Dreikantige Wolfsmilch, Euphorbia trigona - Pflege

Dreikantige Wolfsmilch - Euphorbia trigona Die Dreikantige Wolfsmilch, die auch als Dreirippige Wolfsmilch bekannt ist, ist im gut sortierten Fachhandel in verschiedenen Arten erhältlich. So gibt es sie mit roten oder grünen Blättern sowie in einer kammförmig wachsenden Form. Doch alle Arten benötigen die gleiche Pflege, um den Hobbygärtner zu erfreuen. Da es Sukkulentenarten sind, handelt es sich in den hiesigen Breitengraden um reine Zimmer- oder Wintergartenpflanzen, denn aufgrund ihrer ursprünglichen Heimat Afrika sind sie an Wärme und Trockenheit gewöhnt. Doch im Sommer darf die Euphorbia trigona durchaus auch an einen geschützten Platz im Freien umziehen.

Steckbrief
  • gehört zu den Sukkulenten
  • kommt ursprünglich aus Malawi und Gabun
  • wird in drei Arten verkauft
  • mit roten oder grünen Blättern und Trieben oder kammförmig
  • reine Zimmerpflanze
  • kann an warmen Sommertagen ins Freie umziehen
  • nicht winterhart
  • wird in natürlicher Umgebung über zwei Meter hoch, im geschlossen Raum noch höher
  • enthält einen giftigen, milchigen Saft
  • besitzt Stacheln

Standort

Dreikantige Wolfsmilch - Euphorbia trigona Die Sukkulente bevorzugt einen hellen Standort, dieser kann im Sommer im Freien auch in der prallen Sonne sein. Als Zimmerpflanze mag sie einen Standort am Fenster, doch häufig ist dies aufgrund ihrer Größe schwierig. Daher ist die Dreikantige Wolfsmilch vor allem in einem Wintergarten gut aufgehoben. Hier kann sie sich zu ihrer vollen Größen von über drei Metern entfalten und hat genügend Helligkeit und Wärme.

Wird die Pflanze jedoch in der Wohnung kultiviert und soll im Sommer ins Freie ziehen, dann muss dieser Standort vor allem regengeschützt sein. So ist eine überdachte Terrasse oder ein überdachter Balkon hierfür ideal.

Tipp: Zieht die Sukkulente im frühen Sommer ins Freie, nicht direkt in die pralle Sonne stellen, sondern langsam an das Sonnenlicht gewöhnen. Nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit darf sie dann auch in die pralle Sonne.

Substrat & Boden

Da es sich bei der Dreikantigen Wolfsmilch um eine Sukkulente handelt, sollte hier auch für die Kultivierung die entsprechende Erde aus dem Handel besorgt werden. Ideal ist  Kakteenerde oder Blumenerde, die mit Tongranulat und Sand im Verhältnis 2:1:1 gemischt wird. Wichtig ist, dass das Substrat gut wasserdurchlässig ist.

Gießen & Düngen

Auch wenn die Dreikantige Wolfsmilch aus ihrer ursprünglichen Heimat Trockenheit gewohnt ist, so wünscht sie sich doch ausreichend Wasser, vor allem in ihrer Wachstumsperiode. Hier gilt in der Regel, dass in der Zeit von April bis September gut gegossen wird, die Erde kann hierbei ruhig sehr nass werden. Doch auf Staunässe sollte trotz allem geachtet werden.

So wird der Teller, in dem der Kübel steht, etwa eine halbe Stunde nach dem Gießen von dem überschüssigen Wasser wieder befreit. Zwischen den Gießvorgängen sollte die Erde jedoch immer wieder vollständig abtrocknen können.  So wird einer Wurzelfäulnis vorgebeugt. Um einer Fäulnis der Pflanze vorzubeugen, darf sie kein Wasser von oben erhalten und muss immer direkt an den Wurzeln über der Erde gegossen werden. Dünger benötigt die Dreikantige Wolfsmilch ebenfalls, doch auch hier gilt, weniger ist mehr:
  • Flüssigdünger oder Kakteendünger nutzen
  • gedüngt wird einmal im Monat, ebenfalls während der Wachstumsperiode
  • nicht die ganze, auf der Packung angegebene Dosis geben
Tipp: Es schadet der Pflanze nicht, wenn das Gießen ab und an vergessen wird, denn mit Trockenheit kommt sie aufgrund ihrer Herkunft sehr gut zurecht. Doch zu viel Nässe kann ihr sosehr schaden, dass sie sich nicht mehr erholt. Daher ist es besser, einmal weniger als zu viel Wasser zuzugeben. Aus diesem Grund darf die Sukkulente auch nicht im Freien im Regen stehen, denn auch das Wasser von oben macht ihr sehr zu schaffen.

