Senecio barbertonicus 'Himalaya' - Pflege-Anleitung

senecio barbertonicus himalayaÜber Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ findet man reichlich widersprüchliche Aussagen, angefangen von der Herkunft, über das Aussehen bis hin zur Pflege. Die sukkulente Pflanze ist recht pflegeleicht, wächst nicht so langsam, wie häufig angegeben und verliert dadurch auch schnell ihren kompakten Wuchs. Das anfangs zierlich, elegante Aussehen weicht schnell.

Senecio barbertonicus ‘Himalaja‘ hat eine grasartige Wuchsform und wird auch Berggras genannt. Die lateinische Bezeichnung Senecio bedeutet so viel wie alter Mann, ein Greis eben, weshalb die Pflanze auch Greiskraut genannt wird. Dazu kommt, dass sie weißbehaarte Samenkapseln trägt, was den Namen noch unterstützt.

Steckbrief
  • Zählt zu den Greiskräutern (Kreuzkraut)
  • Gattung Senecio umfasst mehr als 1.000 Arten
  • Körbblütler
  • Sukkulente Pflanze
  • Stammt aus Afrika
  • Bis über einen Meter hoch, im Gefäß wesentlich kleiner
  • Stängel verholzen mit der Zeit
  • Grasgrüne bis blaugrau überhauchte glänzende Blätter
  • Wird im Gefäß etwa 20 bis 30 cm hoch
  • Kleine, meist gelbe Blüten, in Dolden am oberen Teil der Pflanze
  • Weißbehaarte Samenkapseln

Pflege

Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ ist eine anspruchslose Pflanze. Sie kommt gut mit Trockenheit klar, mit Nässe dagegen nicht. Völlig austrocknen sollten die Wurzelballen aber besser nicht. Die Gewächse mögen es warm, sonnig und eben trocken. Das Substrat muss vor allen Dingen gut durchlässig sein. Deshalb ist auch eine Drainage im Pflanzgefäß empfehlenswert. Gegossen wird nicht so oft, wenn dann aber durchdringend. Am besten ist das Tauchen. Danach muss die Erde wieder gut abtrocknen.

Gedüngt wird auch nicht so häufig. Zu viele Nährstoffe sind eher schädlich. Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ ist gut schnittverträglich, muss aber nicht zwingend geschnitten werden. Die Überwinterung erfolgt besser kühl, das bekommt den Pflanzen deutlich besser, als warme Temperaturen in der Ruhephase. Vermehren kann man das Greiskraut durch Stecklinge, aber auch durch Aussaat. Krankheiten sind meist auf Pflegefehler zurückzuführen. Schädlinge können immer mal vorkommen.

Standort

Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ mag die Sonne und hat es gern warm, zumindest im Sommer. Den verbringen die Pflanzen auch gern im Freien. Wichtig ist, die Pflanzen immer erst langsam an die Sonne zu gewöhnen.
  • Sonnig, trocken und warm
  • Mindestens 3 Sonnenstunden am Tag
  • Im Sommer gern im Freien, allerdings regengeschützt
  • Verträgt Hitze sehr gut
  • Immer erst langsam an die Sonne gewöhnen
  • Wichtig ist ein guter Luftaustausch
  • Im Winter direkt ans Fenster stellen.
  • Darauf achten, dass der Fensterrahmen nicht den unteren Teil der Pflanze verdeckt, sonst verliert sie bald die unteren Blätter. Diese bekommen nicht genug Licht.

Pflanzsubstrat

Wichtig ist ein lockeres und humoses Pflanzsubstrat. Kakteenerde ist recht gut geeignet, sollte aber mit Sand oder Bimsstein, gern auch mit beidem, durchlässiger gemacht werden.
  • Kakteenerde
  • Blumenerde-Tongranulat-Mischung
  • Sand oder Bimsstein untermischen, damit die Erde gut durchlässig ist
  • Günstig ist ein mineralischer Anteil
  • Gern nährstoffreich
  • pH-Wert von leicht sauer bis neutral

Pflanzen

Beim Pflanzen ist nicht viel zu beachten. Wichtig ist, sehr vorsichtig mit Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ umzugehen, denn die kleinen fleischigen Blättchen brechen recht schnell ab. Die beste Zeit zum Pflanzen ist das Frühjahr oder der Sommer.

