Kräutergarten

Salbei blüht: ist Salvia blühend essbar?


Salbei blühend essbar

Wer Salbei im Garten zieht, nutzt in erster Linie die Blätter. Doch wie sieht es aus, wenn Salbei blüht? Ist die Pflanze blühend immer noch essbar?

Giftig oder nicht?

Die Blätter des Salbeis sind sowohl essbar, als auch in der Naturheilkunde weit verbreitet. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie es um die anderen Pflanzenbestandteile steht. Vor allem die Blüten sind bei vielen Gewächsen ungenießbar und sorgen mitunter bei Ihrer Entwicklung dafür, dass auch die sonstigen Bestandteile ihre Verzehrfähigkeit verlieren.

Salbei blüht

Bei Salvia sieht es mitnichten so aus. Grundsätzlich beinhaltet Salbei Alkaloide, die artabhängig mehr oder weniger stark konzentriert sein können. Der echte Salbei, Salvia officinalis, weist diese Stoffe nur so gering auf, dass der Genuss generell unbedenklich ist. Nahezu alle Pflanzenbestandteile sind genieß- und problemlos essbar:

  • Blätter
  • Blüten
  • Wurzeln

Alkaloide, was ist das?

Alkaloide sind chemische Verbindungen, die in vielerlei Pflanzen enthalten sind. Sie erzeugen die pharmazeutische Wirkung vieler Gewächse, wirken in übermäßiger Dosierung aber auch toxisch, also giftig, auf den menschlichen Organismus. Häufig zu beobachtende Wirkungen sind:

Salbei blüht
  • Euphorie
  • aufputschende Wirkungen
  • zunehmende Kreislaufaktivität
  • Schwitzen

Für besonders empfindliche oder vorgeschädigte Personengruppen gilt daher, dass Salbeipflanzen zwar mitsamt den Blüten zum Inhalieren oder Gurgeln eingesetzt werden können, auf den Verzehr als Tee oder Würzkraut dagegen verzichtet werden sollte.

Achtung: Das gilt auch für Schwangere, da die Inhaltsstoffe der Blüten und Blätter Wehen fördern können.

Was ändert sich blühend?

Auch wenn ein Salbei blüht, verändert sich der Alkaloidgehalt der Pflanze nicht. Stattdessen wandern Inhaltsstoffe, die bisher in den Blättern konzentriert waren, in die Blüten. Denn sobald die Blütenbildung bei Salvia einsetzt, setzt die Pflanze einen Großteil ihrer Energie dafür ein, die Blüte und die daraus entstehenden Samen bestmöglich gedeihen zu lassen. Für Sie als Verwerter hat das vor allem einen Aromaverlust bei den Blättern zur Folge.

Hinweis: Die Blüten weisen den mildesten Geschmack aller Pflanzenteile auf. Wenn Sie Salbeigeschmack nur in Maßen mögen, nutzen Sie die Blüten für eine der zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten.

Die Blüten nutzen

Die Blüten des Salbeis sind nicht nur genießbar, sondern bieten Ihnen zahlreiche neue Verwendungsmöglichkeiten für das markante Aroma dieser vielseitigen Pflanze:

Salbei blüht
  • Blütenbutter
  • Salbeiblütenlikör
  • Blütenzucker
  • Einlagen in süßen und herzhaften Speisen
  • Verfeinern von Marmeladen, v.a. Erdbeere
  • Aromatisierung von Ölen und Essig
  • Salbeiblütentee

Häufig gestellte Fragen

Sind die Blüten aller Salbeiarten genießbar?

Der in aller Regel vorhandene Echte oder auch Küchensalbei ist problemlos einschließlich der Blüten essbar. Das gilt auch für besondere Sorten wie den Ananassalbei oder den Muskatellersalbei. Informieren Sie sich aber bei weniger bekannten Sorten über die Verwendungsmöglichkeiten. Der Aztekensalbei etwa ist in Deutschland sogar verboten, da er wegen intensiver Inhaltsstoffe unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

Wann ist die richtige Erntezeit für Salvia?

Wenn Sie Salbei blühend ernten wollen, sollten Sie die Blütezeit von Mai bis Anfang Juli nicht verpassen. Achten Sie darauf, die Erntezeit so vorzusehen, dass der Salbei erst seit kurzem blüht, da die Blüten andernfalls zunehmend Aroma und Farbe verlieren und immer weniger nutzbar werden.

Was mache ich, wenn ich die Salbeiblüten nicht nutzen möchte?

Wenn Sie ausschließlich die Blätter des Salbeis verwenden wollen, sollten Sie während und nach der Blütezeit nicht ernten, bis nach dem Verblühen wieder neue Blätter nachwachsen. Diese sind genauso aromatisch, wie die Blätter vor der Blüte. Alternativ können Sie auch spezielle Sorten, wie den Dalmatinischen Salbei, verwenden. Diese bilden besonders wenige Blüten und sehr viele Blätter.

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