Wasserhyazinthe, Eichhornia - Pflege-Anleitung & Überwintern

Blüte der WasserhyazintheWasserhyazinthen sind robust und dekorativ. Sie stellen einige Ansprüche an ihren Standort und das Wasser, in welchem sie wachsen, sind aber ansonsten recht anspruchslos. Ein Nachteil dieser Blühpflanze ist, dass sie nicht winterhart sind. Sie müssen bei mindestens 15° C über die kalte Jahreszeit gebracht werden. Ansonsten sind die Wasserpflanzen aber ohne Probleme zu kultivieren. Fühlen sie sich wohl, breiten sie sich rasant aus. Dagegen sollte man etwas tun. Sonst machen Wasserhyazinthen kaum Arbeit. Wie sie gepflegt und überwintert werden, erfahren Sie im folgenden Text. Lesen Sie weiter!

Kurzer Steckbrief der Wasserhyazinthe:
  • Ausdauernde, in kühlen Regionen einjährige krautige Pflanzen.
  • Wasserpflanzen, die mit aufgeblasenem Blattstiel im Wasser treiben
  • Bei den meisten Formen treiben die Blätter auf dem Wasser, bei einigen auch darunter.
  • Fleischige, leuchtend grüne Blätter
  • Bis zu 30 Blüten pro Blütenstand – ähnlich wie Frühjahrshyazinthen
  • Meist blaue Blüten (stahlblau bis hell-violett)
  • Blüte – Juli bis Oktober
  • Nach Bestäubung bilden sich Kapselfrüchte oder Nüsse
  • Beeindruckende Wurzel, manchmal bis 40 cm lang und entsprechend umfangreich
  • Stammt aus den Tropen Südamerikas
  • Wurde als Zierpflanze in andere Tropische Gebiete gebracht und breitet sich dort flächenbrandmäßig aus.
  • Eine der invasivsten Neophyten weltweit. Gewässer verlanden, Biotope verändern sich, Schifffahrt wird behindert.
  • Wasserhyazinthen werden für Flechtwaren und für die Papierherstellung genutzt.
  • Ideal sind sie zur Beschickung von Biogasanlagen und zur Dekontaminierung schwermetallbelasteter Gewässer.
Die Pflege der Wasserhyazinthe im Gartenteich

Wasserhyazinthen sind eher selten in heimischen Gartenteichen anzutreffen. Das liegt meist daran, dass die Pflanzen in unseren kurzen Sommern nicht zur Blüte gelangen. Versuchen kann und sollte man es allerdings schon einmal. Wenn die Kulturbedingungen stimmen, ist die Wasserhyazinthe recht robust und gelangt auch zur Blüte. Das Gute an den Pflanzen ist, dass sie extrem gesund sind und auch nur in Ausnahmefällen von Schädlingen heimgesucht werden. In Aquarien ist die Wasserhyazinthe ein häufigerer Gast, allerdings ist es wichtig, dass die Pflanze genug Sonnenlicht bekommt, sonst gedeiht sie nicht. Die Verwendung der Wasserhyazinthe als Aquarienpflanze beschränkt sich in der Regel auf große, oben offene Becken mit starker Beleuchtung und relativ hoher Makronährstoff-Konzentration im Wasser. Welche Arten sich eignen und wie sie kultiviert werden, erfahren Sie unter http://www.heimbiotop.de/eichhornia.html.

Standort

Wasserhyazinthen im TeichDie Wasserhyazinthe entwickelt sich in langen, heißen Sommern am besten. Wenn dazu noch eine hohe Luftfeuchtigkeit gegeben ist, kommen die Pflanzen auch zur Blüte. Sie benötigen einen sonnigen Standort und warmes Wasser. Flaches, nährstoffreiches Wasser, am besten über Schlammboden, ist ideal.
  • Sonnige Lage
  • So warm und sonnig, wie es geht
  • Wassertemperaturen zwischen 18 und 20° C
  • Stehendes Gewässer, keine, oder nur sehr langsam fließende Gewässer
  • Wassertiefe ab 10 cm
  • Ideal sind 30 bis 50 cm
  • Ideal ist ein Wasserbecken im Wintergarten. Hier wächst und gedeiht die Wasserhyazinthe ganzjährig, blüht und bildet auch Früchte.
  • Kois und Goldfische knabbern gern an den Wurzeln der Schwimmpflanzen. Wer also diese Fische im Teich hat, für den sind Wasserhyazinthen nicht unbedingt ideal.

  Die Wasserhyazinthe benötigt viel Wärme. Wer also in kühleren Gegenden lebt, beispielsweise im Gebirge, sollte sich lieber andere Teichpflanzen zulegen.

Substrat

Das Substrat ist das Wasser. Dieses muss unbedingt nährstoffhaltig sein, sehr sogar. Wenn nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen, mickert die Wasserhyazinthe vor sich hin und wird garantiert nicht blühen.
  • Nährstoffreiches Wasser
  • pH-Wert 6 bis 8, also weiches bis hartes Wasser.
  • Kübelhaltung ist nur bedingt möglich. Kleine Becken enthalten in der Regel einfach nicht genügend Nährstoffe, selbst wenn gedüngt wird.

