Unkraut

Natürliche Moosentferner: 9 wirksame Hausmittel


Natürliche Moosentferner

Für viele Menschen ist Moos kein schöner Anblick. Insbesondere wenn es zwischen Pflastersteinen oder im Rasen wächst. Welche Hausmittel sich als effektive und umweltfreundliche Moosentferner erwiesen haben, können Sie hier lesen.

5 gut geeignete Hausmittel

Dazu zählen alle Moosentferner, die wirksam und leicht anzuwenden sind. Außerdem richten sie keinen Schaden an und auch der Aufwand nach der Anwendung hält sich in Grenzen.

Cola

Cola als Moosentferner

Das Erfrischungsgetränk enthält Phosphorsäure, auf die Moose empfindlich reagieren. Cola ist einfach in der Anwendung, sie muss nicht verdünnt werden, allerdings ist der Zuckergehalt ein Problem. Cola lockt Ameisen und andere Insekten an. Deshalb werden damit nur kleine Flächen behandelt. Auf dem Rasen lässt sich Cola nur schlecht verwenden, auf befestigten Flächen können nach dem Absterben des Mooses die Colareste weggespült werden.

Hitze

Gasbrenner

So wie anderes Unkraut sind auch Moose hitzeempfindlich. Zur Unkrautvernichtung werden meist bestimmte Gasbrenner eingesetzt. Diese eignen sich auch als Moosentferner. Auf dem Rasen ist eine Anwendung ausgeschlossen. Bei allen anderen Flächen ist Vorsicht angebracht. Brennbare Gegenstände in der Nähe sind zu entfernen.

Hinweis: Bei Trockenheit können Pflanzen in der Nähe schnell Feuer fangen. Seien Sie dort also besonders vorsichtig bzw. vermeiden Sie den Einsatz des Brenners bei hohen Temperaturen so weit wie möglich.

Hochdruckreiniger

Hochdruckreiniger als Moosentferner

Ein starker Wasserstrahl spült Moose einfach weg. Das liegt daran, dass sie kaum tiefere Wurzeln bilden. Außerdem ist Wasser so natürlich wie kein anderer Moosentferner. Für den Rasen ist die Methode nicht geeignet, für alle Flächen, die Wasser vertragen hingegen schon. Bei Pflastersteinen oder Fliesen können jedoch die Fugen ausgespült werden. Diese müssen nachträglich wieder aufgefüllt werden, am besten mit Sand, der neues Mooswachstum verhindert.

Kalk

Handvoll Kalk

Kalk selbst tötet Moose zwar nicht ab, aber diese Pflanzen fühlen sich in sauren Bereichen wohl. Kalken erhöht den pH-Wert, das Moos verschwindet mit der Zeit, dafür aber nachhaltiger als bei anderen Methoden.

  • Kalkanwendung nur auf Rasen, nicht auf befestigten Flächen als Moosentferner sinnvoll
  • vor Verwendung Bodenanalyse durchführen
  • nur bei niedrigem pH-Wert anwenden
  • Menge liegt bei 100 bis 150 g pro Quadratmeter
  • mit Streuwagen oder per Hand ausstreuen
  • am besten bei bewölkten Tag, kurz vor Regen
  • ansonsten anschließend die Fläche bewässern
  • Boden nimmt damit Kalk besser auf

Kochendes Wasser

Kochendes Wasser als Moosentferner

Heißes Wasser zerstört Pflanzenzellen, aus diesem Grund wirkt es als Moosentferner, aber auch gegen alle anderen Pflanzen. Das hat Vorteile auf befestigten Wegen und Terrassen, weil dann natürlich jedes Unkraut beseitigt wird. Der Nachteil ist, auf Rasen und Beeten richtet es mehr Schaden an, als es nützt.

Die Anwendung ist denkbar einfach:

  • Wasser zum Kochen bringen (Wasserkocher oder Topf)
  • kochendes Wasser über die Moosstellen oder das Unkraut schütten
  • manchmal dauert es eine Weile, bis die Pflanzen eingehen
  • anschließend Reste entfernen

4 weniger geeignete Hausmittel

Diese Mittel sind zwar wirksam als Moosentferner, aber nicht so leicht anzuwenden. Außerdem ist der Aufwand größer oder die Anwendung ist mit höheren Risiken verbunden, wenn nicht darauf geachtet wird, die Mittel in der richtigen Konzentration anzuwenden.

