Gartenarbeiten

Die 10 besten Balkon- und Terrassen-Bodenbeläge

Bodenbeläge für Balkon und Terrasse

Ein neuer Terrassen- oder Balkonbelag muss her. Auf der Suche nach den besten Bodenbelägen für Ihren Balkon und Ihre Terrasse stellen wir Ihnen hier 10 empfehlenswerte Varianten vor.

Alu-Dielen

Terrassen- und Balkondielen aus Aluminium sorgen für einen modernen Stil. Sie überzeugen durch ihr geringes Eigengewicht und die hohe Feuchtigkeits- und Wetterbeständigkeit, was sie ideal für stürmische Ecken macht. Selbst intensive Mittagssonne macht dem Material nichts aus, denn es verzieht sich durch die Temperaturunterschiede nicht. Es gibt noch weitere Punkte, die Sie bei den Alu-Dielen beachten sollten:

VorteileNachteileKosten
– minimale Geräuschentwicklung
– wartungsfrei und komplett recycelbar
– resistent gegen Pilze oder Moose
– strapazierfähig und langlebig
– schwimmende Verlegung möglich
– heizt schnell auf ohne Oberflächenbeschichtung zur Hitzeregulierung
– qualitativ minderwertige Dielen anfällig für Kratzer
– 80 bis 150 Euro pro m²
– abhängig von Design und Dielenhöhe

Hinweis: Falls Sie sich für Aluminium-Dielen entscheiden, setzen Sie auf eine pflegeleichte Alternative zu klassischen Bodenbelägen für Balkon und Terrasse. Es reicht aus, wenn Sie die Dielen regelmäßig mit einem Besen abkehren und bei hartnäckigen Verschmutzungen auf Wasser und Seife zurückgreifen.

Bambus

Bambusparkett

Bei Bambus handelt es sich um einen nachhaltigen und umweltfreundlichen Bodenbelag, da der Rohstoff schnell nachwächst und bereits nach fünf Jahren zur Verfügung steht. Er ist bis zu 25 Jahre nutzbar und durch die Härte formbeständig, verschleiß- und druckfest. Selbst starke Temperaturschwankungen wirken sich nicht negativ auf die Beläge aus.

VorteileNachteileKosten
– in zahlreichen Strukturen erhältlich
– angenehm unter den Füßen
– schlecht UV-beständig
– Graufärbung oftmals die Folge
– hoher Verlegeaufwand
– 50 bis 70 Euro pro m²
– starke Qualitätsunterschiede möglich
– Vergleich vor Kauf notwendig

Der Pflegeaufwand für Bambusböden fällt gering aus. Eine Übersicht über die Reinigungs- und Pflegemaßnahmen folgt:

  • regelmäßig abfegen, um Kratzer zu vermeiden
  • Wasser reicht zur Reinigung aus
  • hartnäckige Flecken vorsichtig mit Schaber entfernen
  • feuchte Dielen abschrubben
  • Pflegeöle verhindern Graufärbung
  • Bambusböden zweimal jährlich ölen

Tipp: Etwas günstiger als ein echter Bambusboden für Terrasse und Balkon ist sogenanntes Bambusfurnier. Für dieses werden dünne Schichten Bambus auf Trägerplatten fixiert, was den gewünschten Look ermöglicht.

Beton

Beton gehört zu den Klassikern unter den Bodenbelägen und in der Form von Steinen oder Platten erhältlich. Das Material ist robust, wetterbeständig und verschleißt nur geringfügig, was es äußerst langlebig macht.

Tisch auf Betonterrasse
VorteileNachteileKosten
– einfach zu verlegen
– kostengünstig
– nicht säurefest
– geringe Farbauswahl
– zwischen Betonsteinen siedelt sich gerne Unkraut an
– 10 bis 50 Euro pro m²
– abhängig vom Design

Falls Sie sich für Beton als Bodenbelag entschieden haben, müssen Sie mit den Reinigungsmaßnahmen rechnen:

  • gut abfegen
  • Boden anfeuchten und gründlich schrubben
  • mit klarem Wasser nachspülen
  • nicht zu viel Wasser verwenden (hohe Saugfähigkeit)
  • hartnäckigen Schmutz mit Sand oder Hochdruckreiniger entfernen
  • Imprägnierung für Schmutzresistenz möglich

Hinweis: Theoretisch können Sie Beton gießen, um damit einen Boden für Ihre Terrasse zu erhalten. Das Prinzip entspricht dem Gießen einer klassischen Betonplatte.

