Sonnenhut, Echinacea - Pflege, Schneiden und Vermehren

Sonnenhut-Echinacea in NahaufnahmeDer Sonnenhut, auch bekannt als Echinacea, hat den Ruf, sehr anspruchslos zu sein. Und somit ist die Staude gerade für Gartenanfänger sehr gut geeignet. Denn wenn auch nur ein paar wenige Stauden des bunten Sonnenhutes im Garten gesetzt werden, so kann schnell eine wahre Blütenfülle im Garten entstehen. Einmal ausgesät oder gepflanzt vermehren sich die Stauden ganz von allein. Auch bereichert der Sonnenhut den Garten noch auf eine andere Weise, denn die gefräßigen Schnecken machen einen weiten Bogen um ihn. So ist die Echinacea gerade auch als Umrandung eines Nutzbeetes gut geeignet.

Kurzer Steckbrief
  • Sonnenhut, Echinacea, nicht zu verwechseln mit Sonnenhut Rudbeckia
  • gehören zu den Korbblütern und somit gleicher Gattung an
  • Echinacea kann am harten und stacheligen Blütenkörbchen erkannt werden
  • auch als Heilpflanze, meist gegen Erkältungen bekannt
  • winterharte Staudenpflanze
  • auch im Kübel kultivierbar
  • blüht rosa, rot, orange-gelb oder weiß
  • können mit anderen Stauden in direkter Nachbarschaft gut kultiviert werden
  • vertragen sich mit Phlox, Indianermesseln, Blutweiderich, Rittersporn oder Ziersalbei
  • Wuchshöhe der Staude liegt bei etwa einem Meter

Standort, Substrat und Boden

Der Sonnenhut bevorzugt einen hellen bis vollsonnigen Standort. So ist er auch für einen Platz mittig im Garten, auf den keinerlei Schatten fällt, recht gut geeignet. Da sich Echinacea mit vielen anderen Stauden gut verträgt, können diese gerne zusammenpflanzt werden:
  • verträgt sich mit Rittersporn, Indianermesseln, Ziersalbei , Blutweiderich und Phlox
  • gedeiht auch auf kleinstem Platz
  • der geeignete Standort mit viel Sonneneinstrahlung fördert vor allem die Blütenentwicklung
{infobox type=check|content=Da Schnecken einen großen Bogen um Echinacea machen, kann man die Stauden auch als natürliche Barriere zum Nutzgarten einpflanzen.} Echinacea bevorzugt einen nährstoff- und humosreichen Boden, kann aber durchaus auch in einem Lehmboden überleben. Idealerweise ist der Boden immer leicht feucht und wasserdurchlässig. Daher für die Wasserdurchlässigkeit beim ersten Pflanzen ein wenig Sand untermischen und für die Nährstoffe Gartenkompost.

Gießen und Düngen

Der Sonnenhut freut sich über eine regelmäßige Wassergabe im Idealfall in den kühleren Abendstunden und einen gleichmäßig feucht gehaltenen Boden. Staunässe ist hier jedoch auf jeden Fall zu vermeiden. In längeren Regenperioden muss bei den im Freiland stehenden Stauden nicht zugegossen werden. Doch auch eine Trockenperiode verzeiht die Echinacea. Jedoch ist dann mit einer geringeren Blüte zu rechnen. Gedüngt werden sollte wie folgt:
  • Kompost als Düngemittelfür Freilandpflanzen im Frühjahr mit Kompost düngen
  • zwischendurch die Erde immer wieder mit einer Harke auflockern
  • für Kübelpflanzen kann Flüssigdünger für Stauden aus dem Handel genutzt werden
  • für die Düngemenge und -häufigkeit auf die Herstellerangaben achten
{infobox type=check|content=Bei der Kultivierung im Kübel vor der Bepflanzung eine Drainage anlegen, damit keine für die Echinacea gefährliche Staunässe entstehen kann. Dafür wird über dem Abflussloch eine Schicht aus Tonscherben oder ähnlichem gelegt. Bevor die Erde aufgegeben wird, wird noch eine Schicht Pflanzenvlies darüber gegeben. So kann keine Erde das Ablaufloch verschließen und das überschüssige Gießwasser kann ungehindert abfließen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass sich auch im Unterteller kein Wasser staut, dieses muss dann gegebenenfalls ausgeschüttet werden.}

Schneiden

Die üppig blühenden Stauden des Sonnenhuts werden im Idealfall im Frühjahr vor dem neuen Austrieb geschnitten. Dies hat den Vorteil, dass der Garten im Winter nicht so leer aussieht, da die Blüten bei guter Witterung auch bis in den Winter hinein überstehen. Ansonsten kann die Staude nach der Blüte im späten Herbst auch bodennah geschnitten werden. {infobox type=check|content=Für eine reichhaltige Blüte sollten die welken Blütenköpfe regelmäßig abgeschnitten werden, so wird das Wachstum neuer Blüten gefördert.}

