Affenbaum, Araucaria - Pflege der Araukarie


AffenbaumWie eine Tanne - und doch wieder anders präsentiert sich die Araukarie, der in den milderen Regionen Europas als Zierbaum immer beliebter wird. Die Nadeln des Baumes sind kunstvoll wie eine Schlange oder ein Affenschwanz an den Zweigen angeordnet, die ihrerseits waagerecht abstehend rund um den Stamm wie ein Kreis verlaufen. Auf diese Weise scheint der Baum in unterschiedliche Etagen gegliedert zu sein. Aufgrund seiner dekorativen Eigenschaften passt die Pflanze in jeden Kleingarten und sticht als besonderer Nadelbaum unter anderen Arten hervor. Dabei eignet sich der Affenbaum durchaus auch für jeden Anfänger. - Robust und widerstandsfähig, erfordert die Pflege des Gewächses nicht viel Aufmerksamkeit.

Kurzer Steckbrief zur Araukarie
  • Gesamthöhe der Affenbäume in Deutschland: bis zu 5 Metern bei drei bis vier Metern Breite
  • Jährliche Wuchshöhe: 10 bis 30cm
  • Nadeln von dreieckiger Form; diese sind spiralförmig um die Zweige angeordnet
  • Zweige sind kreisförmig und waagerecht abstehend um den Stamm angeordnet
  • Blüten bilden  sich spät aus von Juli bis August
  • männliche Affenbäume präsentieren zylinderförmige Zapfen mit Samen
  • Samen erreichen eine Größe von bis zu 4cm und sind essbar

Standort und Boden

Wer den Affenbaum erfolgreich auch in Deutschland kultivieren möchte, sollte vor allem auf einen optimalen Standort achten. Das Gewächs gedeiht am besten in einem Bereich innerhalb der heimischen Grünanlage, der möglichst viel Lichteinfall bietet. Nur an hellen Plätzen ist ein optimales  Größen- und Breitenwachstum gewährleistet. Auch genug Wärme ist für ein problemloses Wachsen wichtig. Allerdings darf die Pflanze nicht der starken Wintersonne ausgesetzt sein. Ideal ist ein Standort, der sich an einer geschützten Wand oder Mauer befindet; diese sollte jedoch nach Westen oder Norden hin ausgerichtet sein. Hier können auch Zugwinde weitgehend unterbunden werden, die dem Affenbaum schaden. Obwohl sich die Araukarie insgesamt sehr lichthungrig präsentiert, ist Vorsicht vor dem Einfluss der starken Wintersonne geboten. Bei der Pflanzung sind deshalb spezielle Maßnahmen zu ergreifen.

Nicht zuletzt sollte bei der Wahl des geeigneten Standortes auch auf die Platzverhältnisse geachtet werden; da bei der Kultivierung meist keine weiteren Schneidemaßnahmen erforderlich sind, hat es sich als sinnvoll erweisen, einen Bereich im Garten auszuwählen, der ausreichend Raum für die volle Entfaltung des Baumes bietet und keine Behinderungen zulässt. Der Affenbaum kann jedoch nicht nur im Freiland kultiviert werden; auch eine Kübelhaltung ist durchaus möglich. In diesem Fall sollte jedoch stets an das rechtzeitige Umtopfen gedacht werden. Neben dem idealen Standort spielt auch das Substrat, das bei der Kultivierung des Affenbaumes zum Einsatz kommt, eine wichtige Rolle. Die Erde sollte folgende Eigenschaften aufweisen:
  • mäßig nährstoffreich
  • kein zu hoher Kalkgehalt
  • leicht sauer
  • mäßig warm und feucht
Ist die Erde zu warm oder weist sie eine hohe Trockenheit auf, können unansehnliche Vergilbungen an den Blättern die Folge sein. Aus diesem Grund ist stets auf eine ausgeglichene Feuchte des Substrates zu achten. Darüber hinaus hat es sich bewährt, vor allem eine durchlässige Erde einzusetzen, damit sich keine Staunässe bilden kann. Diese würden ebenfalls zu Krankheitssymptomen führen und der Pflanze auf lange Sicht schaden. Liegt natürlicherweise innerhalb der heimischen Grünanlage vorwiegend dichter Boden vor, kann dieser durch Gießen und Düngen Damit der Affenbaum optimal gedeihen kann, ist ein sorgfältiges Gießverhalten erforderlich. Insbesondere während der Hauptwachstumszeit muss das Gewächs regelmäßig und ausgiebig mit Wasser versorgt werden; vor allem an sehr heißen Tagen ist die Wasserversorgung wichtig. Dabei sollte stets so gewässert werden, dass der gesamte Wurzelballen gut durchtränkt ist.

