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Sind Libellen giftig? | Können sie stechen oder beißen?

Großer Blaupfeil - Orthetrum cancellatum

Libellen sieht man am häufigsten in der Nähe von Wasser. Sie können jedoch auch an anderen Orten, im Garten, auf Wiesen oder im Wald angetroffen werden. Es gibt sowohl kleine, als auch sehr große Arten und genau die können, wenn sie sich Menschen nähern, durchaus beängstigend wirken. Ob das unbehagliche Gefühl begründet ist oder nicht, kann mit bloßem Auge nicht erkannt werden. Es bleibt vorerst unklar, ob die Insekten kräftig zubeißen können oder ob sie gar einen Stachel besitzen und giftig sind.

Libellenarten

Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten. Am bedrohlichsten wirken die größeren Tiere. Die kleinen sind eher unscheinbar und von ihnen scheint schon deshalb keine Gefahr auszugehen. Sie werden nur etwa 30 – 50 mm lang und haben höchstens eine Flügelspannweite von 60 – 70 mm. Der Körper wirkt sehr dünn, die Flügel sind kaum sichtbar und in Ruhestellung angelegt.

Anders verhält es sich mit großen Arten wie der Blaugrünen Mosaikjungfer. Sie werden bis zu 80 mm lang und die Flügelspannweite beträgt bis zu 110 mm. In Ruhestellung haben sie die Flügel waagerecht ausgebreitet, damit bleiben sie gut sichtbar.

Libelle - Lebensraum Lebensräume einer Libelle sind:

  • Teiche (auch Gartenteiche)
  • Wiesen
  • Waldränder
  • Felder und Feldwege

Stechen Libellen?

Sie haben keinen Stachel, auch wenn es den Anschein hat. Es handelt sich dabei um eine Art Legebohrer bzw. Legestachel, mit dem die Eier gelegt werden. Dies gilt für weibliche Libellen. Die “Greifwerkzeuge” am Hinterleib der männlichen Libellen dienen der Fortpflanzung. Damit werden die weiblichen Libellen festgehalten. Im Gegensatz zu Mücken haben sie auch keinen Stechrüssel. Sie können also definitiv nicht stechen.

Hinweis: Es gibt KEINE Libellenart, die giftig ist.

Beißwerkzeuge

Auch die Mundwerkzeuge sehen gefährlicher aus, als sie sind. Damit werden Insekten gejagt und gefressen. Das Durchbeißen eines Chitinpanzers ist demnach kein Problem. Anders verhält es sich bei Säugetierhaut. Eine Libelle kann zwar beißen, aber das tut nicht weh, da sie die Haut nicht durchdringen kann. Es fühlt sich eher wie ein Zwicken an und geschieht nur, wenn die Tiere mit der Hand gefangen werden.

Hinweis: Libellenarten stehen unter Naturschutz. Sie dürfen nicht getötet werden, auch wenn sie beißen.

Häufig gestellte Fragen

Muss man sich vor Libellenangriffen schützen?
Die Fluginsekten leben räuberisch. Sie können sehr gut fliegen und wechseln dabei blitzschnell die Richtung. Als Insekt ist man nicht vor ihnen sicher. Als Mensch hingegen kommt man mit ihnen so gut wie gar nicht in Berührung. Sie schenken dem Menschen keine Beachtung und greifen ihn auch nicht an. Außerdem gibt es kein Nest, welches sie verteidigen müssten.

Großer Blaupfeil - Orthetrum cancellatum Wie fängt man eine verirrte Libelle am besten ein?
Wenn man sich nicht traut, sie mit der Hand einzufangen, reicht auch ein Glas und eine feste Pappe. Das Glas sollte groß genug sein, dass die Flügel des Tieres nicht beschädigt werden können. Es wird über das Insekt gestülpt und die Pappe wird darunter geschoben. Dann kann die Libelle einfach nach draußen getragen und freigelassen werden.

Schaden Libellenlarven im Gartenteich?
Nein, sie leben zwar räuberisch, erbeuten jedoch keine größeren Tiere. Libellenlarven sehen jedoch meist noch gruseliger aus, als die ausgewachsenen Tiere. Larven der Großlibellen können allerdings durchaus kleinere Fische erbeuten.

Greift eine sich nähernde Libelle an?
Nein, sie ist allenfalls neugierig und versucht, dass ihr unbekannte Wesen Mensch einzuschätzen. Am besten wartet man einfach bis sie wieder wegfliegt.
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