Teilung

Befinden sich bereits Stauden der Echinacea im Garten, dann können diese einfach durch eine Teilung vermehrt werden. Der Sonnenhut vermehrt sich im Allgemeinen bereits von selbst und so werden die Stauden immer breiter. Diese erwachsenen Stauden können nun gut geteilt werden, die abgeteilten Stauden werden sodann an einen anderen Standort im Garten gesetzt. Bei der Teilung wird wie folgt vorgegangen:
  • die für die Teilung vorgesehene Staude mit einer Grabgabel vorsichtig ausgraben
  • die Staude dann in die gewünschte Anzahl von einzelnen Stücken zerteilen
  • hierzu ein scharfes Messer oder einen Spaten nutzen
  • junge Pflanzen vorsichtig mit den Händen an den Wurzeln teilen
  • dann wieder an den neuen, dafür vorgesehen Standorten einpflanzen
  • vor dem Einpflanzen eventuell eingewachsenes Unkraut entfernen
  • bei Neueinpflanzung einen Abstand zwischen den einzelnen Stauden von 40 cm einhalten

Aussaat

Im Fachhandel sind zahlreiche Samentüten mit dem Samen der Echinacea in den vielen verschiedenen Arten und Farben erhältlich. So kann sich der Hobbygärtner mit diesen Samen eine vielfältige Farbenpracht im Gartenbeet schaffen. Bevor diese Samen ausgesät werden können, sollte der gewünschte Standort jedoch vorbereitet werden:
  • Schmetterling auf Sonnenhutdie ideale Zeit für die Aussaat ist der Frühling
  • Zuerst muss am neuen, sonnigen Standort sämtliches Unkraut entfernt werden
  • dies funktioniert mit einer Gartenharke am
    besten, indem der Boden aufgelockert und alles, was dort wächst entfernt wird
  • die Samen im Abstand von 40 cm einsetzen, wenn es sich bereits um den endgültigen Standort handeln sollte
  • Samen können auch in kleinen Töpfen mit Anzuchterde vorgezogen werden
  • Aussaat leicht andrücken und mäßig gießen
  • die Keimdauer beträgt etwa 2 bis 3 Wochen
  • Keimlinge, die sich nicht entwickeln sollten entfernt werden
{infobox type=check|content=vertrocknete Blüten der Echinacea nicht entsorgen, sondern an einem warmen und trockenen Ort, zum Beispiel im Heizungskeller auf einem Brett ausbreiten und weiter trocknen lassen. So können im nächsten Frühjahr die eigenen Samen zum Aussäen genutzt werden.}

Pflanzung im Freiland

Wenn der passende Standort gefunden wurde, muss dieser vorbereitet werden. Alles Unkraut muss großflächig entfernt werden. Dies geht am einfachsten mit einer Gartengabel, mit der der Boden vorab aufgelockert wird. Dann wird ein Loch gegraben, die entnommene Erde in eine Schubkarre gegeben. Werden mehrere Echinacea gleichzeitig eingepflanzt, dann muss auf einen Pflanzabstand von mindestens 40 cm geachtet werden. Dann wird wie folgt weiterverfahren:
  • ausgehobene Erde je nach Konsistenz mit Sand und immer mit Gartenkompost in der Schubkarre mischen
  • Stauden in die ausgehobenen Löcher setzen
  • Erde darüber geben und leicht andrücken
  • danach leicht angießen
  • wer mag, kann verschiedene weitere Stauden mit einpflanzen

Pflanzung im Kübel

Die Echinacea lässt sich gut als Kübelpflanze kultivieren und kann Terrasse oder Balkon ebenfalls in ein Blütenmeer verwandeln. Dies ist vor allem eine gute Option für alle Hobbygärtner, die keinen Garten zur Verfügung haben. Damit der winterharte Sonnenhut auch in der kalten Jahreszeit im Freien verbleiben kann, sollte hier auch ein frostharter Kübel gewählt werden. So eignen sich am besten Weidenkörbe, verzinkte Behälter oder Holzkübel, die bei Frost nicht brechen. Bei der Pflanzung sollte wie folgt vorgegangen werden:
  • Kübel wählen, der rundherum genügend Platz bietet, denn im Freiland sollen die Pflanzen ca. 40 cm auseinanderstehen
  • Drainage gegen Staunässe über dem Abflussloch anlegen
  • Kiesel oder Tonscherben sowie ein Pflanzvlies sind hier geeignet
  • eine kleine Schicht Pflanzenerde aus dem Handel darüber geben
  • Sonnenhut aufsetzen und die restliche Erde rundherum verteilen
  • leicht angießen
  • Echinacea kann auch mit weiteren Stauden im Kübel zusammen kultiviert werden