Pflanzen

Dreikantige Wolfsmilch - Euphorbia trigona Die Euphorbia trigona wird in den hiesigen Breitengraden nur in einem Kübel kultiviert. Da die Pflanze sehr groß und auch sehr schwer werden kann, sollte der Kübel bereits vor der Pflanzung auf einen Untersatz mit Rollen gestellt werden. So kann die Sukkulente später leichter von einem Standort zum nächsten verbracht werden, zum Beispiel, wenn sie im Sommer auf die überdachte Terrasse umziehen soll. Da keinerlei Staunässe vertragen wird, bietet sich bei der Pflanzung die Anlage einer Drainage an:
  • über das Abflussloch Tonscherben oder Kies geben
  • hierüber kommt Pflanzenvlies um eine Verstopfung durch Erde zu vermeiden
  • vorbereitete Blumenerde oder fertige Kakteenerde aufgeben
  • Dreikantige Wolfsmilch einsetzen und restliche Erde einfüllen
  • andrücken und gut angießen

Vermehren

Wer seine Dreikantige Wolfsmilch vermehren möchte, der hat es einfach. Denn sie wird durch Stecklinge vermehrt, die vorher geschnitten wurden. Daher ist es auch sinnvoll, einen Schnitt und die Vermehrung zu verbinden. Mit den geschnittenen Pflanzenteilen, die zu Stecklingen werden soll, wird dann wie folgt verfahren:
  • ein paar Tage liegen lassen, damit kein Pflanzensaft mehr austritt und die Schnittstelle auf diese Weise abtrocknen kann
  • danach wird der Steckling direkt in einen Topf mit vorbereiteter Erde gepflanzt
  • die Wurzeln bilden sich mit der Zeit direkt in der Erde
  • nur mäßig gießen
  • Erde besser trocken als zu feucht halten
  • bekommt der Steckling zu viel Wasser, verfault er, bevor sich Wurzeln bilden können
  • an einen hellen, warmen Ort stellen, zum Beispiel auf eine Fensterbank

Schneiden

Dreikantige Wolfsmilch - Euphorbia trigona Die Euphorbia trigona verträgt dann und wann durchaus einen Schnitt. Es ist nicht zwingend, dass die Pflanze geschnitten wird, doch aufgrund ihres starken Wachstums ist es hin und wieder sinnvoll. Doch durch einen Schnitt entstehen bei der Pflanze Wunden, die in der nächsten Zukunft sichtbar bleiben. Daher sollten die Schnitte immer so angesetzt werden, dass sie nicht sofort ins Auge fallen. Denn die neuen Triebe entstehen immer unter einer Schnittstelle und verdecken diese so erst nach mehreren Jahren.

Die Pflanze verliert bei einem solchen Schnitt zudem sehr viel Pflanzensaft, was für den Hobbygärtner aufgrund der Giftigkeit nicht ganz ungefährlich ist. Daher sollte immer mit undurchlässigen Handschuhe gearbeitet werden. Um den weiteren Austritt der Milch an der Schnittstelle zu stillen, kann ein Lappen mit heißem Wasser aufgelegt werden.

Giftigkeit

Befinden sich kleine Kinder oder Haustiere im Haushalt, sollte überlegt werden, ob die Dreikantige Wolfsmilch überhaupt angeschafft wird, denn der milchige Pflanzsaft ist giftig. Nicht nur, dass er bei Berührungen zu Hautreizungen führen kann, mit den Schleimhäuten in Verbindung gebracht, kann er für Mensch und Tier gefährlich sein. Werden der Pflanze durch eine Berührung auch nur kleinste Wunden zugefügt, tritt hier die giftige, weiße Milch aus und kann vor allem kleinen Kindern und Haustieren zum Verhängnis werden. Wer daher nicht auf diesen Sukkulenten verzichten will, sollte sicherstellen, dass weder die Kinder noch die Haustiere in die Nähe der Pflanze gelangen können.

