Kugelbäume - Beliebte Bäume, Pflege-Tipps und Schnitt

Sumpf-Eiche - Quercus palustris Kugelig, Schatten spendend und mit einem Hauch englischen Charme - der Kugelbaum ist aus den heimischen Grünanlagen nicht mehr wegzudenken. Ob als Zierpflanze im Vorgarten oder als Schattenspender in größeren Anlagen, die dekorativen Gewächse stellen immer ein echtes Highlight dar. Wer sich erst einmal für eine der zahlreichen Arten entschieden hat, profitiert dann in der Regel von der Robustheit und Pflegeleichtigkeit der Gewächse. Einige Kugelbäume müssen regelmäßig geschnitten werden - doch diese Maßnahme kann ganz einfach auch von Anfängern durchgeführt werden. Insgesamt handelt es sich bei Kugelbäumen um sehr pflegeleichte Pflanzen, deren Kultivierung wenig botanisches Vorwissen erfordern.

Kurzer Steckbrief zu Kugelbäumen:
  • Kugel-Akazien bilden typische gefiederte Blätter aus
  • Der Kugel-Ahorn erreicht eine Höhe von bis zu sechs Metern
  • Der Trompetenbaum bildet dachziegelartig geschichtete Blätter aus; optimaler Schattenspender
  • Der Kugel-Ginkgo wächst langsam und bildet typisch fächerartige Blätter aus
  • Kugelplatanen bilden eher ballenartige Kronen und dekorative Früchte aus
  • Die Kugel-Sumpfeiche wird nur 2,5m hoch und präsentiert dekorative Eicheln

Kugel-Akazie

Wer noch nicht viel Erfahrung im Gärtnern aufweisen kann, sollte auf eine pflegeleichte Pflanze wie die Kugel-Akazie zurückgreifen. Diese Akazienform zeigt die charakteristisch geformten Blätter mit hübscher Herbstfärbung. Damit die Kugel-Akazie optimal gedeiht, sind folgende Pflegeaspekte zu berücksichtigen:
  • Kugel-Akazieregelmäßige Bewässerung bei Anzucht und bei Kübelhaltung
  • Bewässerung im Winter erfolgt nur sparsam
  • zusätzliche Düngung ist nicht notwendig
  • Schädlinge: vor allem Läuse, die mit Seifenlauge behandelt werden können
  • Krankheiten: Blattfleckenkrankheit; befallene Blätter müssen eingesammelt werden
{infobox type=info|content=Aufgrund der enormen Wuchsfreudigkeit dieses Kugelbaumes ist darauf zu achten, dass andere Gewächse nicht verdrängt werden.}

Zur Pflege der Kugel-Akazie gehört auch der regelmäßige Schnitt des Gewächses. Von einem einfachen Auslichten über dem Einkürzen der Krone bis hin zu einem radikalen Rückschnitt bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, diese Maßnahme durchzuführen. Beim Auslichten entfernt man lediglich sperrige Äste und Zweige, die Schäden aufweisen. Dabei muss unbedingt sauber und direkt am Ansatz gearbeitet werden, so dass am Schluss keine Stummel verbleiben.

Falls während des Auslichtens große Wundflächen entstehen, sollten die betroffenen Areale zusätzlich mit einem speziellen Wundverschlussmittel behandelt werden. Wer eine perfekte Kugelform erzielen möchte, muss häufig auch gesunde Äste entfernen; zum Schluss sollten die Kronenäste gleichmäßig verteilt sein, so dass sich ein symmetrisches Gesamtbild ergibt. Allerdings wächst diese Akazienform natürlicherweise ohnehin in der Kugelform.

Werden Kugel-Akazien an einem schlecht geschützten Bereich innerhalb der Grünanlage kultiviert, entstehen häufig durch Wind verursachte Schäden n der Krone. Dann werden die Äste bis auf einen Bestand von 2/3 eingekürzt.

Bei der Durchführung des Pflegeschnittes sollte man sich entsprechend schützen, weil sich dieser Kugelbaum in allen Teilen giftig präsentiert.

Kugel-Robinie

Wer einen schnellwüchsigen Baum sucht, der besonders hoch wird, sollte sich für die Kugel-Robinie entscheiden. Dieser Kugelbaum erreicht eine Gesamthöhe von bis zu vier Metern und weist gefiederte Blätter auf, die in ihrem Aussehen und in ihrer Form der Kugel-Akazie ähneln. Im Laufe der Jahre nimmt der Durchmesser des Stammes zu, ohne dass sich jedoch die einmal erreichte Gesamthöhe verändert. Lediglich die Krone verändert ihre Ausmaße. Die Kugel-Robinie eignet sich auch für Hobbygärtner, die eine Pflanze mit besonders dekorativer Herbstfärbung suchen.