Essig

Essig als Moosentferner

Die Säure im Essig kann Moose abtöten, dabei ist es allerdings notwendig, die richtige Konzentration einzuhalten. Zu wenig Essig sorgt dafür, dass die Wachstumsbedingungen für Moose sogar noch verbessert werden, dies gilt besonders bei neutralen Böden. Der pH-Wert darf sich durch die Anwendung von Essig nicht zu stark verändern. Einfacher ist die Anwendung auf Pflastersteinen oder ähnlichen befestigten Stellen. Der Essig wird mit Wasser etwas verdünnt und dann auf die betroffenen Stellen gesprüht oder gegossen. Sobald das Moos eingegangen ist, kann man es entfernen.

Hinweis: Beim Einsatz von Essigessenz ist Vorsicht geboten. Wenn sie angewendet werden soll, muss sie sehr stark verdünnt werden.

Salz

Salz gegen Moos

Auch Salz sollte nur vorsichtig verwendet werden. Es verändert die Nährstoffzusammensetzung im Boden nachhaltig. Salz sorgt dafür, dass die Wasseraufnahme von Pflanzen gestört wird, sie trocknen aus. Das Gleiche passiert auch bei Moosen. Da diese sehr viel Wasser speichern können, muss eine entsprechend hohe Salzdosierung erfolgen. Geeignet ist diese Maßnahme daher zum Entfernen von Moosen nur auf befestigten Böden. Selbst dann wird bei Regen noch viel Salz in den Boden oder das Abwasser ausgeschwemmt. Das Salz wird entweder mit Wasser verdünnt und gegossen/gesprüht oder direkt auf die moosigen Stellen gestreut. Nachdem die Pflanzen vertrocknet ist, werden die Reste weggebürstet. Diese Reste sollten wegen der hohen Salzkonzentration nicht auf dem Kompost entsorgt werden.

Sand

Sand selbst beseitigt zwar kein Moos, sorgt aber für eine Umgebung, in dem Moose nur schlecht gedeihen. Sand im Rasen lockert den Boden auf und sorgt für eine bessere Durchlüftung, Nährstoffverteilung und Feuchtigkeitsregulierung. Damit wird Rasenwuchs gefördert, der Moose verdrängt. Sand in den Fugen von Pflastersteinen lässt nicht nur Moose schlechter gedeihen, sondern auch Unkraut.

Anwendung auf Rasen

Rasenmäher
  • Rasen mähen
  • anschließend vertikutieren oder mit Rechen oberste Schicht auflockern
  • Grasreste auf Fläche entfernen
  • feinen Sand per Hand oder Streugerät ausbringen
  • etwa 5 Liter pro Quadratmeter
  • mit Rechen einarbeiten

Hinweis: Durch das Vertikutieren wird Moos im Rasen schon entfernt, die Wirkung des Sandes ist dann nachhaltiger und verhindert erneutes Mooswachstum.

Anwendung auf Pflastersteinen oder Fliesen

  • Fugen mit Kratzer vom Unkraut befreien
  • Fugentiefe etwa 3 cm
  • Sand auf Fläche großzügig verteilen
  • mit Besen in Fugen einkehren

Seifenlauge

Seife eignet sich für viele Anwendungen. In Wasser aufgelöst bekämpft sie erfolgreich Schädlinge, löst Honigtau von den Blättern und zerstört Moose oder Unkraut. Wichtig dabei ist, dass die Konzentration nicht zu hoch ist. Um anderen Pflanzen nicht zu schaden, ist es am besten, Seifenlauge als Moosentferner nur auf befestigten Wegen oder Plätzen zu nutzen. Die Steine können gleich damit geputzt werden. Anschließend die ganze Fläche mit klarem Wasser abspülen.

Häufig gestellte Fragen

Wie entstehen Moose?

Auf Pflastersteinen entsteht Moos, weil es kaum Konkurrenz fürchten muss. Dies gilt besonders bei schattigen Stellen. Im Rasen wächst Moos bei einem Missverhältnis von Nährstoffen, Lichteinfall und Feuchtigkeit. Moos befindet sich auch auf Grünflächen häufig an den schattigsten, feuchtesten Plätzen. Meist sind sie zudem verdichtet.

Können Hausmittel schaden?

Wenn sie falsch angewendet werden, durchaus, obwohl sie natürlich sind. Kochendes Wasser tötet nicht nur Moos, sondern alle Pflanzen und auch Tiere. Salz, Essig und Seife schaden in falscher Konzentration Pflanzen, Tieren und Oberflächen.

Welche Maßnahmen sind am effektivsten?

Auf befestigten Flächen ist es kochendes Wasser in Verbindung mit einem Verschließen der Fugen, etwa mit Sand. Im Rasen helfen am besten ein regelmäßiges Belüften und eine bedarfsgerechte Düngung.

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