Tipp: Wenn mit den Pflanzen gearbeitet wird, etwa beim Einpflanzen, vor allem aber auch bei einem Schnitt, sollten neben Handschuhen auch langärmelige Sachen getragen werden, damit die Haut in keiner Weise mit dem auftretenden, giftigen Saft in Berührung kommen kann. Ist es doch einmal passiert, müssen die betroffenen Stellen so schnell wie möglich abgewaschen werden.

Überwintern

Dreikantige Wolfsmilch - Euphorbia trigona Entweder, die Euphorbia trigona überwintert nicht bei geringeren Temperaturen und bleibt an einem warmen Standort im Zimmer stehen, oder aber die Raumtemperaturen werden auf 10°-15° zurückgefahren. Beides verträgt die Pflanze gleichermaßen gut. Über die Wintermonate wird bei einer geringeren Raumtemperatur auf das Gießen fast und auf Düngerzugaben ganz verzichtet. Im Freien darf die für kalte Temperaturen empfindliche Pflanze über den Winter keinesfalls verbleiben.

Pflegefehler, Krankheiten oder Schädlinge

Krankheiten sind bei dem Sukkulenten nicht bekannt. Es kann aber durchaus zu Fäulnis kommen, weil der Hobbygärtner zu viel gegossen hat, das Wasser aus dem Unterteller nach dem Gießen nicht abgegossen hat oder die Erde zwischendurch nicht abtrocknen konnte. Dies verzeiht die Dreikantige Wolfsmilch überhaupt nicht und beginnt sie einmal zu faulen ist sie meist auch nicht mehr zu retten. Als Schädlinge für die Pflanze sind Wollläuse bekannt, die wie kleine Wattestückchen an den Stielen und Blättern sitzen. Diese können jedoch gut mit handelsüblichen Produkten bekämpft werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich meine Dreikantige Wolfsmilch gießen?
Hier lautet die Devise, weniger ist oft mehr. Denn eine zu feuchte Erde kann der Pflanze schnell schaden, sie beginnt von der Wurzel an zu faulen. Daher muss zwischen den Gießvorgängen die Erde immer gut durchtrocknen, bevor sie neues Wasser erhält. Und wer einmal vergisst zu gießen, der muss sich auch keine Sorgen machen. Denn als Sukkulente verträgt die Pflanze eher Trockenheit als zu viel Feuchtigkeit.

Darf meine Dreikantige Wolfsmilch auch ins Freie?
In den warmen Sommermonaten darf die Pflanze durchaus auch ins Freie an einen warmen, regengeschützten und hellen Platz. Wer seiner Pflanze diese Möglichkeit bieten möchte, stellt den Kübel bereits vor der Pflanzung auf einen fahrbaren Untersatz. Denn aufgrund ihrer schnell erreichten Größe sind Kübel und Pflanze sehr schwer zu bewegen, dies gelingt auf Rädern einfacher.

Ist die Dreikantige Wolfsmilch giftig?
Nicht die Pflanze selbst sondern der enthaltene Pflanzensaft ist giftig. Dieser tritt aus, sobald durch eine Berührung an der Sukkulente eine Wunde entsteht. Daher sollten kleine Kinder und Haustiere auch nie alleine mit dieser Pflanze in einem Zimmer sein. Da es schwierig ist, die Dreikantige Wolfsmilch aufgrund ihrer Höhe bis zu drei Metern an einen höher gelegenen Platz im Zimmer zu stellen, sollte sie in einem Zimmer untergebracht werden, in dem sich weder die Kinder noch die Haustiere aufhalten. Der Hobbygärtner selbst sollte sich auch immer mit langärmeligen Oberteilen und Handschuhen schützen, wenn der die Pflanze für die verschiedenen Arbeiten anfassen muss. Denn bereits kleinste Berührungen mit der giftigen Milch können Hautreizungen auslösen.