  Der Wurzelballen sollte niemals vollständig austrocknen!

Auch wenn der Affenbaum keine Trockenheit verträgt, kann auf der anderen Seite stehende Nässe ebenfalls zu Problemen führen. Sind die Wurzelstöcke ständig feucht, kann schnell Wurzelfäulnis auftreten. Aus diesem Grund ist es wichtig, vor dem nächsten Gießen jeweils zu warten, bis die oberste Erdschicht gut abgetrocknet ist. Auf diese Weise kann Staunässe am besten vermieden werden. Neben einem umsichtigen Bewässerungsverhalten spielt auch der gezielte Einsatz von Dünger bei der erfolgreichen Kultivierung des Affenbaumes eine Rolle. Zwar besteht grundsätzlich kein besonders hoher Bedarf an Nährstoffen, aber insbesondere bei sehr nährstoffarmen Böden sollte eine zusätzliche Gabe von Dünger in Erwägung gezogen werden. Diese garantieren ein besseres und dichteres Wachstum. Dann ist es sinnvoll, zweimal im Monat einen Dünge auszugeben, der im Idealfall in flüssiger Form vorliegt. Wer den Affenbaum als Kübelpflanze kultiviert, sollte die zusätzliche Gabe von Nährstoffen gegebenenfalls häufiger durchführen.

Schneiden

AffenbaumDiverse Schneidemaßnahmen sind bei der Araukarie grundsätzlich nicht erforderlich. Der Hobbygärtner kann die Pflanze so wachsen lassen, wie es seiner Natur entspricht. Steht dem Gewächs ausreichend Raum zur freien Entfaltung zur Verfügung, entstehen dann bald die charakteristischen, sehr dekorativen Formen. Trotzdem kann bei Bedarf ein Rückschnitt vorgenommen werden, wenn dies erwünscht ist. Dann sollten folgende Kriterien bedacht werden:
  • Abschneiden des gesamten Astes direkt am Stamm
  • Durchführung des Schnittes am Ansatz
  • kein Stehenlassen stummelartiger Fortsätze
  • zu lange Äste an einer Verzweigung auf einen kürzeren Ast, der darunter liegt, zurück schneiden
  • Die Schneidemaßnahmen werden grundsätzlich bei trockenem und warmem Wetter vorgenommen

  Wer die Äste wahllos kürzt oder abschneidet, mindert nicht nur den dekorativen Effekt, sondern sorgt auch dafür, dass aus dem Holz kein neuer Trieb entstehen kann.

Überwintern

Damit es bei Affenbäumen während der kalten Jahreszeit nicht zu Erfrierungen kommt, sind besondere Maßnahmen erforderlich. Grundsätzlich gilt jedoch zu beachten, dass diese Pflanze in Gegenden mit langen und extrem kalten Wintern langfristig eher nicht kultivierbar ist. Die Temperaturen
Der ideale Winterschutz beginnt im Prinzip bereits beim Einpflanzen des Gewächses. Der ausgewählte Standort sollte zwar ausreichend hell sein, jedoch gleichzeitig einen Schutz vor der Wintersonne bieten. Auch die Nordseite einer Hauswand kann die
  • frostfreier, kühler und heller Raum als Winterquartier
  • Temperaturen um 5°C
  • Bewässerung erfolgt weiterhin, jedoch nur in geringen Portionen
Falls kein geeigneter Raum für die Überwinterung des Affenbaumes zur Verfügung steht, kann der Kübel während der kalten Jahreszeit auch im Freien belassen werden. Dann  ist es notwendig, das Pflanzengefäß auf mehrere Schichten Styropor zu stellen und mit Jute und Vlies zu umwickeln. Die Bewässerung des Gewächses erfolgt dann an frostfreien Tagen.