Feinsteinzeug

Bei Feinsteinzeug handelt es sich um besonders dekorative Fliesen und Platten für Ihre Terrasse oder den Balkon mit einer Maximalhöhe von 2 cm. Sie sind wetterbeständig, frostsicher, sowie rutsch- und abriebfest. Erhältlich ist Feinsteinzeug in zahlreichen, dekorativen Designs.

Feinsteinzeugplatten im Baumarkt
VorteileNachteileKosten
– lange nutzbar (bis zu 60 Jahre)
– kostengünstig
– schwierig alleine zu verlegen
– professionelle Verlegung wird empfohlen
– kann nach dem Verlegen schlecht ausgebessert werden
– 10 bis 30 Euro pro m²
– stark abhängig vom Design

Die hohe Schmutzresistenz sorgt für einen geringem Reinigungsaufwand. Die folgenden Maßnahmen sind nötig:

  • Feinsteinzeug regelmäßig abfegen
  • bei starker Verschmutzung klares Wasser nutzen

Hinweis: Wählen Sie für als Bodenbelag für Balkon und Terrasse unbedingt Varianten für den Außenbereich!

Flüssigkunststoff

Flüssigkunststoff wird gegossen, wodurch eine komplett abdichtende Fläche entsteht. Die Beläge sind UV-beständig, witterungsfest und je nach Variante rutschhemmend. Durch das geringe Eigengewicht sind sie die ideale Alternativlösung für Sanierungen von Balkonen und alten Terrassen.

VorteileNachteileKosten
– gegen Temperaturschwankungen resistent
– hohe Elastizität schützt vor Stößen
– gleicht Unebenheiten im Boden aus
– erhältlich in zahlreichen Farben und Ausführungen
– nicht für jeden Stil geeignet
– lässt sich schwierig wieder entfernen
– kostet 20 bis 100 Euro pro m²

Der Reinigungsaufwand hält sich bei Flüssigkunststoffböden in Grenzen:

  • kehren
  • mit Wasser nachspülen
  • nach Bedarf auf Spülmittel und Schrubber zurückgreifen

Holz

Terrassenboden aus Holzdielen

Neben Beton sind heimische und tropische Hölzer klassische Bodenbeläge für Terrasse und Balkon. Der nachwachsende Rohstoff präsentiert unterschiedlichste Stile und abhängig von der Holzart eine Langlebigkeit von 10 bis 25 Jahren. Bei Anwendung im Außenbereich empfiehlt sich außerdem unbedingt der Einsatz von Dielen mit Rillen, denn diese sorgen für mehr Sicherheit bei Feuchtigkeit.

VorteileNachteileKosten
– erhitzt nicht schnell– Dehnungsfugen immer notwendig
– mind. zwei Prozent Gefälle essentiell
– schnelles Splittern bei schlechter Qualität
– Preise schwanken stark
– reichen von 10 bis über 150 Euro, abhängig von Holzart
– robuste Tropenhölzer meist teuer, aber robuster

Die Pflege und Reinigung von Holzböden im Außenbereich ist schnell erledigt, wenn Sie jährlich eine Behandlung mit Pflegeölen integrieren. Folgende Reinigungsmaßnahmen sind nötig:

  • Seifenlaugen sind empfehlenswert
  • auf aggressive Reiniger verzichten

Hinweis: Echtholz ist ebenfalls als Klicksystem verfügbar. Angeboten werden die einzelnen Stücke in Größen von 30 x 30 Zentimetern oder 80 x 80 Zentimetern.

Kunstrasen

Kunstrasen verlegen

Als einer der moderneren und schnell umzusetzenden Bodenbeläge für Balkon und Terrasse hat sich Kunstrasen etabliert. Das langlebige Material ist leicht, feuchtigkeitsresistent und lässt sich problemlos ohne Fachwissen verlegen.