Damit das Gewächs optimal gedeiht, sollten folgende Standort- und Substratbedingungen erfüllt sein:
  • Robinie - Robinia pseudoacacia sonniger und windgeschützter Bereich im Garten
  • trockenes bis feuchtes Substrat
  • durchlässige Erde, die reich an Nährstoffen ist
Die Kugel-Robinie kann während des ganzen Jahres angepflanzt werden, mit Ausnahme von Frosttagen. Gegossen werden ausschließlich frisch gepflanzte Gewächse, bis diese angewachsen sind. Die Düngung erfolgt mit Hilfe von Kompost im Frühjahr.

Die Kugel-Robinie präsentiert sich insgesamt sehr gut schnittverträglich; nicht nur die Kugelform wird dabei gewählt; viele Gärtner entscheiden sich auch für andere geometrische Figuren oder Phantasiegebilde.

Kugel-Ahorn

Wie die Kugel-Robinie gehört der Kugel-Ahorn zu den Gewächsen, die eine enorme Gesamthöhe erreichen; im ausgewachsenen Zustand wird diese Ahornvariante bis zu sechs Meter hoch. Auch die Herbstfärbung ist ausgesprochen dekorativ und besticht durch ihre leuchtend gelben Blätter. Am besten lässt sich die Pflanze an einem sonnigen bis halbschattigen Bereich innerhalb der heimischen Grünanlage kultivieren, wobei lockeres und leicht kalkhaltiges Substrat zum Einsatz kommen sollte.

Die Bewässerung ist insbesondere bei frisch gepflanzten Bäumchen notwendig, wobei sich das Errichten eines Gießrandes bewährt hat. Ansonsten benötigt das Gewächs ausgesprochen wenig Pflege; selbst Düngemaßnahmen sind nicht erforderlich. Lediglich im Frühjahr kann man zusätzlich etwas Kompost ausgeben.

Schneidemaßnahmen sind beim Kugel-Ahorn zwar möglich, aber meistens unnötig. Die Pflanze wächst auch natürlich in ihrer kugeligen Form. Es hat sich jedoch bewährt, das Gewächs hin und wieder einmal auszulichten; dabei wird krankes oder abgestorbenes Holz entfernt. Auf diese Weise kann der Baum wesentlich verjüngt werden. Auch Radikalschnitte sind durchaus möglich, zum
Beispiel wenn ein Neuaufbau der Krone erwünscht ist. Dann schneidet man alle Zweige oberhalb der Veredlungsstelle auf einen kopfartigen Rest zurück. Beim Schneiden sollten grundsätzlich folgende Aspekte beachtet werden:
  • Kugel-Ahorn - Acer platanoides 'globosum'Pilzanfälliges Holz sollte man nicht stehenlassen
  • beschädigte Äste ebenfalls entfernen, da diese eine Angriffsfläche für Schädlinge bieten
  • größere Wunden sind mit Wundverschlussmittel zu behandeln
  • geschnitten wird bis spätestens Ende Januar
{infobox type=info|content=Die Schneidemaßnahmen dürfen nicht zu spät vorgenommen werden, wenn der Saftstrom wieder einsetzt, besteht leicht die Gefahr, dass das Holz dieses Kugelbaumes regelrecht ausblutet.}

Kugel-Ginkgo

Wer ein wenig japanisches Flair für seine heimische Grünanlage sucht, kann auf den Kugel-Ginkgo zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um ein langsam wachsendes Gewächs, das eine Gesamthöhe von insgesamt drei Metern erreichen kann und kompakt kugelig wächst. Die Früchte und Blüten präsentieren sich unscheinbar, während die Blätter mit ihren typischen fächerartigen Strukturen den klassischen Charakter der Pflanze ausmachen. Auch aufgrund der Herbstfärbung ist das Gewächs beliebt, die sich leuchtend gelb zeigt. Aufgrund seiner Robustheit und Pflegeleichtigkeit ist der Kugel-Ginkgo vor allem für Hobbygärtner geeignet, die noch nicht viel Erfahrung im Bereich der Gärtnerei sammeln konnten.

Damit die Pflanze optimal gedeihen kann, sollten folgende Aspekte bei der Pflege des Gewächses beachtet werden:
  • Gingko bilobasonniger bis schattiger Standort
  • für jeden Boden geeignet; optimal sind Substrate mit einem hohen Nährstoffgehalt
  • so bewässern, dass der Boden nicht komplett austrocknet
Spezielle Schneidemaßnahmen sind nicht nötig, um die Krone zu erhalten; allerdings präsentieren sich diese Kugelbäume insgesamt sehr schnittverträglich. Insbesondere ältere Exemplare sollten geschnitten werden, um eine gezielte Verjüngung zu erreichen.

Der Ginkgo gehört grundsätzlich zu den gering anfälligen Sorten, weshalb ein Befall von Schädlingen oder der Ausbruch von diversen Erkrankungen nicht zu erwarten ist.