  Nährstoffreiches Wasser fördert normalerweise das Algenwachstum, was im Gartenteich eher unerwünscht ist. Die Wasserhyazinthe ist ein natürlicher Wasserfilter. Sie nimmt die Nährstoffe auf und reduziert sie erheblich. So wird die Wasserqualität entscheidend verbessert.

Pflanzen

WasserhyazintheVon Pflanzen kann man nur bedingt sprechen. Wasserhyazinthen schwimmen im Teich, werden also nicht eingegraben. Man setzt sie einfach am Rand des Teiches ins Wasser. Je nach Teichgröße sollten nicht zu viele der Pflanzen eingesetzt werden. Bei guten Bedingungen vermehren sie sich zügig. Die Tochterpflanzen sind innerhalb weniger Wochen (2 bis 3) so groß wie die Mutterpflanze.
  • 1 –2 Pflanze pro m²
  • Maximal 3 Pflanzen pro 2 m²

Schneiden

Schneiden ist das falsche Wort bei der Wasserhyazinthe. Ausdünnen trifft es besser. Wo sich die Pflanze wohl fühlt, breitet sie sich aus, manchmal recht stark. Was einem zu viel ist, kann man einfach aus dem Teich fischen. Wer diese Wasserpflanze gewähren lässt, muss damit rechnen, dass sie den gesamten Teich überwuchert. Das ist in unseren kurzen Sommern aber recht selten, es sei denn, man hat einen Miniteich und setzt mehrere Pflanzen ein.

  Wenn die Wasserhyazinthe stark wuchert und einen recht dichten Teppich bildet, sind die Lebewesen im Wasser in Gefahr. Es kommt kaum noch Licht durch die Pflanzen. So können sie nicht leben. Es muss also was gegen die Ausbreitung unternommen werden, aber wie gesagt, so ein rasanter Zuwachs ist selten. Da müssen alle Bedingungen stimmen.

Überwintern

Die Überwinterung ist nicht ganz einfach. Im Spätherbst muss die Pflanze in ein wärmeres Quartier umziehen. Sie benötigt viel, viel Licht. Kunstlicht ist leider nicht gut geeignet. Besser macht sich eine Energiesparlampe, ab 11 Watt. Die Temperaturen müssen hoch sein, sollten keinesfalls länger unter 15° C fallen. Das macht es auch notwendig, die Pflanze (n) im Herbst unter Umständen beizeiten aus dem Teich zu nehmen. Der erste Frost bringt die Wasserhyazinthe definitiv um.
  • In
  • Im Aquarium oder einem Wasserbecken, min einer Wassertiefe von mindestens 20 cm
  • Hell und bei Temperaturen zwischen 15 und 20° C
  • Wichtig sind etwa 12 Stunden helles Licht am Tag. Das lässt sich nur mit zusätzlicher Beleuchtung machen.
  • Wichtig ist ein gleichmäßig warmer Standort
  • Günstig ist ein Wintergarten mit entsprechenden Temperaturen
  • Im Winter muss zusätzlich gedüngt werden. Genutzt wird Wasserpflanzendünger in der angegebenen Konzentration
  • Wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, kann die Wasserhyazinthe im Mai wieder in den Teich gesetzt werden.

  Wer Schwierigkeiten mit der Überwinterung hat, kann sich

Vermehren

Wasserhyazinthen-AnbauDie Wasserhyazinthe vermehrt sich selbst vegetativ, einfach durch Ausläufer. Frucht- und Samenbildung gelingt in unseren klimatischen Breiten nicht, dafür ist der Sommer zu kurz.
  • Abtrennen von Ausläufern
  • Diese bilden sich recht schnell und können abgetrennt werden.
  • Aus ihnen entwickeln sich schnell neue Pflanzen.
Krankheiten und Schädlinge

Wasserhyazinthen sind extrem gesund. Sie haben nur ausgesprochen selten unter Krankheiten zu leiden, in der Regel nur bei schlechten Kulturbedingungen. Schädlinge sind noch seltener.

Häufig gestellte Fragen

Die Wasserhyazinthe wächst kaum und hat blassgrüne Blätter. Woran kann das liegen?
Diese Symptome kommen von Nährstoffmangel und/oder Kälte.

Wie schnell vermehren sich Wasserhyazinthen?
Laut meiner Recherche verdoppeln die Pflanzen bei guten Bedingungen die Fläche, welche sie einnehmen in nur 2 bis 3 Wochen. Da kann man sich ausrechnen, wie lange es dauert, bis der Gartenteich zugewuchert ist. Allerdings sind dafür wirklich ideale Bedingungen notwendig, also viel Sonne, hohe Temperaturen und doch eine hohe Luftfeuchtigkeit.