VorteileNachteileKosten
– zur Kaschierung ungewollter Beläge nutzbar
– angenehmes Gefühl an den Füßen
– UV-beständig
– rutschfest und strapazierfähig
– Schimmelgefahr bei falschem Aufbau
– braucht lange zum Trocknen
– 5 bis 80 Euro pro m²
– stark abhängig vom Design

Kunstrasen muss an sich nicht gereinigt werden. Im Notfall spülen Sie ihn mit Wasser ab. Bei hartnäckigen Flecken greifen Sie auf Spülmittel zurück.

Naturstein

Falls Sie Fan von natürlichen Böden sind, setzen Sie auf die zahlreichen Natursteinvarianten, die in vielseitigen Designs und Formen erhältlich sind. Ihre Beständigkeit und Langlebigkeit ermöglicht die Nutzung über mehrere Jahrzehnte.

Naturstein
VorteileNachteileKosten
– barfußtauglich und rutschfest – ohne Fachkenntnisse schwierig zu verlegen
– hohes Gewicht
– verträgt keine säurehaltigen Reiniger
– 20 bis 200 Euro pro m²
– abhängig von Design, Gestein und Verarbeitung

Natursteine haben den großen Vorteil, dass Sie kaum verschmutzen. Um die Schmutzresistenz zu erhöhen, sollten Sie sich Gedanken über eine Imprägnierung machen. Kehren Sie die Böden regelmäßig und bürsten Sie sie mit klarem Wasser gründlich ab. Niemals sollten saure Reinigungsmittel zum Einsatz kommen.

Pflastersteine

Als günstigere Alternative zu vielen Natursteinvarianten werden häufig Pflastersteine als Bodenbeläge, besonders für Terrassen, verwendet. Die Form der Steine ermöglicht dekorative Verlegemuster, die von klassisch bis modern reichen.

VorteileNachteileKosten
– geringes Eigengewicht
– widerstandsfähig und lange haltbar
– über 40 Jahre nutzbar
Unkrautbildung zwischen den Fugen– zwischen 5 bis 100 Euro pro m²
– Steinart bestimmt Preis
Kleiner Haufen Pflastersteine

Hinweis: Die Reinigung von Pflastersteinen läuft wie bei Natursteinen ab. Bei hartnäckigen Flecken können Sie sogar den Hochdruckreiniger auf niedriger Stufe verwenden.

Wood-Plastic-Composites (WPC)

Bei WPC handelt es sich um einen Verbundwerkstoff aus Kunststoff und Holz, der mit einer Dekorfolie in zahlreichen Designs (z. B. Holzimitate) beklebt ist. Das geringe Eigengewicht und die Haltbarkeit von bis zu 25 Jahren macht sie zu einer beliebten Alternative anderer Beläge.

VorteileNachteileKosten
– komplett wetterbeständig ohne weitere Imprägnierung
– splitterfrei und bruchsicher
– leicht zu transportieren
– heizt in der Sonne schnell auf
– dauerhafte Verfärbung möglich
– Design kann künstlich wirken
– 50 bis 150 Euro pro m²
– abhängig vom Design

Wie bei einem Großteil der anderen Böden fällt der Reinigungsaufwand gering aus:

  • Wasser und eine Bürste reichen aus
  • optional: Spülmittel und sanfte Reiniger verwenden
WPC-Terrassenboden

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Natursteinteppich?

Hierbei handelt es sich um Marmorkies, der mit einem Bindemittel angemischt und anschließend auf den Untergrund gestrichen wird. Dadurch erhalten Sie einen fugenfreien Boden, der durch seinen einzigartigen Look und die glatte Oberfläche auffällt. Das Projekt ist sehr aufwendig und Sie müssen mit Preisen von 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Bieten sich lose Materialien als Bodenbeläge für Balkon und Terrasse an?

Für Terrassen können Sie auf Kies oder Splitt setzen. Die Steine sind aufgrund der Materialkosten eine günstige Alternative und der Aufwand ist geringer, wenn die Terrasse in Eigenregie umgesetzt werden soll. Der größte Nachteil an Splitt und Kies ist der hohe Reinigungsaufwand.

Ist für jeden Bodenbelag eine Unterkonstruktion notwendig?

Nein. Eine Unterkonstruktion wird nur benötigt, wenn es sich um feuchtigkeitsempfindliche Materialien wie Holz handelt. Dadurch kann sich die Bodenfeuchtigkeit nicht in den Balkon- oder Terrassen-Beläge festsetzen. Steine benötigen beispielsweise keine Unterkonstruktion.

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