Vermehren

Die Vermehrung des Affenbaumes erfolgt in der Regel über Samen, die bei einem Fachhändler erworben werden können. Alternativ ist es auch möglich, das Saatgut von einem eigenen Baum zu gewinnen; diese bilden sich innerhalb der reifen Zapfen aus und können dann für die Vervielfältigung genutzt werden. Dabei sollte man jedoch bevorzugt Saatgut von hiesigen Affenbäumen verwenden, die meist eine bessere Winterhärte aufweisen.

  Das Saatgut ist durchaus eine Zeitlang lagerfähig; wer die Samen in Plastikfolie gewickelt in den Kühlschrank stellt oder in Sand steckt, kann diese leicht einige Wochen lang aufbewahren. Wer die Samen hingegen überwintern möchte, lagert diese an einem nicht zu kühlen, hellen Platz bei etwa 15°C.

Die Samen, die allgemein eine gute Keimfähigkeit aufweisen, sollten  vor der Verwendung noch nicht ausgetrocknet sein, wenn sie zum Einsatz kommen. Das Saatgut kann im frühen Herbst direkt in den Boden ausgesät werden; am besten wählt man hierfür einen Zeitpunkt direkt nach der Reife. Im Winter kann die Anzucht auch in kleinen Töpfen erfolgen. Die Samen keimen nach Ablauf von ungefähr vier Monaten. Im Frühling können die jungen Pflänzchen dann in einen Kübel oder in ein Frühbeet gesetzt werden. 

Krankheiten

AffenbaumDie Araucaria gehört zu den Nadelbäumen und gilt deshalb insgesamt als recht robust und wenig anfällig gegenüber Krankheiten. Lediglich Vertrocknungserscheinungen im Winter können zum Problem werden, insbesondere wenn es sich um noch junge Bäume handelt und anhaltend niedrige Temperaturen sowie Frost vorherrschen. Anfällig zeigt sich der Affenbaum außerdem gegenüber diversen Pilzerkrankungen, weshalb eine regelmäßige Kontrolle unerlässlich ist. Dabei sollte der Hobbygärtner stets im Hinterkopf behalten, dass keine zufriedenstellende Behandlung von Pilzen möglich ist, wenn es erst einmal zum Ausbruch gekommen ist. Deshalb sollte der Fokus vor allem auch auf die Prävention gereichtet werden. Der Pilzbefall äußerst sich beispielsweise durch Verfärbungen an den Blättern - meist in braune Nuancen - und anschließendem Blattabwurf. Darüber hinaus führen Pilze auch zu Wurzelfäule; dann leidet die gesamte Pflanze, weil das Risiko des Absterbens recht hoch ist. Um Pilzerkrankungen zu vermeiden, sollte man vor allem darauf achten, die Gewächse sorgfältig zu wässern und Staunässe zu vermeiden. Außerdem sollte der Boden stets eine ausreichende Durchlässigkeit aufweisen, so dass Feuchtigkeit zügig abfließen kann.

Häufig gestellte Fragen

Der Affenbaum bildet plötzlich braune Nadeln aus. Welche Ursache könnte für diese Erscheinung verantwortlich ein?
Hierbei handelt es sich in der Regel um ein Bewässerungsproblem; wenn der Baum insgesamt zu nass steht, können sich die Nadeln schnell braun färben. Dann ist ein gemäßigtes Gießen angezeigt.

Wann ist mit der Bildung von Blüten zu rechnen?
In der Regel kommen Araucaria erst zur Blüte, wenn sie ein Lebensalter von etwa 30 Jahren erreicht haben.