Drainage empfehlenswert, damit überschüssiges Wasser immer gleich gut ablaufen kann

Gießen und Düngen

Senecio barbertonicusSukkulente Pflanzen benötigen nicht so viel Wasser, wie andere Gewächse. Sie können Wasser speichern. Ganz ohne kommen sie aber auch nicht aus. Das Besondere ist, dass wenn gegossen wird, das sehr durchdringend geschehen sollte. Am besten werden die Pflanzen getaucht. Dann wiederum wartet man, bis das Substrat fast komplett ausgetrocknet ist. Außerhalb der Wachstumszeit wird nur sehr spärlich gegossen, je nachdem, wie niedrig die Temperaturen sind.
  • Im Sommer durchdringend gießen
  • Die Erde muss sich richtig vollsaugen
  • Überschüssige Wasser
    ablaufen lassen
  • Untersetzer entleeren
  • Erde muss dann fast komplett austrocknen, bevor erneut gegossen wird
  • Keine Staunässe
  • Die Pflanze kommt besser mit Trockenheit, als mit Nässe klar.
  • Im Winter sehr sparsam gießen
  • Düngen von April bis September, einmal monatlich, möglichst stickstoffarm
  • Erst im Jahr nach dem Umtopfen beginnen
  • Immer mal wieder mit Wasser besprühen

Schneiden

Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ kann geschnitten werden, muss aber nicht. Der Vorteil des Schnittes ist, dass sich die Pflanze dadurch gut verzweigt und schön buschig wächst. Da etwas ältere Pflanzen gern von unten her verkahlen, ist es empfehlenswert, sie beizeiten einzukürzen. So wird diesem vorgebeugt und außerdem die Verzweigung gefördert.
  • Gut schnittverträglich
  • Beim Schneiden gleich Stecklinge gewinnen
  • Schnitt fördert Verzweigung und beugt Verkahlen vor

Überwintern

Am besten wird Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ kühl überwintert. Dann macht die Pflanze eine Vegetationspause. Das Wachstum wird eingestellt. Das ist günstig, denn im Winter ist das Licht nicht ausreichend und wachsen die Sukkulenten weiter, vergeilen die Triebe. Außerdem wirkt die Winterpause dem Vergilben entgegen.
  • Bei ca. 10°C, es geht auch noch etwas kühler, bis 5°C
  • Nach Möglichkeit nicht über 15°C
  • Heller Standort
  • Nur minimal wässern
  • Auch wenn wärmer überwintert wird, sollten die Wassergaben reduziert werden, damit das Wachstum eingestellt wird.
  • Regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren, vor allem bei warmer Überwinterung
  • Warme Überwinterung ist nicht ideal. Die Pflanzen leiden fast immer, viele gehen ein, bzw. sehen danach absolut unansehnlich aus.
  • Nicht auf das Fensterbrett über einer Heizung stellen
Tipp - Je kühler der Standort, umso weniger Wasser wird benötigt.

Vermehren

Die Vermehrung erfolgt über Stecklinge. Geeignet sind sowohl Neuaustriebe, als auch Spitzen von älteren Trieben. Da die Pflanzen recht schnell wachsen und auch im Winter häufig etwas Schaden nehmen, empfiehlt es sich, rechtzeitig Stecklinge zu schneiden und neue zu ziehen. Junge Gewächse sehen einfach am besten aus. Man setzt dann mehrere zusammen in ein Gefäß, so wird eine schöne dichte Pflanze erreicht. Aussaat ist ebenfalls möglich.
  • Stecklinge
  • Neuaustriebe und Spitzen der Triebe
  • Keine verholzten Triebe verwenden
  • Stecklinge einfach in Kakteenerde stecken
  • Substrat gleichmäßig leicht feucht halten
  • Die Stecklinge wurzeln in der Regel ohne Probleme