Umtopfen

Der Sonnenhut vermehrt sich zum Teil auch von selbst. Daher ist es wichtig, dass er, wenn er im Kübel kultiviert wurde, regelmäßig, am besten einmal im Jahr im frühen Frühjahr vor dem Austrieb umgetopft wird. Hierbei wird wie folgt vorgegangen:
  • Topf mit Erde zum Umtopfenwenn die gesamte Staude in einem Kübel verbleiben soll, muss beim Umtopfen ein größeres Gefäß gewählt werden
  • soll die Staude im alten Kübel verbleiben, muss ein Teil entfernt werden, wie es bei Vermehren durch Teilung  erfolgt
  • sodann wird der eine Teil des Sonnenhuts wieder in den alten Kübel gesetzt
  • der andere Teil kommt in einen neuen Topf oder ins Freiland
{infobox type=check|content=Wer nicht so viel Platz für größere und mehrere Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse hat, kann den abgeteilten Teil der Staude auch an andere Gartenfreunde und Blumenlieberhaber verschenken, die ihre Staude der Echinacea dann selbst im Freiland oder Kübel kultivieren können.}

Überwintern

Der Sonnenhut gehört zu den winterharten Stauden. Der in der Erde verbleibende Teil ist hierbei frosthart. Alles was über der Erde ist, wird im Frühjahr vor dem neuen Austrieb geschnitten. Handelt es sich um einen milden Winter, dann bleibt die Pflanze über diesen auch grün und kann sogar weit bis in den Winter hinein ihre schönen Blüten behalten. Doch in der Regel verblüht die Echinacea im Herbst. Sonnenhüte, die im Kübel kultiviert werden, sollten im Winter geschützt werden. Hierbei wird wie folgt vorgegangen:
  • um den frostharten Kübel eine Isolierschicht, zum Beispiel aus Reisig, wickeln
  • die Erde rund um die Pflanzen mit Mulch vor der Kälte schützen
  • Kübel auf Styropor stellen, um ihn auch von unten gegen Kälte zu schützen

Pflegefehler, Krankheiten oder Schädlinge

Auch wenn die Echinacea sehr robust und pflegeleicht ist, so ist sie doch anfällig für Schädlinge, daher sollte sie regelmäßig, das heißt am besten wöchentlich, auf Auffälligkeiten an Blättern und Blüten  untersucht werden, damit sofort gehandelt werden kann, sollten die Stauden befallen sein. Gerne bildet sich die Pilzkrankheit Mehltau in den Monaten von Juni bis September auf dem Sonnenhut. Zu erkennen ist Mehltau an der weißen Schicht, die er auf den Blättern und Blüten der Stauden bildet. Dann muss sofort gehandelt werden, um die Stauden aber auch den restlichen Garten zu schützen, denn Mehltau verbreitet sich schnell auch auf anderen Pflanzen und Bäumen. Daher sollte bei einem Befall wie folgt vorgegangen werden:
  • chemische Mittel aus dem Handel zum Einsprühen nutzen
  • natürliche Mittel wie einen Teil Milch und neun Teile Wasser zum Einsprühen mischen
  • auch eine Mischung aus Spülmittel, drei Päckchen Backpulver und ein wenig Speiseöl, die mit fünf Litern Wasser vermengt wird, soll gegen Mehltau helfen
  • Kann der Mehltau nicht bekämpft werden, sollten die Stauden zurückgeschnitten werden, um eine weitere Ausbreitung im Garten zu vermeiden
  • die abgeschnittenen Stängel, Blüten und Blätter nicht auf den Kompost sondern in den Hausmüll geben

Häufig gestellte Fragen

Sonnenhut-Echinacea Ist meine Echinacea winterhart?
Der Sonnenhut ist eine winterharte Staude. Ist sie im Freiland kultiviert, müssen im Winter keine Maßnahmen getroffen werden, da hier der Winter von den Pflanzen gut überstanden wird. Im Kübel können die Wurzeln leichter einfrieren, daher sollte dieser mit einer Isolierschicht im Winter vor Frosttagen geschützt werden.

Ich habe keinen "grünen Daumen", ist der Sonnenhut trotzdem für mich geeignet?

Echinacea ist eine sehr pflegeleichte Pflanze, die gerade auch gut für Gartenanfänger ist. Denn sie benötigt nicht viel Pflege und ist sehr genügsam, was das Gießen und Düngen angeht. So müssen die Pflanzen im Freiland nur einmal im Jahr gedüngt werden, auch eine längere Trockenheit verzeihen sie gerne. So kann sie auch bei wenig Zeit fürs Gärtnern kultiviert werden und macht den Garten bunt.

Was kann meiner Echinacea schaden?

Wie alle Pflanzen ist auch der Sonnenhut nicht gefeit vor Schädlingen. Während Schnecken einen großen Bogen um die Pflanze machen, können die Stauden dennoch von Mehltau befallen werden, dass auf jeden Fall bekämpft werden muss. Mehltau ist aus diesem Grund auch gefährlich, da es sich um eine Pilzkrankheit handelt, die auch auf andere Pflanzen im Garten übergreifen kann.