allerdings verlässt er seinen sicheren Lebensraum erst im darauffolgenden Mai.

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