Kugel-Sumpfeiche

Wer eher einen kleinen Kugelbaum sucht, kann zu der Kugel-Sumpfeiche greifen, die nicht größer als zweieinhalb Meter wird. Eine Besonderheit stellt die dekorative Herbstfärbung dar; darüber hinaus präsentiert das Gewächs goldfarbene Kätzchen und braune Eicheln, welche die Kugel-Sumpfeiche in der heimischen Grünanlage zu einem echten Hingucker machen. Das außergewöhnliche Gewächs wird am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort kultiviert, wobei tiefgründiger Boden zum Einsatz kommen sollte. Wird das Substrat zu trocken gewählt, steigt das Risiko für einen Befall mit Mehltau. Die Bewässerung erfolgt vorsichtig; die Kugel-Sumpfeiche wird nur gegossen, wenn es nötig ist. Weder darf der Boden vollständig austrocknen, noch darf dabei Staunässe entstehen. Gedüngt wird lediglich mit Kompost.

Wer die Pflanze im Herbst kugelförmig zurückschneidet, fördert die Wuchsdichte und damit auch die insgesamte Verzweigung. Es hat sich deshalb als sinnvoll erweisen, diese Maßnahme jedes Jahr durchzuführen.

Kugelplatane

Hobbygärtner, die nicht nur einen kugeligen Baum suchen, sondern sich auch an dekorativen Früchten erfreuen möchten, wählen die Kugelplatane. Das Gewächs, das eine Gesamthöhe von insgesamt vier Metern erreicht, zeigt im Herbst kugelförmige Früchte mit Borsten. Darüber hinaus kann sich der Hobbygärtner über eine sehr dekorative Herbstfärbung in Ocker-Nuancen erfreuen. Die Krone selbst weist weniger Ähnlichkeit mit einer klassischen Kugelform als vielmehr mit einer ballenförmigen Struktur auf; diese wächst gewaltig und kann einen Durchmesser von bis zu sechs Metern aufweisen. Bei der Kultivierung der Kugelplatane sind folgende Aspekte zu beachten:
  • sonniger bis halbschattiger Standort; Pflanze zeigt sich hitzeresistent
  • normaler Gartenboden reicht aus, optimal ist durchlässiges und tiefgründiges Substrat
  • Bewässerung erfolgt nur bei anhaltender Trockenheit bzw. in der Zeit bis zum Anwachsen
  • Düngung erfolgt im Mai (NPK-Dünger)
Obwohl sich das Gewächs insgesamt als sehr schnittverträglich präsentiert, werden nur kranke oder alte Exemplare geschnitten. Auf diese Weise kann eine deutliche Verjüngung erzielt werden.

Kugel-Trompetenbaum

Nicht besonders bekannt, dafür aber sehr imposant präsentiert sich der Kugel-Trompetenbaum, der sehr pflegeleicht ist, nicht zu hoch wird und sich insbesondere für Anfänger eignet. Das Gewächs zeigt sich aufgrund der dachziegelartig übereinander angeordneten Blätter als optimaler Schattenspender im Sommer; darüber hinaus finden Vögel in dem dichten Blattwerk ideale Nist-Möglichkeiten. Je älter der Baum wird, umso breiter wird auch die Krone, so dass die ursprüngliche Kugelform allmählich immer mehr verschwindet. Damit der Baum gut gedeiht, sollten folgende Standort- und Bodeneigenschaften erfüllt sein:
  • Kugel-Trompetenbaum sonnige bis halbschattige Bereiche im Garten
  • geschützter Standort, der vor den Einfluss von starkem Wind bewahrt
  • Nährstoffreicher und feuchter Boden
Der Kugel-Trompetenbaum sollte stets ausreichend gewässert und gedüngt werden. Schneidemaßnahmen sind zwar grundsätzlich möglich, aber eher unüblich; wenn man das Gewächs schneiden möchte, sollte man diese Maßnahme von Februar bis zum März vornehmen und ab der Veredlungsstelle ein gutes Drittel der Krone belassen. Anschließend treibt der Baum dann rasch wieder aus. Ältere Exemplare sollten nur ausgelichtet werden.

Der Kugel-Trompetenbaum zeigt sich anfällig gegenüber bestimmten Krankheiten, zum Beispiel dem Brandkrustenpilz und der Verticillium-Welke. Das Gewächs wird darüber hinaus auch häufig von Blattläusen befallen; dann helfen gezielte Spritzungen mit Seifenlösung oder diverse Ölpräparate. Befindet sich das Gewächs noch im Anfangsstadium der Erkrankung, kann auch ein gezieltes Abspritzen mit dem Wasserschlauch hilfreich sein.

Häufig gestellt Fragen

Die Kugel-Akazie wächst nach dem Rückschnitt nicht in der klassischen Kugelform. Welche Ursache könnte diesem Verhalten zugrunde liegen?
Wenn die Krone der Kugelakazie nicht über der Veredlungsstelle gekappt wurde, treibt die Unterlage erneut aus. Dann bildet sich der klassische kugelförmige Wuchs nicht aus.

Die Äste der Kugelplatane färben sich braun, während sich das Holz insgesamt zersetzt. Welche Ursache kommt für diese Erscheinung in Frage?
Meist sind Pilzerkrankungen die Ursache, die durch richtigen Standort und optimale Substratwahl verhindert werden können.