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten treten hauptsächlich durch Pflegefehler auf. Zu viel Nässe führt zu Wurzelfäulnis. Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ zeigt meist durch Blattverlust, dass ihr etwas nicht gefällt. Reagiert man zeitig genug, ist die Pflanze durch umtopfen und trockener halten meist noch zu retten. Auch zu viel Dünger kann größere Schäden verursachen.

Schädlinge können immer mal auftreten, vor allem, bei zu warmer Überwinterung. Der Aufenthalt im Freien, viel frische Luft, Sonne und abhärtende Temperaturunterschiede helfen, Schädlingen vorzubeugen und die Gewächse abzuhärten.
  • Wollläuse – wollige, weiße, watteähnliche Gebilde und weiße Flecken (einzelne Läuse) auf der Pflanze. Klebriger Honigtau (Ausscheidungen) um das Gefäß herum. Meist nur mit chemischer Keule zu bekämpfen. Am besten geeignet sind systemische Mittel. Diese werden von der Pflanze aufgenommen. Beim Saugen nehmen die Schädlinge das Gift auf und verenden. Die Behandlung muss nach etwa 14 Tagen wiederholt werden, wenn die Jungen aus den Eiern schlüpfen. Alternativ kann ein seifiges Kontaktinsektizid genutzt werden.
  • Blattläuse – sitzen meist an den zarten, frischen Trieben. Häufig an den klebrigen Ausscheidungen der Läuse am Boden um das Gefäß herum zu erkennen. Darauf siedeln häufig Rußtaupilze, welche die Pflanze zusätzlich schädigen. Am besten besprüht man die betroffenen Stellen mit einer Kernseifen-Wasser-Mischung, der man noch einige Tropfen Spiritus zufügen kann. Die Behandlung muss meist mehrmals wiederholt werden. Alternativ kann man die betroffenen Triebspitzen abschneiden und sorgt so gleich dafür, dass sich die Triebe verzweigen.
  • Wurzelläuse – zu erkennen an pulvrigen weißen Nestern im Substrat und an den Wurzeln. Der Befall ist am fehlenden Wachstum und an bleibenden Schrumpfungen zu erkennen. Hier hilft nur schnelles Umtopfen, das Säubern der Wurzeln. Der Ballen wird in ein Insektizid getaucht und dann trocknen gelassen. Neu einpflanzen und nach dem Einwurzeln zweimal im Abstand von 14 Tagen mit einem geeigneten Insektizid gießen

Häufige Fragen

Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ verliert die unteren Blätter und sieht auf den untersten Zentimetern vollkommen kahl aus. Woran liegt das?
Die Pflanzen neigen zum Verkahlen. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen stehen sie häufig zu dunkel. Gerade der untere Bereich bekommt zu wenig Licht ab, sei es, weil die Pflanze zu buschig ist und keines nach unten durchkommt, oder dass irgendetwas, (andere Pflanze, Fensterrahmen…) verhindern, dass überall genug Licht und Sonne rankommen. Außerdem kann es auch sein, dass das Gewächs zu nass oder zu trocken steht. Entweder schneidet man Stecklinge und sorgt so für eine neue Pflanze oder man schneidet zurück, damit sich die Pflanze verzweigt. Dann kann man den mit der Zeit verholzenden Stängel als Stämmchen stehen lassen, das sieht ganz gut aus.

Ist Senecio barbertonicus ‘Himalaya‘ giftig?
Die Pflanze enthält Alkaloide, welche für Mensch und Tiere giftig sind. Besonders Katzen naschen gern an den Blättern und sind dadurch besonders gefährdet. Kinder dürfen natürlich auch nicht von der Pflanze essen!